FERCHAU 2017Viele Themen haben FERCHAU in 2017 bewegt
UnternehmenFERCHAU 2017

Weichenstellung für Transparenz, Vielfalt und Vertrauen

Lesezeit ca.: 4 Minuten
Franz Jonen

Franz Jonen

freier Journalist

Keine halben Sachen: Nach dieser Devise stellte sich FERCHAU 2017 den Herausforderungen des reformierten Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) und vollzog einen in vielerlei Hinsicht tiefgreifenden Wandel.

18. Dezember 2017

Die Reform des AÜG und die aus der Novellierung resultierenden Anforderungen hielten 2017 die FERCHAU-Organisation in Atem. Denn es galt, die entscheidenden Impulse zu setzen und sich für die Bedürfnisse von Kunden und Mitarbeitern bestmöglich aufzustellen. Als Konsequenz daraus wurden eine Reihe zentraler Veränderungen realisiert, die vor allem einem Ziel dienten: die Weichen für Transparenz, Vielfalt und Vertrauen zu stellen.

Im Fokus standen dabei vor allem zwei zentrale Ereignisse: der Wechsel des Tarifvertrags sowie die DEKRA-Zertifizierung der FERCHAU-Abläufe zur rechtskonformen Abwicklung von Werk- und Dienstverträgen. Für Letztere wurden in einem umfassenden Projekt alle Tools, Regeln und Prozesse für die Umsetzung von Werk- und Dienstverträgen analysiert und neu strukturiert. Christoph Sedlmeir, Metropolleiter FERCHAU München und Projektleiter für die Neustrukturierung: „Wir haben uns für den großen Wurf entschieden und den Weg gewählt, unsere Prozesse so abzubilden und mit Tools zu unterstützen, dass alle potentiellen Fehler trockengelegt werden.”

Mehr Optionen für Equal Pay

Eine besondere Bedeutung hat der 2017 in die Wege geleitete und zum 1. Januar 2018 erfolgende Tarifvertragswechsel vom Haustarifvertrag mit der IG Metall zum Tarifvertrag des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister e. V. (BAP). Denn er ermöglicht es FERCHAU, Kunden im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung auch in Zukunft optimal zu unterstützen und sämtliche Modelle der Zusammenarbeit rechtssicher anbieten zu können.

Mit dem Tarifvertragswechsel kann FERCHAU beide im AÜG verankerten Equal Pay-Modelle anwenden: das gesetzliche Equal Pay nach neun Monaten, ebenso wie das sogenannte tarifliche Equal Pay nach 15 Monaten. Umgesetzt wird dieses durch unterschiedliche Branchenzuschläge zum BAP-Tarifvertrag. Welches Modell letztlich zur Anwendung kommt, entscheidet allein die Branchenzugehörigkeit des Kunden. Zur Sicherstellung der Rechtskonformität in der Arbeitnehmerüberlassung wurden sämtliche gesetzlichen und tariflichen Vorgaben und Informationen in einem eigens entwickelten Equal Pay-Modul in SAP implementiert. Durch die systematische Verarbeitung und Absicherung wird Rechtssicherheit in allen Tarifmodellen geboten.

Das neue Tarifwerk wirkt sich nach den Worten von Geschäftsführer Alexander Schulz jedoch nicht nur für Kunden, sondern auch für die Mitarbeiter positiv aus, denn: „Wir nehmen die vielfältigen und prägenden Regelungen aus dem bisherigen Haustarifvertrag, die uns und unserer Kultur wichtig sind, mit in die neue Welt.” FERCHAU büßt also auch in Zukunft nichts von seiner Arbeitgeberattraktivität ein.

Dass Deutschlands Marktführer für Engineering und IT einer der besten Arbeitgeber Deutschlands ist, bestätigte 2017 erneut die vom Nachrichtenmagazin FOCUS, gemeinsam mit kununu und XING durchgeführte gleichnamige Studie. Die damit verbundene Auszeichnung zum „Top-Arbeitgeber” wurde und wird durch einen entsprechenden hohen Score beim unabhängigen Arbeitgeberbewertungsportal kununu untermauert. Eine bemerkenswerte Auszeichnung erhielt im zu Ende gehenden Jahr aber auch der auf Luft- und Raumfahrt spezialisierte FERCHAU-Geschäftsbereich AVIATION: Er wurde von Airbus als „Supplier of the Year” in der Kategorie „Innovative and Proactive“ geehrt. Mit dem Award würdigt Airbus die hervorragende Leistung des Unternehmens im Bereich der Flügelentwicklung. Ein Ingenieurteam unter der Leitung von Richard Parker, Operations Director FERCHAU UK, leistet Unterstützung bei der Optimierung der hochkomplexen Tragflächen des Airbus A350XWB.

Symbiosen von IT und Mobilität

Quasi auf Erfolg programmiert war 2017 der neu gegründete FERCHAU-Geschäftsbereich AUTOMOTIVE. Zumal er im Zuge der zunehmenden Elektrifizierung und Digitalisierung auf eine verstärkte Vernetzung von automobilem Engineering und IT setzt. Das unterstrich auch die viel beachtete Kampagne: "Automotive meets IT: Wir sehen uns in der Zukunft" . Im Zuge der Fokussierung auf eine ganzheitliche und interdisziplinäre Fahrzeugentwicklung wurde mit Stuttgart AUTOMOTIVE zudem ein weiterer Standort mit Werkstatt- und Versuchsbereich eröffnet. Neben klassischen Aufgaben für einen renommierten ortsansässigen Hersteller, rücken dort zunehmend Projekte in Innovationsfeldern wie autonomes Fahren, Connectivity und Elektromobilität in den Mittelpunkt.

Um die enge Verzahnung von IT und Mobilität geht es auch bei der Neuauflage des spektakulär interdisziplinären FERCHAU-Kunstwettbewerbs ART OF ENGINEERING. Noch bis 7. Januar 2018 haben Teilnehmer die Chance, mit einem herausragenden Beitrag zum Thema "binär.bewegt – Symbiosen von IT und Mobilität" für Furore zu sorgen und ein lukratives Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro zu gewinnen. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine hochkarätige Jury aus Forschung und Kunst, den Medien und dem Hochschulbereich.