Image: Industrie 4.0 bringt revolutionäre VeränderungenFERCHAUFERCHAUDigitalkompetenz - Schlüssel zum Erfolg von Industrie 4.0 | spainter_vfx
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Indus­trie 4.0 bringt revo­lu­tio­näre Verän­de­rungen

Lesezeit ca.: 4 Minuten
Simone Blaschke

Simone Blaschke

freie Journalistin

Vernetzte Welt, intelligente Maschinen, enge Verzahnung von Prozessen - Industrie 4.0 ist nicht aufzuhalten und nimmt weiter Fahrt auf. Vor allem bietet sie demjenigen eine einmalige Chance, der sie als solche begreift.

28. Mai 2018

Industrie 4.0: Schon länger steht der Begriff in großen Lettern als Aushänge­schild über der Engineering- und IT-Branche. „Ich bin überzeugt, dass dabei genau diejenigen, die für Innovationen bereit sind und sie konsequent umsetzen, die Nase vorne haben“, sagt Jan Baudisch, Leiter Geschäfts­feld IT bei FERCHAU.

Dem Innovati­ons­in­di­kator 2017 von BDI und acatech (Deutsche Akademie der Technikwis­sen­schaften) zufolge belegt Deutschland im weltweiten Vergleich Rang 4 und zählt damit zu den innovati­ons­stärksten Ländern der Welt (Rang 1: Schweiz). Betrachtet man allerdings Teilbereiche und hier vor allem den Stand der Digitali­sie­rung, fällt Deutschland in der gleichen Studie auf Platz 17 ab. Die Digitalkom­pe­tenz zu stärken, ist also der Schlüssel zum Erfolg von Industrie 4.0.

Digitale Kommunika­tion und neue Berufsbilder

Immer mehr Software übernimmt die Interaktion zwischen Maschinen und Produkten, gekoppelt mit innovativer Logistik. Durch vernetzte Abläufe und permanente Datensamm­lung in Echtzeit schrumpfen überflüs­sige Prozesse wie Lagerhal­tung und damit verbundene Kosten bei gleichzei­tiger Steigerung der intelligenten Produkti­vität. Anders gesagt: Je konkreter das Wissen über die Vielzahl der Prozesse in der Produktion, desto bedarfsori­en­tierter und kostenef­fi­zi­enter kann produziert werden. „Alles ist im Fluss“, bezeichnet Jan Baudisch diese Entwicklung zur sogenannten Smart Factory, in deren Folge auch neue Berufsbilder entstehen: „Den klassischen Beruf des Ingenieurs wird es in Zukunft nicht mehr geben, vielmehr wird er stärker interdis­zi­plinär arbeiten und sein Wissen mit anderen Experten aus Fachberei­chen wie Maschinenbau, Elektro-, IT- und Kommunika­ti­ons­technik über ein plattform­ba­siertes Geschäfts­mo­dell zusammen­bringen.“

Partnerschaften und Digitalkom­pe­tenz

Damit Firmen nicht den Anschluss an die weitgrei­fenden Veränderungen von Industrie 4.0 verpassen, sind enge Partnerschaften mit speziali­sierten Unternehmen wie FERCHAU notwendig. Experten auf dem Gebiet von Engineering und IT begleiten über einen definierten Zeitraum, die Dauer eines Projektes oder auch nur punktuell die Transfor­ma­tion zur Smart Factory. Im Vorfeld abgefragte Anforderungen und eingehende Beratung ergeben ein Gesamtbild mit der Aussage, ob es im jeweiligen Fall eher Sinn macht, einen passenden Freelancer zur Verfügung zu stellen oder besser gleich einen geeigneten Mitarbeiter in Festanstel­lung auszuwählen. Insofern kann FERCHAU das Recruiting, aber auch komplett ausgelagerte Projekte in Form von Werkverträgen übernehmen und neue Prozesse im Auftrags­un­ter­nehmen implemen­tieren. Bereits heute werden 30 Prozent des Gesamtum­satzes im Geschäfts­feld IT generiert und an zahlreichen Niederlas­sungen steht Industrie 4.0 Know-How zur Verfügung.

Robotik und Vernetzung treiben Automati­sie­rung voran

Wenn es darum geht, Informations-, Kommunika­tions- und Fertigungs­tech­no­lo­gien zu verschmelzen, ordnet IT-Geschäfts­feld-Leiter Jan Baudisch deutsche Unternehmen weit vorne ein. Mit dem Wissen, intelligente, sich selbst organisie­rende Fabriken zu kreieren und weiterzu­ent­wi­ckeln, steht Deutschland somit in einer guten Position. Nachholbe­darf sieht er vor allem bei der Entwicklung von Internet­platt­formen und darauf aufbauenden digitalen Geschäfts­mo­dellen:

Auf diesem Gebiet hinkt Deutschland anderen Nationen wie den USA noch hinterher. Ob Produzent, Zulieferer oder Dienstleister, wenn alle Beteiligten die fortschrei­tende Digitali­sie­rung und damit verbundene Automati­sie­rung als einmalige Chance begreifen, neues Terrain zu entdecken und seine innovative Duftmarke zu setzen, ist die Ausgangs­po­si­tion für alle gleich, vom kleinen Startup bis zum Global Player.

Autonome Systeme und selbstfah­rende Maschinen

Selbstfah­rende Staubsauger, Pizzaroboter oder Autos, die selbstständig einparken, erobern bereits den Markt. Anwendungs­of­fene Maschinen, die individu­elle Produktei­gen­schaften erkennen und verarbeiten, automati­sierte Wartungs­sys­teme oder Lagerver­wal­tung gibt es schon heute. Doch das ist nur der Anfang einer flächende­ckenden industri­ellen Veränderung. Die gute Nachricht: Industrie 4.0 bietet Chancengleich­heit für alle, die heute innovative Ideen auf dem Kasten haben.

Startups in der Pole Position

Immer mehr Startups stellen gegenüber den großen, etablierten Unternehmen im Bereich Industrie 4.0 eine ernstzuneh­mende, weil innovati­ons­starke Konkurrenz dar. Beispiel „Predictive Maintenance“, also vorausschau­ende Wartung von Maschinen, die mit Sensoren aufgerüstet werden, um Ultraschall­ge­räu­sche sowie Vibrationen aufzunehmen. Die Daten werden in der Cloud verarbeitet und mit perfekt funktionie­renden Maschinen verglichen. Was heute erst partiell geschieht, wird künftig als 24/7-Monitoring Standard sein und durch künstliche Intelligenz unterstützt. Dafür entwickelte Algorithmen und Technolo­gien, also das gesamte Monitoring rund um die Maschinen und weniger die Maschine selbst treten in den Vordergrund.

Wenn Industrie 4.0 flächende­ckende Dimensionen in wirtschaft­li­cher, beruflicher und gesellschafts­po­li­ti­scher Hinsicht annimmt, ist das die eigentliche Revolution.