FERCHAU-Mitarbeiter Heike Gray
Heike Gray

Mit dem Herz in den High­lands

Seit 2008 ist Heike Gray in der FERCHAU-Niederlassung Erfurt als Vertriebsassistentin tätig: Neben der Pflege von Kundenkontakten ist sie auch in die Vorbereitung von Angeboten und Projekten eingebunden. Die studierte Betriebswirtin lebt mit ihrem Mann am Rand von Erfurt – gemeinsam pflegen sie eine intensive Verbindung zu einem kleinen, rauen und freundlichen Land zwischen Atlantik und Nordsee.

Frau Gray, die Erfurter Niederlassung wurde 2008 gegründet – waren Sie zuvor auch schon im Unternehmen tätig?
Nein, vor FERCHAU habe ich siebzehn Jahre beim Deutschen Raiffeisenverband gearbeitet. Nachdem dieser in Erfurt seine Büros aufgelöst hatte, schaute ich mich nach neuen Herausforderungen in der Region um. Bei FERCHAU passte es gleich und ich bekam die Gelegenheit, am Aufbau der neuen Niederlassung mitzuwirken.

Wie hat sich die Zusammenarbeit mit Ihren Kunden über die Jahre entwickelt oder verändert?
Es ist generell schön zu erleben, wenn aus einem ersten Kundenkontakt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wird. Zum Teil kommen Kunden mittlerweile von allein auf uns zu, da sie uns seit Jahren kennen. Sie haben das Vertrauen in uns und wissen, dass wir gute Arbeit leisten. Für eine derartige Entwicklung braucht man natürlich Zeit.

Sie tragen einen Englisch klingenden Nachnamen – dürfen wir erfahren, was es damit auf sich hat?
Ich bin mit einem Schotten verheiratet und wir leben gemeinsam in einem historischen Bauernhaus am Rand von Erfurt. Unseren Urlaub verbringen wir daher auch sehr gerne in Schottland. Wenn wir nicht gerade einen anderen wunderbaren Kontinent bereisen, versuchen wir, mindestens alle zwei Jahre diesem schönen Land einen Besuch abzustatten.

Was gefällt Ihnen an Schottland besonders?
Die Menschen und die Landschaften. Man findet in Schottland herrliche raue und urige Gegenden. Jede Ecke, um die man fährt, hält neue Überraschungen bereit. Zudem wandert man förmlich auf den Spuren der Geschichte. Mein Lieblingsplatz ist der Loch Lomond. Beeindruckend sind aber auch immer wieder die erikafarbenen Bergkuppen der Highlands. Man kommt hin und verliebt sich in dieses Land – ganz gleich, ob die Sonne lacht, es regnet oder stürmt. Allgemein sind die Schotten ein stolzes und offenes Volk: Man wird überall freundlich aufgenommen, selten habe ich herzlichere Menschen kennengelernt.

Worin zeigt sich diese Herzlichkeit?
Zum Beispiel in der Musik. Wir hören sehr gerne die Lieder der schottischen Band Runrig, die in ihren Texten die Liebe zum Land beschreibt – auf Englisch und auf Gälisch. Unter anderem besingen sie in einem Lied den Loch Lomond: Es ist eine Liebeshymne an diesen Ort. Wir sind schon auf einigen Konzerten der Band in Deutschland gewesen. Einen Auftritt in Schottland zu erleben ist ein noch unerfüllter Traum. Darüber hinaus schätze ich den trockenen Humor der Schotten – diesen muss man einmal live erlebt haben.

Zuvor sagten Sie, dass Sie in einem historischen Haus leben. Um was für ein Gebäude handelt es sich?
Unser Haus ist ein klassisches thüringisches Bauernhaus aus dem Jahr 1832, das wir vor einiger Zeit inklusive dreier Katzen von einem älteren Ehepaar gekauft haben. Es gibt ein Haupthaus und dazu einige Nebengebäude mit einer Scheune und Ställen, die wir Schritt für Schritt renoviert haben. Für mich als verwurzelte Thüringerin ging damit ein Traum in Erfüllung.

Das heißt, die Renovierung ist mittlerweile abgeschlossen?
Abgeschlossen ist sie vermutlich nie – es gibt an so einem alten Haus eigentlich immer etwas zu tun. Aber das lieben wir auch daran. Schön ist, dass wir uns mittlerweile um die Details kümmern können, da die großen Arbeiten abgeschlossen sind. So bleibt nun wieder mehr Zeit für unsere andere Leidenschaft: das Reisen.

Welches Land hat Ihnen auf Ihren Reisen besonders gefallen?
Beeindruckend waren eigentlich alle Länder. Aber ganz vorne stehen die Erlebnisse in Indien, in Malaysia sowie auf Borneo. Die Freundlichkeit der Menschen war einfach überwältigend. Dorthin möchte ich unbedingt noch einmal reisen, wenngleich aktuell erst einmal andere Länder an der Reihe sind.