Image: Die FERCHAU AVIATION Group präsentiert sich auf der AIX 2019FERCHAUFERCHAUDie FERCHAU AVIATION Group präsentiert ihre Engineering-Expertise für die Luftfahrt auf der AIX
UnternehmenSponsor des Crystal Cabin Awards

Die FERCHAU AVIA­TION Group präsen­tiert sich auf der AIX 2019

Lesezeit ca.: 4 Minuten
Hans-Jörg Munke

Hans-Jörg Munke

freier Journalist

Vom 2. bis 4. April 2019 werden über als 1.200 Einkäufer von Fluggesell­schaften und mehr als 14.000 Entscheider aus der Luftfahrt zur Aircraft Interiors Expo (AIX) nach Hamburg reisen. Für die weltweit wichtigste Messe für Kabinenin­te­ri­eurs, Inflight Entertain­ment und Passagier­kom­fort ist es in diesem Jahr die 20. Auflage. Auch die FERCHAU AVIATION Group präsentiert ihre Kompetenzen – und engagiert sich zudem als Sponsor der begehrten Branchen­aus­zeich­nungen.

21. März 2019


Die Relevanz der Aircraft Interiors Expo (AIX) für die Luftfahrt­branche ist ungebrochen. Das zeigt sich daran, dass auch im 20. Jahr der AIX mehr als 50 Erstaussteller auf der Messe vertreten sein werden. Seit vielen Jahren auf dem Hamburger Event regelmäßig vertreten ist hingegen die FERCHAU AVIATION Group. Die Luftfahrt-Experten stellen ihr Know-how als end-to-end-Engineering-Dienstleister in diesem Jahr am Stand 6E90 A vor und veranschau­li­chen ihre Expertise mit dem Demonstrator eines Notausgang-Simulators.

Zu den besonderen Highlights der AIX zählt die Vergabe der Crystal Cabin Awards. Der begehrte Branchen­preis wird in insgesamt acht Kategorien verliehen und zeichnet besonders innovative Produkte und Konzepte im Bereich der Flugzeug­ka­bine aus. Mit einem Sponsoring unterstützt die FERCHAU AVIATION Group den Crystal Cabin Award, dessen Gewinner am 2. April gekürt werden. Insgesamt können sich 24 Finalisten Hoffnung machen. Ihre Einreichungen zeigen in Besonderem Maße, in welche Richtung sich das Interieur der Kabine in Zukunft entwickeln wird.

Crystal Cabin Awards – die Highlights

„Das Thema Bordunter­hal­tung und Konnekti­vität gewinnt zunehmend an Bedeutung“, sagt Julia Grosser, Managerin Marketing and Communica­tions bei Hamburg Aviation e.V. Insbeson­dere die Internet­an­bin­dung in Flugzeugen werde schneller und leistungs­fä­higer. Global Eagle, ein amerikani­sches Unternehmen, zeigt mit dem Low-Earth Orbit Satellite das Konzept eines Satelliten Netzwerks, das in niedriger Höhe im All schwebt und seine ebenfalls fliegenden Empfänger mit extraschnellem Breitband-Internet versorgt. Und das auch in Regionen, wie etwa im Polarbereich, in denen die Verbindung bislang oft noch abreißt.

Endgeräte der Passagiere im Fokus

Da immer mehr Passagiere während des Fluges ihre eignen Endgeräte benutzen, werden immer bessere Schnittstellen zu bestehenden Bordunter­hal­tungs­sys­temen entwickelt. Dabei geht es beispiels­weise um personali­sierte Multimedi­a­er­leb­nisse. „Die persönli­chen Einstellungen werden damit von einem Flug zum nächsten gespeichert. Man steigt ein, schaltet das Inflight-Entertain­ment an und kann dort weitergu­cken, wo man nach der letzten Landung aufgehört hat“, sagt Julia Grosser.

Auch rund um das Thema Barriere­frei­heit drehen sich zahlreiche Neuentwick­lungen. United Airlines etwa möchte mit dem System „Entertain­ment for all“ Menschen, die schlechter sehen können oder eine eingeschränkte Mobilität haben, die Möglichkeit geben, mit größeren Anzeigen oder Spracher­ken­nung Geräte selbstständig zu bedienen.

Doch auch jenseits der Unterhal­tungs­elek­tronik warten die Aussteller mit Innovativem auf. Airbus etwa will mit den Lower Deck Pax Experience Modules neue Nutzungs­mög­lich­keiten für den Bereich unterhalb der Kabine erschließen. In den heutigen Cargo-Bereich könnten zukünftig Lounge- oder Ruheabteile für Passagiere der Economy Class integriert werden, um die Reise auf Ultralang­stre­cken deutlich angenehmer zu gestalten.

Hightech plus Komfort

Virtuelle Fenster, die in innenlie­genden First Class-Kabinen ein Live-Bild der Umgebung zeigen, sind Teil einer Suite, die Emirates für eine Boeing 777 als Wettbewerbs­bei­trag für den Crystal Cabin Award eingereicht hat. Die sogenannten First Class Fully Enclosed Suites sind komplett abgeschlos­sene Räume für First Class Passagiere. Um eine Privatjet-Atmosphäre anbieten zu können gibt es zusätzlich eine Videoschal­tung zur Crew und ein diskretes Fenster in der Tür integriert, durch das beispiels­weise das Catering hineinge­reicht werden kann. 

Der Hersteller Safran zeigt eine Essential Business Class, die den Schwerpunkt auf Nachhaltig­keit legt. Der Sitz verzichtet auf eine aufwendige schwere Mechanik und arbeitet stattdessen mit hydraulisch anpassbaren Polsterformen. Damit werden bis zu 25 Prozent Gewicht gegenüber einem normalen Business Class Sitz gespart. Passagiere dürfen sich zudem über 20 Prozent mehr Platz freuen. 

Effizienz im Fokus

Für bestmögliche Raumnutzung sorgt eine Idee von Collins Aerospace. Der Popup-Shop Flex Duet – ein System aus Schrankmo­dulen – wird während des Fluges wie eine Schranktür vor die Flugzeugtür geklappt. Passagiere könnten sich so selbst mit Getränken und Zeitschriften versorgen. Im Notfall ließe sich das System schnell zur Seite klappen. Airbus möchte den Platz an den Notausgängen mit einer Reihe X-Trend Seats nutzen, bei dem das Sitzkissen beim Aufstehen teilweise nach unten wegklappt.

„Man kann die Innovationen unter mehr Passagier­kom­fort bei immer höherer Effizienz zusammen­fas­sen“, so Grosser. Es gebe zudem viele kleinere Verbesse­rungen, wie etwa neue Leselampen, die im Rahmen der regelmäßigen Modernisie­rungen des Kabinen-Interieurs, den sogenannten Retrofits, sehr schnell Einzug bei den Airlines finden und den Passagieren zeitnah zugutekommen könnten.

Parallel zur Aircraft Interiors Expo wird die World Travel and Catering Expo WTCE mit mehr als 350 internatio­nalen Anbietern auf dem Hamburger Messegelände stattfinden. Dort dreht sich alles um das Thema Catering, eine weitere wichtige Seite des Themas Passagier­kom­fort. Die Passenger Technology Solutions als Fachmesse für luftfahrt­be­zo­gene IT-Dienstleis­tungen und die Passenger Experience Conference (PEC) runden das Branchen­treffen an der Elbe ab.