FERCHAU-Mitarbeiter Sebastian Wudy
Sebastian Wudy

Ein Flug­zeugfan bei BMW

Wenn er am Himmel ein Flugzeug sieht, ruft der dreijährige Moritz treffsicher „Hubschrauber“. Vater Sebastian Wudy sieht’s gelassen, Hauptsache, die Begeisterung stimmt schon mal. Den Rest wird er ihm schon beibringen, denn mit Flugzeugen kennt sich der 33-Jährige aus – dabei hat er in seinem Job täglich mit Autos zu tun.

Langsam rollt der große Airbus 380 über die Startbahn. Kurz hält er an, fast so, als wollte er sich die Aufmerksamkeit aller Zuschauer sichern, dann stürmt er los und schießt schließlich fast senkrecht in die Höhe.

„Da hatte ich schon Tränen in den Augen“, sagt Sebastian Wudy. „Diese Kraft, die unglaubliche Leistung, die dahintersteckt, wenn dieser Riese startet, fasziniert mich.“ Es ist die Komplexität, die Wudy an der Luftfahrt begeistert. Der Airbus 380, dessen Start er bei einer großen Messe in England erleben konnte, ist dabei aber nicht sein bevorzugtes Modell. „Mich interessieren vor allem die kleinen, sehr leistungsstarken Jets, wie sie beim Militär eingesetzt werden.“

Trotzdem ist Wudy weder Pilot noch Soldat, sondern Maschinenbauingenieur. Die Begeisterung für die Fliegerei kam während seines Studiums. „Erst da habe ich begriffen, was technisch eigentlich dahintersteckt, und das ist unglaublich spannend.“ Seitdem pilgert er nicht nur zu Messen, sondern auch zu Flugshows und übt sich inzwischen sogar im Drohnensteuern. Den großen Traum vom „echten“ Fliegen würde sich der zweifache Vater sofort erfüllen – sollte er im Lotto gewinnen.

Denn im Moment gehen Familie und das eigene Haus in Regensburg vor. Gerade hat Sebastian Wudy seine Elternzeit angetreten, schon zum vierten Mal. „Bei Moritz habe ich zwei einzelne Monate genommen und jetzt fängt der zweite Monat für meine Tochter an. Emma ist jetzt ein Jahr alt“, sagt er und guckt ein bisschen ungläubig. „Eigentlich dachte ich, ich bin doch selbst noch ein Kind, wie soll ich denn Vater werden? Aber seit Moritz da ist, klappt das. Einfach so.“

Einen Monat nur für die Familie Zeit haben, das sei ein Luxus, den die Deutschen zu wenig schätzten, meint der 33-jährige Familienvater. In vier Wochen geht es zurück zu BMW. Was wohl viele Männerherzen höherschlagen ließe, ist für Sebastian Wudy eher Routine. „Natürlich gibt es schöne Autos, aber so ein richtiger Fan bin ich da nicht. Die Autos sind mein Beruf, meine Leidenschaft gilt den Flugzeugen.“