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Kompe­tenz­bün­de­lung für die Mobi­lität der Zukunft

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Franz Jonen

Franz Jonen

freier Journalist

Mit der Etablierung des neuen Geschäfts­be­reichs Automotive verstärkt FERCHAU seine Aktivitäten in der ganzheit­li­chen Fahrzeug­ent­wick­lung. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Thema Digitali­sie­rung, wie der geschäfts­füh­rende Gesellschafter Frank Ferchau und Geschäfts­be­reichs­leiter Christian Rudolph gemeinsam betonen.

26. Juni 2017

„Wir sind schon immer sehr erfolgreich in der Automobil­branche tätig, sowohl bei den Fahrzeug­her­stel­lern als auch im Zulieferer­um­feld”, konstatiert Frank Ferchau. „Dass wir jetzt unsere Aktivitäten in einem eigenen Geschäfts­be­reich bündeln, ist dem tief greifenden Wandel in der Branche hin zu ganzheit­li­chen Mobilitäts­kon­zepten und der rasant zunehmenden Digitali­sie­rung geschuldet.” Zumal sich daraus neue Innovati­ons­felder und Aufgaben ergeben, wie Geschäfts­be­reichs­leiter Christian Rudolph ergänzt: „Das Spektrum reicht von der Gesamtfahr­zeug­ent­wick­lung bis hin zu Infrastruk­tur­themen.“ Ein klassisches Beispiel ist für ihn die E-Mobilität, „wo es nicht nur um Antriebe und Akkus, sondern auch um Ladephilo­so­phien und eine nachhaltige Verwendung der Energiespei­cher geht”. Nicht zu vergessen: Bezahl- und Abrechnungs­sys­teme inklusive der geschützten Übermitt­lung großer Datenmengen im automobilen Umfeld. „Das alles sind Themen, die die Branche auf dem Schirm hat und bei der wir unsere Stärken in der Verzahnung von Engineering und IT einbringen. Das verdeutlicht auch unsere aktuelle Imagekam­pagne Automotive meets IT: Wir sehen uns in der Zukunft.”

Mehr Projektver­ant­wor­tung

Bei der Umsetzung ganzheit­li­cher Mobilitäts­kon­zepte konzentriert sich der Geschäfts­be­reich Automotive schwerpunkt­mäßig auf die Themenfelder E-Mobilität, autonomes Fahren, Komfort, Connectivity und Security. Dabei geht es um Embedded-Software­ent­wick­lung ebenso wie um Konzepte der Interaktion von Mensch und Maschine (HMI) sowie um die sichere Übertragung und Verarbei­tung großer Datenmengen in Echtzeit. Und das nicht nur im Rahmen von Engineering Support beim Kunden. Im Fokus steht vielmehr die verstärkte Übernahme von Verantwor­tung im Produktent­ste­hungs­pro­zess – in Form von Workpackages, die auf werkvertrag­li­cher Basis inhouse abgearbeitet werden. „Dafür sind eine speziali­sierte Organisa­tion und Strukturen erforder­lich, die es ermöglichen, Kompetenzen zu bündeln. Daher haben wir intensiv in Projektflä­chen, Experten und eine aufwendige Technik investiert.”

Als Ergebnis verfügt der Geschäfts­be­reich mit München, Ingolstadt und Stuttgart (demnächst auch Weissach) über automobile Kompetenz­zen­tren, die jeweils mit eigenem Werkstatt- und Versuchs­be­reich ausgestattet sind. Warum das so ist, verdeutlicht Christian Rudolph an einem Beispiel: „Einer unserer Tätigkeits­schwer­punkte ist das autonome Fahren, in erster Linie ein Software­thema. Da geht es vorrangig um die Programmie­rung und funktionale Sicherung neuer Funktionen, etwa bei Frontschutz, Spurhalte­sys­temen etc. Je höher aber das Level der Automati­sie­rung, desto umfassender müssen diese Funktionen getestet und abgesichert wer-den. Das ist ein mehrstufiger Prozess, bei dem unter anderem in unseren Werkstatt­be­rei­chen Fahrzeuge für den Prototyp­be­trieb aufgebaut, modifiziert und für den Testbetrieb vorbereitet werden.”

Primäres Ziel ist es jedoch nicht, Kompetenzen zu duplizieren, um sie an allen Standorten vorzuhalten, sondern standort­spe­zi­fisch Kompetenzen zu bündeln und sie einer überregio­nalen Nutzung zuzuführen. Oder wie es Frank Ferchau ausdrückt: „Der Markt fragt zunehmend Leistungen ab, die mit hohen Investitionen in die technische Ausstattung verbunden sind. Diese werden wir durch eine bundesweite Nutzung absichern.” Ein Beispiel dafür sind hoch-gerüstete Energieprüf­stände, die in Kürze im Kompetenz­zen­trum München-Automotive in Betrieb gehen und unter anderem für Tests bei Energiespei­chern eingesetzt werden. Christian Rudolph: „Diese Tätigkeit führen wir derzeit als Betreiber­mo­dell bei einem Fahrzeug­her­steller vor Ort durch. Demnächst kann jeder Kunde, der Elektro- und Hybridfahr­zeuge entwickelt, in unserem Kompetenz­zen­trum entsprechende Prüfungen beauftragen.”

Überregio­nale Vernetzung

Darüber hinaus wird auch die automobile Expertise der lokalen FERCHAU-Niederlas­sungen in das Kompetenz­profil des neuen Geschäfts­be­reichs eingebunden: „FERCHAU hat unterneh­mens­weit für jedes Thema die passenden Spezialisten an Bord. Dazu haben wir Kapazitäten in unseren Projektflä­chen und Technischen Büros und wir können auf die Ressourcen freier Spezialisten zugreifen. Dieses Potenzial werden wir im Sinne eines effizienten Networkings nutzen.” Das sieht auch Frank Ferchau so: „Wir, und mit uns unsere Kunden, wollen vom Transfer­wissen über regionale Grenzen hinweg profitieren. Um im automobilen ,Markt der Möglichkeiten’ die richtigen Antworten zu geben, ist überregio­nale Vernetzung, Austausch und Zusammen­ar­beit entschei­dend für den Erfolg. Darauf setzen wir.”

Neben den Kunden profitieren auch FERCHAU-Mitarbeiter von den vielfältigen Chancen und Möglichkeiten, die ihnen der Geschäfts­be­reich Automotive mit seiner fachlichen Speziali­sie­rung bietet. Schließlich können sie hier die derzeitige Mobilitäts­re­vo­lu­tion in spannenden Projekten und als Mitglied von interdis­zi­pli­nären Teams aktiv mitgestalten. Damit verbunden sind attraktive Karriere­per­spek­tiven in Form von Projektlei­tungen, Fachteam­lei­tungen etc. – zunehmend mit Fach- und Personal­ver­ant­wor­tung. Aber auch in der Zusammen­ar­beit mit dem Hochschul­be­reich bieten sich zahlreiche neue Anknüpfungs­punkte. Beispiels­weise über Praktika, Werksstu­denten-Tätigkeiten sowie über die Vergabe von Diplomar­beiten. Für Christian Rudolph jedenfalls steht fest: „Bei FERCHAU bewegt sich eine ganze Menge – auch und gerade im Mobilitäts­be­reich …”

Möchten Sie mehr über den FERCHAU-Geschäfts­be­reich Automotive, seine Aufgaben und Leistungen erfahren? Dann informieren Sie sich unter: ferchau.com/go/automotive

Machen Sie sich außerdem ein Bild von unserer spannenden Imagekam­pagne unter: ferchau.com/go/zukunft