Guido Gomille, Vertriebsleiter OstGuido Gomille, Vertriebsleiter Ost
MenschenGuido Gomille

»Da fahren wir jetzt durch …«

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Franz Jonen

Franz Jonen

freier Journalist

50 Jahre FERCHAU – ein Jubiläum, das sich für langjährige Mitarbeiter mit besonderen Erlebnissen und Erfahrungen verbindet. Wir möchten wissen mit welchen und fragen nach. Diesmal bei Guido Gomille, seit 18 Jahren bei FERCHAU und als Vertriebsleiter für den Ausbau des Geschäfts im Osten Deutschlands verantwortlich.

20. April 2016

FERCHAU feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen – und Sie sind seit nunmehr 18 Jahren dabei …

Guido Gomille: Das ist richtig. Und die Frage, warum ich so lange dabei bin, beantworte ich immer spaßeshalber damit, dass mein Diktatkürzel „gm” ist, was ja auch für Gummersbach, den Firmensitz, steht. Jeden Morgen, wenn ich zu meinem Dienstwagen gehe, finde ich mich außerdem im Ortskennzeichen wieder. Da ist es ja fast schon eine Verpflichtung, beim Unternehmen zu bleiben. Außerdem werde ich mit FERCHAU in diesem Jahr 50. Das verbindet. Aber im Ernst: Warum es so gut passt, liegt unter anderem daran, dass FERCHAU im besten Sinne konservativ-innovativ ist und Weitblick mit Solidität verbindet. Das schätze ich.

Als Vertriebsleiter Ost sind Sie für ein relativ „junges” Vertriebsgebiet zuständig. Welche Auswirkungen hatte das auf Ihre Arbeit?

Gomille: Während FERCHAU in diesem Jahr 50 wird, gibt es die Region Ost seit nunmehr zehn Jahren. Ich hatte die einmalige Chance, das Unternehmen im Osten Deutschlands mit einem hohen Maß an individueller und finanzieller Freiheit aufbauen zu können. Wobei ich mich auf das Vertrauen von Frank Ferchau in meine Person stützen konnte und kann. Meine Tätigkeit ist zwar mit familiären Einschränkungen und einem hohen persönlichen Arbeitseinsatz verbunden, aber ich würde mit niemandem tauschen wollen.

Wie schnell und nachhaltig konnte sich FERCHAU im Osten Deutschlands etablieren?

Gomille: Wir haben vor zehn Jahren mit zwei Niederlassungen – Berlin und Leipzig – sowie knapp über 40 Mitarbeitern angefangen. Heute verfügen wir in der Region Ost über 15 Niederlassungen mit mehr als 700 Mitarbeitern. Mein Ziel ist es, die Mitarbeiterzahl in den nächsten drei Jahren auf 1.000 zu steigern. Dass es zu so einer positiven Entwicklung kam, liegt an mehreren Faktoren. Persönlich hatte ich das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort und an der richtigen Stelle zu sein. Dazu kam ein guter konjunktureller Rückenwind. Vor allem aber habe ich ein engagiertes Team, auf das man sich verlassen kann.

FERCHAU ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen. Was bedeutet das für eine Führungskraft wie Sie?

Gomille: Bei FERCHAU gibt es schnelle und kurze Wege zu den Entscheidern im Unternehmen. Das bedeutet unter anderem, dass man auch einmal spontan und ohne lange vorherige Terminabsprachen etwas erörtern kann. Was die Führungskultur anbelangt: die basiert auf Offenheit, Gradlinigkeit und Fairness. Und: Man kann auf Augenhöhe kontrovers diskutieren.

Familienseitig steht der geschäftsführende Gesellschafter Frank Ferchau für das Unternehmen. Wie haben Sie ihn in der persönlichen Zusammenarbeit kennengelernt?

Gomille: Als sehr innovativ und mit bemerkenswertem Weitblick ausgestattet. Frank Ferchau ist kein Bedenkenträger, sondern jemand, der Projekte und Entwicklungen vorantreibt und dabei durchaus fordernd sein kann. Ein Chef, der Klartext redet und das auch von anderen erwartet. Und er ist ein Unternehmenslenker, der über eine klare Marschrichtung verfügt.

Was macht für Sie persönlich den Charme von FERCHAU aus?

Gomille: Dass es ein Unternehmen ist, das auch in konjunkturell kritischen Zeiten immer nach vorne blickt und eine permanente Aufbruchstimmung lebt.

Ihr kuriosestes Erlebnis mit oder bei FERCHAU?

Gomille: Das bezieht sich auf eine Autofahrt, bei der Frank Ferchau mein Beifahrer war. Bei einer Fahrt nach Köln kamen wir vor Ort zu einer Straße, die bereits im Hinblick auf eine spätere Großveranstaltung gesperrt war. Da meinte er nur: „Da fahren wir jetzt durch: Man muss ja nicht alles hinnehmen.” Auf meine Erwiderung, dass man das doch nicht so einfach machen könne, meinte er nur: „Doch, doch.” Ich habe dann gesagt: „Okay, ich nehme im Fall des Falles die Punkte und Sie zahlen das Bußgeld.” Worauf er meinte: „Das ist ein Deal!” …