Image: Bei Kompetenzen aufs Gas gedrücktFERCHAUFERCHAUGeschäftsbereich AUTOMOTIVE – viel Know-how für die Fahrzeugentwicklung
UnternehmenGeschäftsbereich AUTOMOTIVE

Bei Kompe­tenzen aufs Gas gedrückt

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Franz Jonen

Franz Jonen

freier Journalist

Vorfahrt für Kompetenz: In der Automobil­branche konnte FERCHAU mit seinem Geschäfts­be­reich AUTOMOTIVE in 2017 einen Gang höher schalten und sein Projektge­schäft spürbar ausweiten. Aktuell gehen für Deutschlands Automobil­her­steller mehr als 1.500 Mitarbeiter an den Start. Der Automobil-Umsatz 2017 beläuft sich auf beachtliche 130 Mio. Euro.

26. Februar 2018

Für Christian Rudolph, Geschäfts­be­reichs­leiter AUTOMOTIVE, ist es eine klare Sache:

Überall dort, wo es schwerpunkt­mäßig um Fahrzeug­ent­wick­lung geht, bietet das Kompetenz­ge­schäft FERCHAU großes Potential. Das trifft beispiels­weise für unsere Automotive-Standorte München, Ingolstadt, Stuttgart, Wolfsburg und die jüngste Neueröff­nung Heimsheim bei Weissach zu.

„In diesen Zentren der Automobil­in­dus­trie”, ergänzt der geschäfts­füh­rende Gesellschafter Frank Ferchau, „haben wir speziali­sierte Niederlas­sungen mit großen Projektflä­chen, Werkstätten und Testumge­bungen gegründet. Damit sind die Vorausset­zungen geschaffen, um in unseren Räumlich­keiten komplexe Entwicklungs­pro­jekte, Komponen­ten­tests und Gesamtfahr­zeug­pro­jekte rechtssi­cher zu bearbeiten.” Eine Know-how fokussierte Ergänzung des starken AÜ-Standbeins. Von den standort­spe­zi­fi­schen Kompetenzen an den Hot Spots der automobilen Entwicklung profitieren nicht nur führende Fahrzeug­her­steller, sondern auch Systemlie­fe­ranten. Beispiels­weise was die boomenden Car-IT-Themen betrifft. Damit diese Entwicklung auch strukturell gestützt wird, soll der Geschäfts­be­reich 2018 in eine eigene Organisa­tion überführt werden.

Rückenwind durch Digitali­sie­rung

Wie vielschichtig und innovativ das Tätigkeits­spek­trum des Geschäfts­be­reichs AUTOMOTIVE ist, zeigt ein Blick auf Projekte der jüngsten Zeit. So treibt eine Projektgruppe von München AUTOMOTIVE im Auftrag eines Automobil­her­stel­lers den Aufbau der europaweiten Lade-infrastruktur für Elektroautos voran. Dabei geht es u. a. um das Schnellladen an Verkehrs­achsen und in Metropolen für die Langstre­cken­be­fä­hi­gung. Die Unfallver­mei­dung ist dagegen Thema bei einem Projekt der Niederlas­sung Ingolstadt AUTOMOTIVE. Hier sichert ein Erprobungs­team für einen Fahrzeug­her­steller die Weiterent­wick­lung vorausschau­ender Sicherheits­funk­tionen im realen Umfeld sowie auf Prüfgeländen europaweit ab. In der Niederlas­sung Stuttgart AUTOMOTIVE sind Ingenieure im Bereich Connectivity bei der Steuerge­räte-Funktions­prü­fung involviert. Dabei testen sie unter anderem die Kommunika­ti­ons­funk­tio­na­lität einer App mit dem Steuergerät, erarbeiten Lösungen für die Code-Freigabe und steuern die Ethernet-Absicherungen.

Nur drei Beispiele von vielen, denn: „Rund um das Automobil – und die Mobilität von morgen – eröffnen sich für uns zahlreiche Betätigungs­felder und Anknüpfungs­punkte”, weiß Christian Rudolph. „Das Spektrum reicht von der Gesamtfahr­zeug­ent­wick­lung bis zu Infrastruk­tur­themen.” Schwerpunkte sind alternative Antriebs­kon­zepte, autonomes Fahren und Connectivity. „Besonders die Digitali­sie­rung und die ganzheit­liche Betrachtung der Mobilität geben uns ordentlich Rückenwind”, konstatiert der Geschäfts­be­reichs­leiter.

Absicherung eines höheren Automati­sie­rungs­grades

Die Werkstätten der Automotive-Niederlas­sungen spielen bei alldem eine wichtige Rolle. Christian Rudolph nennt ein Beispiel: „Einer unserer Tätigkeits­schwer­punkte ist das autonome Fahren, in erster Linie ein Software­thema. Da geht es vorrangig um die Programmie­rung und funktionale Sicherung neuer Funktionen, etwa bei Frontschutz, Spurhalte­sys­temen etc. Je höher aber das Level der Automati­sie­rung, desto umfassender müssen diese Funktionen getestet und abgesichert werden. Das ist ein mehrstufiger Prozess, bei dem unter anderem in unseren Werkstatt­be­rei­chen Fahrzeuge für den Prototyp­be­trieb aufgebaut, modifiziert und für den Testbetrieb vorbereitet werden.” In der E-Mobilität sind außerdem Prüfstände für Energiespei­cher gefragt: „Wir wollen auch dieses Geschäfts­feld ausweiten und die Chancen ergreifen, die uns der Markt für diese Art Themen im komplexen Werkvertrag bietet.”

Mit dem Kompetenz­ge­schäft seiner speziali­sierten Niederlas­sungen ergänzt der Geschäfts­be­reich AUTOMOTIVE, wie bereits erwähnt, die gezielte Projektun­ter­stüt­zung durch FERCHAU-Fachkräfte und Spezialisten. „Die meisten Produkti­ons­stand­orte der Automobil­her­steller werden ja weiterhin durch unsere Classic-Organisa­tion betreut”, verdeutlicht Christian Rudolph. „Unsere Automobil­kunden erwarten jedoch, dass große Engineering-Dienstleister wie FERCHAU in allen Zusammen­ar­beits­mo­dellen sowie übergrei­fend aktiv sind.” Oder wie es Frank Ferchau ausdrückt: „Wir, und mit uns unsere Kunden, wollen vom Transfer­wissen über regionale Grenzen hinweg profitieren. Um im automobilen Markt der Möglichkeiten die richtigen Antworten zu geben, ist überregio­nale Vernetzung, Austausch und Zusammen­ar­beit entschei­dend für den Erfolg. Darauf setzen wir.”