Image: EX UNDA II – Faszination WelleFERCHAUFERCHAUAlice Strunkmann-Meister präsentierte beim ART OF ENGINEERING ihr Werk „EX UNDA II“
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EX UNDA II – Faszi­na­tion Welle

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Philipp Erbe

Philipp Erbe

Editorial & Content Manager

Die drei Preisträger des interdis­zi­pli­nären FERCHAU-Kunstwett­be­werbs ART OF ENGINEERING stehen fest, der Sieger wird am 23. April auf der Hannover Messe bekannt gegeben. Wir stellen alle zwölf Finalisten vor, die ihre Einreichungen zum Thema „binär.bewegt“ präsentieren durften. Mit EX UNDA II will Alice Strunkmann-Meister ein Naturphä­nomen sichtbar machen.

27. März 2018

„Die Welle als auf den Meeren sichtbares und in Schall und Licht unsichtbares Naturphä­nomen hat für mich etwas Magisches. Sie wirkt beruhigend, meditativ, fast hypnotisch“, so Alice Strunkmann-Meister, die 2017 den Masterstu­di­en­gang Interaktive Mediensys­teme an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Augsburg abschloss. „Gleichzeitig ist die Welle als Form betrachtet für mich auch ein permanenter, fließender Wechsel zwischen zwei extremen Zuständen, der sich vielerorts in der Natur wiederfindet, etwa beim Einatmen und Ausatmen oder beim Beschleu­nigen und Entschleu­nigen.“

Die gleichmä­ßige Rhythmik der Wellenbe­we­gung, aber auch die faszinie­renden Muster, die sich durch die Interferenzen genannten Überschnei­dungen und Überlage­rungen von Wellen ergeben, will Alice Strunkmann-Meister mit EX UNDA II in konzentrierter und leicht nachzuvoll­zie­hender Form erlebbar machen. Dazu wird eine von oben beleuchtete Wasserschale über einen motorisierten Seilzug auf und ab bewegt. Die Schwingungen des Motors übertragen sich über Seil, Halterung und Glas auf das sich darin befindliche Wasser. Die so entstehenden Wellen- und Interferenz­muster werden über einen Umlenkspiegel an die Wand projiziert und als sich ständig erneuerndes Gebilde sichtbar.

„Die Natur ist voll von faszinie­renden Schauspielen, die uns Menschen im Alltag aber meist verborgen bleiben. Indem ich das eigentlich Unsichtbare visualisiere, mache ich es dem Betrachter begreifbar, erweitere seine Sichtweise. Gleiches könnte an mancher Stelle auch der digitalen Welt gut tun. Auch hier bleiben uns Menschen viele Abläufe verborgen. Würden diese transparenter und damit sichtbarer und besser begreifbar gemacht, würden möglicher­weise mehr Menschen den technischen und digitalen Neuerungen nicht mit der oftmals vorhandenen Skepsis, sondern mit größerer Neugier begegnen.“