Jonas Gundalach und  Katharina Franzen, Technische Produktdesigner bei FERCHAU
KarriereAzubis bei FERCHAU

Ausbildung am Puls der Technik

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Franz Jonen

Franz Jonen

freier Journalist

Jonas Gundalach hat sie schon absolviert und Katharina Franzen kann dies ebenfalls bald von sich sagen: Die Rede ist von der Ausbildung zum Technischen Produktdesigner, Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion. Wir wollten wissen, welche Erfahrungen beide mit der Ausbildung bei FERCHAU verbinden – und fragten nach.

25. Juli 2016

Technische Berufe sind für junge Frauen wenig attraktiv? Eine Einschätzung, die – glücklicherweise – nur noch bedingt Gültigkeit hat. Das belegt eindrucksvoll das Beispiel der FERCHAU-Niederlassung Kiel. Denn hier sind aktuell alle drei Auszubildenden zum Technischen Produktdesigner weiblich. Eine von ihnen ist Katharina Franzen. Die Berufswahl der Abiturientin wurde von einem Wirtschaftspraktikum bei der Krones AG beeinflusst: „Dort habe ich unter anderem einen Tag in der Betriebsmittelkonstruktion verbracht und mit dem CAD-System NX Bekanntschaft gemacht. Faszinierend fand ich vor allem, dass es um große Konstruktionen ging. Es ist einfach toll, wenn man sagen kann: Für dieses große Teil habe ich die Zeichnungen erstellt. Daher entschied ich mich bei der Berufswahl für die Ausbildung zum Technischen Produktdesigner für die Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion.”

Weder ihre Wahl noch die Entscheidung für den Ausbildungsbetrieb FERCHAU hat sie bislang bereut. „Was mir bei FERCHAU Kiel sehr gut gefällt, ist der intensive Praxisbezug der Ausbildung. Sobald die Voraussetzungen dafür gegeben sind, wird man in Projekte eingebunden. Ich arbeitete jetzt bereits beim vierten oder fünften Projekt mit und habe von der hohen Praxisorientierung stets profitiert.” 

Highlights ihrer Ausbildung, die Anfang 2017 endet, waren für die 22-Jährige unter anderem ein CNC-Kurs sowie der Aufenthalt in einer Lehrwerkstatt, bei der handwerkliche Metallbearbeitungsverfahren wie Feilen, Bohren und Sägen auf dem Programm standen. „Als Technische Produktdesigner zeichnen wir ja nicht nur, sondern wir müssen auch das Modell im Hinterkopf haben und der Frage nachgehen, ob alles wie im Entwurf funktioniert, oder ob man im Dialog mit den Entwicklern nachbessern muss. Da helfen fertigungstechnische Grundkenntnisse auf jeden Fall.” Angetan ist Katharina Franzen auch von der Unterstützung seitens ihrer Ausbilder und der Kollegen in der Niederlassung: „Wenn Fragen auftreten, hat man immer ein offenes Ohr für mich.”

Vom Auszubildenden zum Azubi-Betreuer

Das war auch bei Jonas Gundalach der Fall. Seit seiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zum Technischen Produktdesigner in der FERCHAU-Niederlassung Schweinfurt ist der 25-Jährige im Fachteam Sondermaschinenbau tätig. Darüber hinaus unterstützt er das Fachteam Hybridantriebe/Automotive im Bereich der Entwicklung und Konstruktion. Technik war schon immer seine Leidenschaft: „Ich hatte zunächst eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker absolviert, was für mich ein handwerklicher Einstieg in die Welt der Technik war. Mit der Ausbildung zum Technischen Produktdesigner habe ich das dann weiter Richtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion ausgebaut.” 

Die Ausbildungszeit bei FERCHAU ist Jonas Gundalach in guter Erinnerung geblieben: „Die Betreuung durch den Ausbildungsleiter, die Kollegen, das Umfeld, das Arbeitsklima – es hat immer alles einwandfrei gepasst.” Und wie Katharina Franzen hebt er vor allem den intensiven Praxisbezug der Ausbildung hervor: „Ich war in spannende Projekte eingebunden und habe von weiterführenden CAD-Schulungen profitiert, die bei FERCHAU unter anderem über die zentrale Weiterbildungsmarke ABLEacademy angeboten werden.” Mittlerweile ist der Technische Produktdesigner in seiner Niederlassung selber als Azubi-Betreuer tätig und unterstützt in dieser Funktion den Ausbildungsleiter. Seit April absolviert Jonas Gundalach außerdem in Teilzeit die Ausbildung zum staatlich geprüften Maschinenbautechniker. 

„In der Vergangenheit”, weiß Maria Chiaravalloti, Teamleiterin Personalwirtschaft Projekt-mitarbeiter bei FERCHAU, „haben ca. 50 Prozent der Auszubildenden im Anschluss an ihre Ausbildung eine Tätigkeit bei uns aufgenommen. Teilweise wurde nach der Ausbildung zusätzlich noch ein Studium begonnen.” Über eine spätere Technikerausbildung oder ein Studium denkt auch Katharina Franzen nach. Doch zunächst möchte sie nach Abschluss ihrer Ausbildung bei FERCHAU Berufserfahrung sammeln. So wie zwei ehemalige Mitarbeiter von FERCHAU Kiel, die nach ihrer Ausbildung zur Niederlassung gekommen waren und sich nach einiger Zeit in der Projektarbeit für ein Studium entschieden. „Jetzt”, so Eva Isselstein, Manager Recruitment in Kiel, „sind sie bei uns als Werksstudenten in der Konstruktion tätig. Sicherlich ein attraktives Modell der beruflichen Weiterentwicklung.”