IAA 2017 Impressionen von der IAA
Technik

IAA 2017

Wo jeder Autofan ins Träumen gerät

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Philipp Erbe

Philipp Erbe

freier Journalist

Auf der 67. IAA in Frankfurt konnte man, getreu dem diesjährigen Motto, unter anderem die Zukunft der Automobilbranche erleben. Zusammen mit den Highlights, die die Gegenwart bereichern sollen, gab es für Autofans in den Messehallen jede Menge Gründe, ins Schwärmen zu kommen.

26. September 2017

200.000 Quadratmeter Fläche, fast 1.000 Aussteller und über 300 Innovationen. Allein die nackten Zahlen zeigen: Ein Besuch der IAA hat sich auch in diesem Jahr gelohnt. Ohne Frage: Kernthemen sind und bleiben das autonome Fahren, die Elektromobilität und die dazugehörige Digitalisierung. Autos werden grüner - und das ist auch gut so. Aber zweifelsohne üben auch Sportwagen mit aus ökologischer Sicht sicherlich zweifelhaften Leistungsdaten unter der Haube bis heute eine ganz besondere Faszination auf Autofans aus.

So auch das „Project One“ getaufte Hypercar von AMG, das wohl den leistungsstärksten Auftritt auf der IAA hinlegte: 1.000 PS, von 0 auf 200 in unter 6 Sekunden, 350 km/h Spitze, auf die Bühne gefahren von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. Blitzlichtgewitter garantiert. Allerdings: Nur 275 Exemplare des Supersportlers werden ab 2019 gebaut. Und die sind, trotz des stolzen Grundpreises von drei Millionen Euro, allesamt bereits vergriffen.

Richtig schön Retro wurde es hingegen auf dem Stand von VW. Mit dem I.D. Buzz wagt das Unternehmen einen großen Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft. Denn während die Formensprache an den legendären Ur-Bulli, den T1, erinnert, steckt in der Technik jede Menge Zukunft: Wenn der I.D. Buzz 2020 auf den Markt kommt, wird er rein elektrisch angetrieben und auch autonom fahren können.

Audi und Renault präsentierten auf der IAA die noch etwas fernere aber offenkundig sehr bequeme Zukunft der Automobilität. Denn bis Fahrzeuge tatsächlich komplett autonom fahren werden, wird noch eine Weile vergehen. Doch sowohl das Ingolstädter Modell Elaine als auch die Symbioz getaufte Studie der Franzosen, gewähren einen guten Blick in die Zukunft, wenn das Lenkrad bestenfalls im Bedarfsfall ausgefahren wird. Ansonsten herrscht im Inneren eher gemütlicher Lounge-Charakter.

Und auch die urbane Mobilität spielte auf der IAA eine wichtigere Rolle. Honda präsentierte sein Urban EV Concept und drängt damit in die Sparte, die auch Smart traditionell besetzt. Die Daimler-Tochter denkt dabei noch einen Schritt weiter, und will bis zum Ende des Jahrzehnts ein Car-Sharing-Konzept entwickeln, bei dem die aktuelle Studie Vision EQ als Elektrotaxi, das ganz ohne Fahrer auskommt, eine zentrale Rolle einnimmt.

Über die IAA

Die Internationale Automobil-Ausstellung – kurz IAA – fand in diesem Jahr bereits zum 67. Mal statt. Premiere feierte die Messe im Jahr 1897 im Berliner Hotel Bristol. Zu sehen gab es damals acht Fahrzeuge. Seit 1992 zeigen sich Pkw und Nutzfahrzeuge auf getrennten Messen: In geraden Jahren werden in Hannover die Trends Nutzfahrzeuge präsentiert, in ungeraden Jahren zeigt sich die restliche Automobilbranche in Frankfurt.