FERCHAU-Mitarbeiter Alexander Schulz
Alexander Schulz

Unter vollen Segeln

Alexander Schulz ist ein Mann, der gern Verantwortung übernimmt: Im Beruf, wo er als Chief Operating Officer (COO) das operative Geschäft von FERCHAU leitet, und als Skipper beim Segeln. Was sich der Wirtschaftsingenieur für beide Welten wünscht: allzeit guten Wind und eine zupackende Crew.

Sie bezeichnen sich selbst als begeisterten Segler. Wie kommt ein gebürtiger Westfale wie Sie dazu, regelmäßig die Segel zu stellen?
Als langjähriger Segelflieger hatte ich früh mit Wind, Wetter und Wolken zu tun. Mit 30 Jahren habe ich diesen Sport jedoch aus Zeitgründen aufgegeben und mich nach einer familienfreundlicheren Alternative umgesehen. Das war nach dem Umzug nach Bayern, wo ich heute mit meiner Familie lebe, das Segeln. Die vielen Seen bieten für mein Hobby ideale Voraussetzungen. Positiv ist aber auch die Nähe zur Adria und speziell zu Kroatien – und natürlich die Tatsache, dass meine Frau ebenfalls gern segelt und selbst den Segelschein hat.

Welche Gemeinsamkeiten verbinden das Segeln und die Tätigkeit eines Chief Operating Officers?
Für beide braucht man allzeit günstigen Wind und die Fähigkeit, vorhandene Klippen zu umschiffen. Tatsache ist: Jeder Törn vermittelt neue Erkenntnisse und Erfahrungen. Das ist vergleichbar mit Entscheidungen im operativen Geschäft. Beim Segeln und auch als COO muss man außerdem vorausschauend planen, überlegt handeln und cool bleiben. Vor allem, wenn einmal schlechteres Wetter aufzieht. Dann gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren und lieber etwas Fahrt herauszunehmen, damit Mannschaft und Boot sicher in den Hafen gelangen. Persönlich mag ich es, wenn das Wasser nicht zu ruhig, sondern etwas bewegter ist. Übertragen auf meine Tätigkeit heißt das: wenn ich aktiv und offensiv agieren kann.

Nehmen Sie etwas aus Ihrem Hobby mit, das Ihnen in Ihrem beruflichen Alltag als COO zugutekommt?
Auf jeden Fall die Erkenntnis, dass gute Planung wichtig ist. Wenn man losfährt, sollte man außerdem sicher sein, dass die Rollen auf dem Boot genau verteilt sind, dass also jeder weiß, was zu tun ist. Gerade wenn es stürmisch wird. Das gilt auch im Beruf.

Jolle oder Yacht: Mit welchem Schiff schippern Sie über Seen und Meere?
Ich besitze kein eigenes Boot, weil mir das zu aufwendig wäre. Stattdessen chartere ich jeweils ein Schiff und mag es da gerne etwas sportlicher. Größenmäßig liege ich so in der Elf-Meter-Klasse.

Wo befinden sich Ihre bevorzugten Segelreviere?
Neben den bayerischen Seen ist zurzeit Kroatien mein bevorzugtes Revier.

Ihr bisher reizvollster Törn?
Das war eine dreiwöchige Segeltour mit meiner Frau in Kroatien. Wir haben gemeinsam die ganze kroatische Küste abgesegelt: von Istrien bis Split, inklusive der Kornaten, der größten und dichtesten Inselgruppe in der kroatischen Adria. Während des Törns haben wir auch Delfine gesehen, die neben dem Boot hergeschwommen sind. Das war schon ein besonderes Erlebnis.

Gibt es noch so etwas wie ein Traumziel oder eine besondere Herausforderung, an die Sie im Zusammenhang mit Ihren Hobbys Segeln und Rennradfahren denken?
Reizvoll fände ich es, einmal auf der Ostsee und in Skandinavien zu segeln. An Schweden faszinieren mich vor allem die unberührte Natur und die Weite. Aber auch die zu Schottland gehörenden Shetland Inseln sind für mich ein attraktives nordisches Segelrevier. Das Rennradfahren kommt bei mir leider etwas zu kurz. Da würde ich gerne mal am Gardasee fahren oder auch zu einer Alpenüberquerung starten. Letztes wäre schon eine sportliche Herausforderung.

Und wie sieht es mit einer „sportlichen” Herausforderung als COO aus? 
Da ist mir unter anderem wichtig, dass FERCHAU bei den OEMs im Automotive-Bereich auch in Zeiten der Lieferantenkonsolidierung ein Top-Lieferant bleibt.