FERCHAU-Mitarbeiter Robert Granich
Robert Granich

Ein Stadt­mensch mit Start-up-Quali­täten

Schon während des Studiums machte sich Robert Granich mit einem Internet-Start-up selbständig. Die Kenntnisse, die er damals erwarb, sind für ihn in seiner aktuellen Position als Senior Account Manager IT in der FERCHAU-Niederlassung Berlin Gold wert. Wenn dem studierten Kommunikationstechniker die Metropole einmal zu laut ist, zieht es ihn mit der Angel an einen See im Brandenburger Umland.

Herr Granich, vor Ihrem Einstieg bei FERCHAU haben Sie sich mit einem Internet-Start-up selbständig gemacht. Worum ging es dabei?
Allgemein gesprochen haben wir eine Anwendung für Spracherkennung entwickelt. Meine Mitgründer und ich haben damals an einer ähnlichen Technologie gearbeitet, wie Apple sie mit Siri auf den Markt gebracht hat. Im Detail konnte man sich mit unserer Software zum Beispiel die aktuellsten News geben lassen oder den Wetterbericht aufrufen.

Wie lange haben Sie an dieser Software gearbeitet und warum haben Sie das Start-up letztendlich nicht weiterbetrieben?
Gegründet hatten wir die Firma aus dem Studium heraus. Dass wir das Projekt nach drei Jahren Arbeit wieder beendeten, hatte hauptsächlich zwei Gründe: Einerseits gab es damals noch sehr wenige Nutzer von Smartphones, für die unsere Anwendung ideal gewesen wäre. Wir waren der Zeit also gewissermaßen zu weit voraus. Andererseits mussten wir feststellen, dass die Investitionskultur in Deutschland B-to-C-orientierten Start-ups wie dem unseren eher skeptisch gegenüberstand. Leichter wäre es vermutlich gewesen – zumindest im Jahr 2009 –, eine Finanzierung für ein Start-up im B-to-B-Bereich zu erhalten.

Helfen Ihnen die Erfahrungen, die Sie in dieser Zeit gesammelt haben, in Ihrer aktuellen Position als Senior Account Manager IT?
Definitiv. Meine Erfahrungen aus dieser Zeit sind heute sehr wertvoll, da ich die Sprache der Softwareentwickler verstehe und spreche. Ich habe in diesem Zusammenhang festgestellt, dass sich auch in größeren Unternehmen IT-Teams mit ähnlichen Fragestellungen und Schwierigkeiten auseinandersetzen wie wir damals. Exemplarisch ist hierfür, dass das Thema Software-Test oft zu kurz kommt.

Aus welchen Bereichen stammen nun Ihre Kunden?
Grundsätzlich kann man sagen, dass unsere Kunden bunt gemischt sind – wie Berlin selbst. Neben klassischen Industriekunden betreuen wir auch sehr innovative Projekte, die sich zum Beispiel mit dem Thema autonomes Fahren befassen. Also Autos, die sich selbst steuern. Das kommt mir als Autofan besonders entgegen.

Einige Ihrer Kunden stammen demnach aus der Automobilindustrie?
Ja, einer meiner Schwerpunkte ist das Thema Automotive und alles, was damit zusammenhängt. Den anderen Schwerpunkt bilden Medienunternehmen, also hauptsächlich Verlage. Dieses Thema finde ich gerade deshalb spannend, da die meisten Unternehmen in diesem Umfeld bei den Standards in der Softwareentwicklung ganz vorne mitspielen.

Sie erwähnten eben das bunte Berlin. Inwiefern nehmen Sie an diesem Leben teil?
Ich liebe das Leben in Berlin und genieße die vielfältigen Möglichkeiten, die mir diese Stadt bietet. Mit meiner Freundin probiere ich zum Beispiel sehr gerne neue Restaurants aus. Oder wir suchen nach spannenden Motiven für ihre Fotos. Der alte Spreepark mit seinen verlassenen Jahrmarktattraktionen, die sich mitten in einem verwilderten Wald befinden, ist zum Beispiel großartig.

Wird Ihnen die Großstadt auch manchmal zu viel?
Eigentlich selten. Aber wenn, dann bietet Brandenburg mit seinen Seen beste Erholungsmöglichkeiten. Dort kann ich auch meinem langjährigen Hobby nachgehen – dem Angeln.

Wie kommt es, dass Sie gerne angeln?
Man kann sagen, dass es familiär in mir verankert ist – eigentlich angelt meine ganze Familie. Schon damals in Bautzen, wo ich aufgewachsen bin, habe ich mich mit der Angel an den See gesetzt. Heute geht es mir bei dieser Tätigkeit nicht nur darum, möglichst viele Fische mit nach Hause zu bringen. Der Erholungseffekt ist auch ein wichtiger Grund dafür, dass ich dieses Hobby beibehalten habe.