FERCHAU-Mitarbeiter Joss Widderich
Joss Widderich

Eine kleine Prise verrückter Professor

In seiner Freizeit geht Joss Widderich Kite surfen, sieht sich Geschichts- und Astronomiedokus an oder besucht archäologische Ausgrabungsstätten. Dabei hat er gar nicht so viel Freizeit, denn mindestens genauso gern löst er knifflige Problemstellungen bei seiner Arbeit in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung eines internationalen Konzerns. Ein Allrounder, der so gar nicht den Klischees über Computer-Nerds entsprechen will.

„Guten Tag, wie geht es Ihnen? Ich dachte eigentlich, wir wären gestern schon verabredet gewesen, aber dann hab ich noch mal im Terminkalender nachgesehen. Manchmal bin ich wie ein verrückter Professor, ich habe so viel im Kopf, dass mir solche Dinge durchgehen.“

Unnötig zu erwähnen, dass Joss Widderich ein kommunikativer Mensch ist. Dabei entspricht das nun so gar nicht dem Klischee seines Berufsbilds, denn der 35-Jährige ist studierter Informatiker. Doch wer nun an Sheldon Cooper und seine Nerd-Freunde aus „The Big Bang Theory“ denkt, ist ganz falsch. Der Systemingenieur ist nicht nur ein offener Typ, sondern auch sportlich. Er übt sich, wenn er genug Zeit hat, in verschiedenen Arten der Selbstverteidigung und geht Kite surfen, insofern passt auch sein Teint nicht ins Bild eines stets hinter dem Rechner versunkenen Entwicklers.

Gewisse Anteile eines verrückten Professors hat Joss Widderich aber eben doch, denn er hat ein Faible dafür, sich tief in verschiedenste Themenbereiche einzuarbeiten und dabei manchmal die Zeit zu vergessen. „Geschichte und Archäologie zum Beispiel faszinieren mich. Wo kommen wir her, wie haben Menschen früher gelebt, das ist unglaublich spannend. Genau wie die Vergangenheit reizt mich aber auch die Zukunft, deshalb lese ich viel über zukunftsträchtige Technologien aus Luft- und Raumfahrttechnik und kann mir auch gut vorstellen, mal in diesem Bereich zu arbeiten.“

Überhaupt ist die Arbeit ein großes Thema für Joss Widderich. Beim Programmieren versinkt er in eine stille Welt aus Bits und Bytes und vergisst darüber, auch mal eine Pause einzulegen. „Ich definiere mich auch über meine Arbeit, möchte neue Probleme lösen und mich dabei weiterentwickeln.“ Vielleicht sogar in Richtung Raumfahrt, aber da ist er noch offen. „Wirklich planen kann man das gar nicht, deshalb habe ich zwar bestimmte Vorstellungen und verfolge diese, lasse aber alles Weitere auf mich zukommen.“