Frank Ferchau, Geschäftsführer FERCHAU
Unternehmen

Gesetzesänderung

AÜG-Reform: Herausforderung oder Chance?

Im April 2017 tritt die Neufassung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) in Kraft. Die Reform bringt maßgebliche Änderungen mit sich. Was heißt das konkret für FERCHAU?

04. Januar 2017

Durch die Reform des AÜG wird im nächsten Jahr einiges anders: Nach neun Monaten erhalten unsere Mitarbeiter dasselbe Arbeitsentgelt wie die Beschäftigten des Kundenunternehmens. Die Höchstdauer eines Arbeitseinsatzes bei einem Kunden beträgt nach dem neuen Gesetz 18 Monate; danach besteht eine Karenzzeit – der Mitarbeiter ist drei Monate lang für diesen Kunden gesperrt.

Was bedeuten diese Änderungen für FERCHAU?

Zunächst einmal: Einen hohen administrativen Aufwand. Und: Das Gesetz betrifft uns zwar – ist aber nicht auf uns zugeschnitten. Denn faire Gehälter und ein umfangreiches Aus- und Weiterbildungsangebot gehören für uns schon immer dazu. Wir brauchen also kein Gesetz, das uns angemessene Löhne vorschreibt – in unserem Bereich hat der Markt das längst übernommen. Gegenüber unseren Mitarbeitern ist es für uns als Engineering-Dienstleister strategisch relevant, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Wären wir das nicht, würden die am Arbeitsmarkt begehrten Ingenieure ihren Arbeitsvertrag nicht bei uns unterzeichnen.

Partner für Dienstleistungsmanagement

Für unsere Kunden sind wir wichtiger Partner in Entwicklungsprozessen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Unabhängig von der AÜG-Reform werden Unternehmen auch weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Dienstleistern und deren qualifizierten Mitarbeitern setzen, wenn sie innovations- und wettbewerbsfähig bleiben wollen.

Für unsere Auftraggeber wird es jedoch zunehmend wichtig, größtmögliche Rechtssicherheit, Flexibilität und Kontinuität zu behalten. Als Deutschlands Marktführer für Engineering und IT ist FERCHAU darauf bestens vorbereitet: Ob flexibel und schnell umsetzbare on- und offsite-Büros in der Nähe der Kunden oder das Management umfassender Projektgruppen – für uns ist das alles Tagesgeschäft. Dieses breite Spektrum im Dienstleistungsmanagement gepaart mit unserem umfassenden fachlichen Angebot und der regionalen Nähe wird uns auch in Zukunft Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Trotz allem und jetzt erst recht: Mich fordern die AÜG-Reform und das zunehmend komplexe Umfeld heraus. Höchste Prozess-, Planungs- und Rechtssicherheit sind heute die Anforderungen an die Dienstleister – das begreifen wir als Chance, um unsere Position als Marktführer weiter auszubauen. Mit unserer Erfahrung von 50 Jahren können wir das leisten.

Autor

Frank Ferchau, Geschäftsführer