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Schöne smarte Welt

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Susanne Faschingbauer

Susanne Faschingbauer

freie Journalistin

Computer wandern in Gegenstände. Alles bekommt eine eigene Internet­adresse. Welche Bereiche werden besonders vom Internet der Dinge profitieren?

12. März 2015

In naher Zukunft werden Milliarden von Dingen miteinander vernetzt sein, miteinander kommunizieren und miteinander agieren. Das ist die Vision vom Internet der Dinge. Laut einer Studie der Unterneh­mens­be­ra­tung Gartner wird die Industrie damit weltweit einen Mehrwert von 1,9 Billionen Dollar erzielen. Andere Experten sprechen von bis zu 8,9 Billionen Dollar. Es gibt vier Bereiche, die am meisten von der Entwicklung profitieren werden. FERCHAU Online stellt sie vor:

Smart Home und Smart City

Werden die Megastädte der Zukunft im Chaos versinken? Nicht mit dem Internet der Dinge, so die Hoffnung. Bis zum Jahr 2050 werden 70 Prozent der Menschen in Städten leben. Die Verantwort­li­chen stehen vor Problemen der Versorgung, der Mobilität und der Umweltbe­las­tung. Mit dem Internet der Dinge würden Busse, Bahnen, Taxis miteinander kommunizieren, Staus könnten vermieden, der Verkehr würde intelligent gelenkt werden. Die Bewohner der Smart City würden in Smart Homes leben und ihren Energiever­brauch durch eine intelligente Steuerung minimieren. Laut der Beratungs­ge­sell­schaft Deloitte & Touche wird der Smart-Home-Markt in Europa im Jahr 2017 ein Volumen von 4,1 Milliarden Euro haben.

Automotive

Im Automobil­be­reich ist das Internet der Dinge teils schon real: In Autoschlüs­seln sind beispiels­weise die Positionen von Sitz und Spiegel gespeichert, so dass sie sich beim Nähern des Fahrers automatisch einstellen. Zudem sind Autos unterein­ander vernetzt und weisen auf Unfälle oder Gefahren hin. In Zukunft sollen die Fahrzeuge mit Verkehrs­leit­stellen gekoppelt sein, um Staus zu verhindern. Anfang Januar war das vernetzte Auto Thema auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas, einer der weltweit größten Fachmessen für Elektronik. Am Vorabend der Messe präsentierte Daimler sein autonom fahrendes Auto: „ein Smartphone auf Rädern“, sagte Konzernchef Dieter Zetsche. Der Konkurrent BMW stellte sein smartes Elektroauto vor, das sich mit dem smarten Zuhause verbinden könne. Das nennt sich dann: Energiema­nage­ment von unterwegs.

Gesundheits­wesen

Das Internet der Dinge könnte insbeson­dere die Gesundheits­ver­sor­gung umkrempeln und helfen, die Herausfor­de­rungen zu bewältigen, vor denen eine alternde Gesellschaft steht. Mit Sensoren ausgestat­tete Kleidung oder Smartwat­ches würden beispiels­weise erkennen, wenn ältere Menschen schlimm gestürzt sind – und direkt den Rettungs­wagen alarmieren. Vernetzte Tabletten­be­hälter wüssten, ob „ihre“ Patienten ihre Medizin eingenommen haben oder nicht. Zudem wären Behandlungen in Krankenhäu­sern effizienter, da die vernetzten Geräte die Patienten­daten abgleichen und auswerten würden.

Produktion und Logistik

Von einer Revolution spricht die Fachwelt, wenn es um die Bereiche Produktion und Logistik geht. In der smarten Fabrik steuerten die Waren ihre Fertigung selbst, eine hochflexible Produktion wäre möglich, sogar im Großseri­en­be­reich. Jedes Produkt wäre zudem mit einem smarten Label ausgestattet, die Hersteller hätten zu jedem Zeitpunkt Kenntnis über den Bestand ihrer Waren. In der Logistik verspricht man sich von den vernetzten Waren, die über ihren Ziel- und Aufenthaltsort Bescheid wissen, eine niedrigere Fehlerquote und höhere Effizienz. Denn die meisten Fehler in der komplizierten Logistik­kette macht: der Mensch.