Franz Armbruster

Mit dem rich­tigen Riecher durch Feuer und Eis

Sein Leben lang sucht Franz Armbruster immer wieder nach neuen Herausforderungen, bewegt sich gern im Innovationsumfeld. Kein Wunder also, dass er sich in der Automotive-Branche wohl fühlt. Doch trotz seiner dynamischen Tätigkeit, ist seine Entdeckerlust nach Feierabend noch lange nicht gestillt.

Auf dem Breitenstein in Baden-Württemberg tobt ein Schneesturm, es ist längst dunkel geworden. Doch etwa zehn Leute trotzen Wind und Wetter und stapfen tapfer hintereinander am Alptrauf, der Abbruchkante des Felsplateaus, entlang. Der Mann, der am Kopf des Zugs mit einem kleinen Lichtkegel durch die weiße Wand zu leuchten versucht, ist Franz Armbruster. Für ihn sind solche Expeditionen keine Ausnahme. „Es gibt rund um Wohn- und Arbeitsort so viel zu entdecken, da braucht man gar nicht weit reisen“, sagt er. „Die Schneesturm-TOUR! am Alptrauf war aber schon ein besonderes Highlight.“

Das Ausrufezeichen hinter der „TOUR!“ hat seine Berechtigung, denn es ist das Markenzeichen für Touren, an denen mindestens zwei Kollegen aus Franz Armbrusters Unternehmen teilnehmen. „Erst haben sie es „Tour de Franz“ genannt, aber ich möchte da gar nicht so im Fokus stehen, insofern ist mir das Ausrufezeichen lieber.“ Egal, wie sie heißen, initiiert hat Franz Armbruster die gemeinsamen Wanderungen nach Feierabend. Er selbst hat schon in seiner früheren Heimat Regensburg Entdeckungstouren unternommen, heute hat er das Gebiet rund um den Alptrauf im Visier.

Seit 2016 schließen sich regelmäßig Kollegen an. Gemeinsam geht es mit Fackeln durch Ruinen oder mit Stirnlampen durch Höhlen, im Winter zu vereisten Wasserfällen und im Frühjahr auf blühende Streuobstwiesen. Sogar Franz Armbrusters FERCHAU-Betreuer Florian Siefert legt sich inzwischen schon extra die Besuche so, dass er mitwandern kann. Für Franz Armbruster steht der Gemeinschaftsaspekt im Vordergrund. „Mir macht es einfach Spaß, mit Kollegen die Umgebung zu erkunden. Es ist ein guter körperlicher Ausgleich und oft entdeckt man dann auch noch ein geschichtliches Highlight.“

Zumindest, wenn man den richtigen Riecher hat. Franz Armbruster kennt das Gebiet inzwischen wie seine Westentasche und findet sogar da Ruinenreste, wo gar keine in der Karte verzeichnet sind. Diese gute Kenntnis des Gesamtsystems und das Gespür für besondere Details zeichnen ihn auch bei seiner Arbeit aus. Als Product Safety Manager ist er dafür verantwortlich, dass bei der Entwicklung von Batterien zur Serienreife keine Gefahren für die Fahrzeuginsassen entstehen. „Ich muss das Gesamtsystem sehr gut kennen und verstehen: Mechanik, Hardware, Software und jede Schnittstelle dazwischen. In jedem Detail könnte ein Risiko liegen und das finde ich.“