FERCHAU-Mitarbeiter Jan André Bünning
Jan André Bünning

Den „Knäu­el­sta­tus“ über­winden

Jan André Bünning ist ein echter Teamplayer. Im Beruf leitet der Projektkoordinator ein 25-köpfiges Team von Maschinenbauern und Technischen Zeichnern, in seiner Freizeit widmet er sich einer bisweilen noch anspruchsvolleren Aufgabe: Als Fußballtrainer versucht er, seiner F-Jugend die ersten wichtigen Techniken am Ball zu vermitteln – mit kleinen Erfolgen und vor allem jeder Menge Spaß.

Irgendwo in diesem Haufen aus Beinchen und Trikots muss ein Ball sein, doch für den ungeübten Zuschauer ist er kaum zu erkennen. Ein Pfiff schallt über den Platz, aus dem Knäuel tauchen mehrere fragende Gesichter auf. „Das üben wir dann noch mal“, sagt Jan André Bünning und pickt den Ball zwischen den sieben- bis achtjährigen Kindern heraus, die gerade ihre Beine auseinanderknoten. „Fußballtraining in diesem Alter hat natürlich wenig mit dem Training bei Erwachsenen zu tun, es ist eher eine Spielstunde. Aber es gibt schon Übungen, um erste Spielzüge zu erlernen.

Zweimal in der Woche steht Bünning als Trainer auf dem Fußballplatz des TS-Schenefeld. Auf dem Programm stehen Passspiel, Torschussübungen und Dribbeln. „Von kleinen Kindern kennt man es ja, dass einfach alle auf den Ball zustürmen und irgendwie schießen wollen. Diesen ,Knäuelstatus‘ versuchen wir zu überwinden.“ Mit Erfolg. Denn in seiner kurzen Zeit als Trainer kann der studierte Maschinenbauer schon deutliche Fortschritte bei seinen Zöglingen beobachten. „Das ist natürlich ein tolles Gefühl, wenn man dann im Spiel am Wochenende sieht, dass die Kleinen das, was man geübt hat, wirklich umsetzen. Sie laufen sich plötzlich frei oder spielen auch mal ab. Und wenn sie gewinnen, ist der Jubel natürlich besonders groß.“

Nachdem er ins Trainerdasein eher „reingerutscht“ ist, will Jan André Bünning nun bald seinen Trainerschein machen, um sich noch besser auf die Möglichkeiten und Herausforderungen des Trainings einstellen zu können. „Meine Berufserfahrung hilft mir aber auch ein bisschen“, sagt er. Als fachlicher Vorgesetzter ist der Projektkoordinator für etwa 25 Leute verantwortlich. „Da muss man sich auf die unterschiedlichen Charaktere und Fähigkeiten einstellen und ein Gefühl für das Team bekommen, eigentlich ganz ähnlich wie bei einer Fußballmannschaft.“

Bünning lässt aber nicht nur seine Kids schwitzen, sondern geht auch selbst regelmäßig zum Training. In seinem Altherrenteam ist der 35-Jährige der Jüngste und spielt daher im offensiven Mittelfeld – leider ein verletzungsgefährdeter Bereich. „In letzter Zeit habe ich öfter mal etwas abbekommen, aber ich fange immer wieder an. Ohne Fußball geht es nicht.“ Insofern wird er auch seine Nachwuchsfußballer so lang wie möglich begleiten. „Natürlich ist es mit den Kleinen lustig, aber ich freue mich besonders darauf, sie Stück für Stück weiterzubringen und zu beobachten, wie sie schließlich richtige Fußballer werden.“