Screenshot der Website des Geschäftsbereich AUTOMOTIVE
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FERCHAU-Geschäftsbereich AUTOMOTIVE

Kompetenzbündelung für die Mobilität der Zukunft

Lesezeit ca.: 4 Minuten

Franz Jonen

freier Journalist

Mit der Etablierung des neuen Geschäftsbereichs Automotive verstärkt FERCHAU seine Aktivitäten in der ganzheitlichen Fahrzeugentwicklung. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Thema Digitalisierung, wie der geschäftsführende Gesellschafter Frank Ferchau und Geschäftsbereichsleiter Christian Rudolph gemeinsam betonen.

26. Juni 2017

„Wir sind schon immer sehr erfolgreich in der Automobilbranche tätig, sowohl bei den Fahrzeugherstellern als auch im Zuliefererumfeld”, konstatiert Frank Ferchau. „Dass wir jetzt unsere Aktivitäten in einem eigenen Geschäftsbereich bündeln, ist dem tief greifenden Wandel in der Branche hin zu ganzheitlichen Mobilitätskonzepten und der rasant zunehmenden Digitalisierung geschuldet.” Zumal sich daraus neue Innovationsfelder und Aufgaben ergeben, wie Geschäftsbereichsleiter Christian Rudolph ergänzt: „Das Spektrum reicht von der Gesamtfahrzeugentwicklung bis hin zu Infrastrukturthemen.“ Ein klassisches Beispiel ist für ihn die E-Mobilität, „wo es nicht nur um Antriebe und Akkus, sondern auch um Ladephilosophien und eine nachhaltige Verwendung der Energiespeicher geht”. Nicht zu vergessen: Bezahl- und Abrechnungssysteme inklusive der geschützten Übermittlung großer Datenmengen im automobilen Umfeld. „Das alles sind Themen, die die Branche auf dem Schirm hat und bei der wir unsere Stärken in der Verzahnung von Engineering und IT einbringen. Das verdeutlicht auch unsere aktuelle Imagekampagne Automotive meets IT: Wir sehen uns in der Zukunft.”

Mehr Projektverantwortung

Bei der Umsetzung ganzheitlicher Mobilitätskonzepte konzentriert sich der Geschäftsbereich Automotive schwerpunktmäßig auf die Themenfelder E-Mobilität, autonomes Fahren, Komfort, Connectivity und Security. Dabei geht es um Embedded-Softwareentwicklung ebenso wie um Konzepte der Interaktion von Mensch und Maschine (HMI) sowie um die sichere Übertragung und Verarbeitung großer Datenmengen in Echtzeit. Und das nicht nur im Rahmen von Engineering Support beim Kunden. Im Fokus steht vielmehr die verstärkte Übernahme von Verantwortung im Produktentstehungsprozess – in Form von Workpackages, die auf werkvertraglicher Basis inhouse abgearbeitet werden. „Dafür sind eine spezialisierte Organisation und Strukturen erforderlich, die es ermöglichen, Kompetenzen zu bündeln. Daher haben wir intensiv in Projektflächen, Experten und eine aufwendige Technik investiert.”

Als Ergebnis verfügt der Geschäftsbereich mit München, Ingolstadt und Stuttgart (demnächst auch Weissach) über automobile Kompetenzzentren, die jeweils mit eigenem Werkstatt- und Versuchsbereich ausgestattet sind. Warum das so ist, verdeutlicht Christian Rudolph an einem Beispiel: „Einer unserer Tätigkeitsschwerpunkte ist das autonome Fahren, in erster Linie ein Softwarethema. Da geht es vorrangig um die Programmierung und funktionale Sicherung neuer Funktionen, etwa bei Frontschutz, Spurhaltesystemen etc. Je höher aber das Level der Automatisierung, desto umfassender müssen diese Funktionen getestet und abgesichert wer-den. Das ist ein mehrstufiger Prozess, bei dem unter anderem in unseren Werkstattbereichen Fahrzeuge für den Prototypbetrieb aufgebaut, modifiziert und für den Testbetrieb vorbereitet werden.”

Primäres Ziel ist es jedoch nicht, Kompetenzen zu duplizieren, um sie an allen Standorten vorzuhalten, sondern standortspezifisch Kompetenzen zu bündeln und sie einer überregionalen Nutzung zuzuführen. Oder wie es Frank Ferchau ausdrückt: „Der Markt fragt zunehmend Leistungen ab, die mit hohen Investitionen in die technische Ausstattung verbunden sind. Diese werden wir durch eine bundesweite Nutzung absichern.” Ein Beispiel dafür sind hoch-gerüstete Energieprüfstände, die in Kürze im Kompetenzzentrum München-Automotive in Betrieb gehen und unter anderem für Tests bei Energiespeichern eingesetzt werden. Christian Rudolph: „Diese Tätigkeit führen wir derzeit als Betreibermodell bei einem Fahrzeughersteller vor Ort durch. Demnächst kann jeder Kunde, der Elektro- und Hybridfahrzeuge entwickelt, in unserem Kompetenzzentrum entsprechende Prüfungen beauftragen.”

Überregionale Vernetzung

Darüber hinaus wird auch die automobile Expertise der lokalen FERCHAU-Niederlassungen in das Kompetenzprofil des neuen Geschäftsbereichs eingebunden: „FERCHAU hat unternehmensweit für jedes Thema die passenden Spezialisten an Bord. Dazu haben wir Kapazitäten in unseren Projektflächen und Technischen Büros und wir können auf die Ressourcen freier Spezialisten zugreifen. Dieses Potenzial werden wir im Sinne eines effizienten Networkings nutzen.” Das sieht auch Frank Ferchau so: „Wir, und mit uns unsere Kunden, wollen vom Transferwissen über regionale Grenzen hinweg profitieren. Um im automobilen ,Markt der Möglichkeiten’ die richtigen Antworten zu geben, ist überregionale Vernetzung, Austausch und Zusammenarbeit entscheidend für den Erfolg. Darauf setzen wir.”

Neben den Kunden profitieren auch FERCHAU-Mitarbeiter von den vielfältigen Chancen und Möglichkeiten, die ihnen der Geschäftsbereich Automotive mit seiner fachlichen Spezialisierung bietet. Schließlich können sie hier die derzeitige Mobilitätsrevolution in spannenden Projekten und als Mitglied von interdisziplinären Teams aktiv mitgestalten. Damit verbunden sind attraktive Karriereperspektiven in Form von Projektleitungen, Fachteamleitungen etc. – zunehmend mit Fach- und Personalverantwortung. Aber auch in der Zusammenarbeit mit dem Hochschulbereich bieten sich zahlreiche neue Anknüpfungspunkte. Beispielsweise über Praktika, Werksstudenten-Tätigkeiten sowie über die Vergabe von Diplomarbeiten. Für Christian Rudolph jedenfalls steht fest: „Bei FERCHAU bewegt sich eine ganze Menge – auch und gerade im Mobilitätsbereich …”

Möchten Sie mehr über den FERCHAU-Geschäftsbereich Automotive, seine Aufgaben und Leistungen erfahren? Dann informieren Sie sich unter: ferchau.com/go/automotive

Machen Sie sich außerdem ein Bild von unserer spannenden Imagekampagne unter: ferchau.com/go/zukunft