FERCHAU-Mitarbeiter Katrin Leopold
Katrin Leopold

Planerin in Doppel­rolle

Telefonate, Kundenwünsche, Lösungsentwicklung und Mitarbeiterbetreuung gehören zu Katrin Leopolds Arbeitsalltag. Doch wenn sie Feierabend macht, ist damit noch lange nicht Schluss. Denn dann warten zwei besonders anspruchsvolle Kundinnen auf sie: ihre jugendlichen Töchter. Erfolgreiche Ingenieurin und fürsorgliche Mutter – für die Fachteamleiterin ist das weder ein Widerspruch noch eine Bürde. Wenn sie trotzdem mal eine Pause braucht, genießt sie die Ruhe in ihrem Garten.

Frau Leopold, Sie haben einen Vollzeitjob und zwei Töchter. Bleibt Ihnen überhaupt noch Freizeit?
Das würde ich gar nicht so trennen wollen. Natürlich nimmt meine Familie einen großen Teil meiner freien Zeit ein, aber das macht mir ja Freude. Früher haben wir viel mit den Kindern unternommen. Mittlerweile sind sie 13 und 16 und die Eltern sind nicht mehr so angesagt. Jetzt darf ich eher Fahrdienste übernehmen. Trotzdem versuche ich, so viel wie möglich am Leben meiner Töchter teilzuhaben und sie natürlich zu unterstützen.

Sie sind Maschinenbau-Ingenieurin, Ihr Mann Schlosser. Haben Sie Ihren Kindern die Technikbegeisterung vererbt?
Irgendwie hat das nicht geklappt. Wir haben zwar immer wieder versucht, sie für Technik zu begeistern, aber das ist nicht ihr Ding. Früher haben beide Fußball gespielt, jetzt tanzen sie, die eine im Karnevalsverein und die andere moderne Sachen wie Videoclip-Dancing, außerdem machen sie Musik. Das finde ich aber auch gut so. Kinder sollten etwas finden, was ihnen Spaß macht. Ich würde ihnen nie ihre Hobbys vorschreiben.

Bei so vielen Aktivitäten werden Sie aber gut beansprucht, oder?
Klar, die Taxifahrten sind schon zahlreich, dazu kommen mein Engagement in der Schule und natürlich der Besuch von Auftritten und Vorführungen am Wochenende. Das macht mich stolz zu sehen, was die beiden alles machen und können.

Haben Sie denn auch mal Zeit für sich?
Ja, die nehme ich mir. In meinem Job als Fachteamleiterin übernehme ich auch viele koordinative Aufgaben, spreche mit Menschen, muss spontan reagieren – eigentlich ähnlich wie in der Familie. Zum Glück beschäftige ich mich immer wieder mit neuen Themengebieten, so dass es nicht langweilig wird, aber das kann natürlich auch manchmal anstrengend sein. Deshalb brauche ich auch Auszeiten, in denen ich dann am liebsten völlige Ruhe habe.

Und wo finden Sie die?
Wir haben einen Schrebergarten, in dem ich gut abschalten kann. Ich genieße diese Zeit in der Natur ohne Computer oder sonstige Medien. Früher waren die Kinder viel mit dort, das war ein toller Spielplatz für sie. Jetzt ist der Garten natürlich nicht mehr so angesagt, eher Jungs und Handys. Also sind mein Mann und ich jetzt zu zweit dort. Er ist der Praktiker, ich habe den grünen Daumen, das ergänzt sich gut und wir haben auch mal Zeit für uns.