FERCHAU-Mitarbeiter Frank Lehmke
Frank Lehmke

Einfach mal abheben

Was ist ein guter Urlaub? Für Frank Lehmke gehören dazu eine Reise abseits der ausgetretenen Touristenpfade und Sport. Sein Element ist dabei die Luft: Ob er die Winde vor Lanzarote zum Windsurfen nutzt oder mit seinem Gleitschirm über die Alpen segelt – der 29-jährige ITler braucht immer wieder eine neue Herausforderung.

Die Sonne steht schon tief am Himmel, als Frank Lehmke zum ersten Mal den Boden unter den Füßen verliert – absichtlich. Langsam entfernt er sich von dem Berghang, auf dem er noch vor ein paar Sekunden stand, und segelt durch die Luft. Vorsichtig sieht er nach unten. 300 Meter trennen ihn und seinen Gleitschirm vom sicheren Erdboden, er fliegt. „Da habe ich lieber schnell wieder nach vorne geguckt“, sagt der Teamkoordinator onsite und lacht.

Das Fliegen war nie Lehmkes großer Traum. Es hat sich eher ergeben. So wie fast jedes seiner Hobbys. „Ich bin nicht der Typ, der jede Woche zweimal zum Training geht und sich ganz auf eine Sache konzentriert. Meistens sehe oder höre ich irgendetwas und denke dann: Och, spannend! Das will ich auch machen.“

Ein bisschen ähnlich sind sich diese Dinge aber schon. Neben Gleitschirmfliegen gehört auch Windsurfen dazu, demnächst will der 29-Jährige mit Kitesurfen anfangen – der Wind hat es ihm angetan. „Es ist spannend, sich auf so eine Kraft einzulassen. Man darf nicht gegen sie ankämpfen, sondern muss herausfinden, wie man sie richtig nutzt. Das ist am Anfang sehr anstrengend, macht aber auf Dauer vor allem Spaß.“

Seine ersten längeren Windsurfing-Erfahrungen machte Frank Lehmke auf Lanzarote und in Griechenland. Nach einem ersten Kurs auf der kanarischen Insel fuhr er zum Training mit einem Windsurfing-Champion auf die griechische Insel Lesbos. „Das kleine Dorf Sigri im westlichen Teil der Insel ist von Touristen fast nicht erschlossen, so dass die Leute im Dorf uns nach einer Woche kannten. Ich finde es toll, so mit den Einheimischen und ihrer Kultur in Kontakt zu kommen.“

Das Reisen ist Lehmkes zweite große Leidenschaft. „Mein bisheriges Highlight waren die Seychellen. Diese Reise hat mir gezeigt: Wenn man etwas will, sollte man es einfach machen und nicht immer auf den ,richtigen‘ Moment warten. Denn dann hätte ich die Seychellen – eigentlich mein Plan für die Flitterwochen – immer noch nicht gesehen.“

Spontaneität brachte ihm auch seinen Job bei FERCHAU ein. „Ich war auf der CeBIT und habe meine Kontaktdaten bei FERCHAU hinterlassen. Kurz darauf kam schon ein Anruf, ich war ohnehin im letzten Master-Semester, es hat einfach gepasst.“ Aktuell arbeitet er bei Bosch in der Entwicklung von Autokameras zur Verkehrszeichenerkennung. „Da habe ich es tatsächlich geschafft, als ITler etwas zu finden, was die meisten Leute spannend finden und worunter sie sich zumindest etwas vorstellen können“, sagt er.

Trotz des Berufseinstiegs will er seine Reisen nicht missen. Momentan steht Neuseeland ganz oben auf der Wunschliste, am liebsten mit dem Gleitschirm. Dafür muss er aber noch ein bisschen üben, bisher hat er nur den ersten Grundlagen-Kurs absolviert. „Fliegen ist entspannend. Du bist ganz allein und kannst dir gemütlich alles ansehen, die Welt ist ganz klein. Das über so einer großartigen Landschaft wie in Neuseeland stelle ich mir großartig vor.“