FERCHAU-Mitarbeiter Annelie Prinz
Annelie Prinz

Viel­seitig begabt

Im April 2014 stieg die heutige Niederlassungsleiterin Annelie Prinz in der Niederlassung Koblenz als Account Manager bei FERCHAU ein. Zuvor hatte sie schon als Edutainerin, im Marketing und in der Musical-Produktion gearbeitet. Dann machte sie sich während des Studiums mit einer Ranch am Stadtrand von Berlin selbständig. Wie kommt jemand mit diesen Erfahrungen auf die Idee, bei Deutschlands Engineering-Dienstleister Nr. 1 anzufangen?

Frau Prinz, Sie arbeiten nun seit April 2014 bei FERCHAU in Koblenz. Wie kommt es, dass Sie als Berlinerin hier gelandet sind?
In Koblenz passten die Rahmenbedingungen: ein spannender Job und das familiäre Umfeld. Hier, wo alles ein bisschen ruhiger ist als in Berlin, habe ich die perfekten Bedingungen gefunden. Ich freue mich zum Beispiel immer wieder über die freundliche Atmosphäre in der Stadt. Man hilft sich gegenseitig. Ich habe zum Beispiel eine Nachbarin, die meine Tochter gelegentlich von der Kita abholt. So unterstützt man sich in der Nachbarschaft – das finde ich großartig.

Haben Sie vor Ihrem Einstieg bei FERCHAU schon gearbeitet oder kamen Sie frisch nach dem Studium?
Ich kam direkt nach der FH zu FERCHAU, hatte aber während des Studiums schon unterschiedliche Erfahrungen in verschiedenen Bereichen gesammelt. Zum Beispiel habe ich im Marketing gearbeitet, als Edutainerin für Kinder, in der Musical-Produktion, als Leiterin eines Restaurants, eines Imbisses und einer Ranch ...

… Sie haben eine Ranch geleitet?
Ja genau. Während meines Studiums an der FH Brandenburg habe ich mich mit meinem Lebensgefährten selbständig gemacht. Es war eine Ranch mit Pferden und angeschlossener Gastronomie am Rand von Berlin. Ein 24-Stunden-Job, was dann irgendwann nicht mehr ging, als meine Tochter zur Welt kam.

Die von Ihnen genannten Tätigkeiten sind inhaltlich wirklich sehr unterschiedlich. Inwiefern haben Ihnen diese Erfahrungen bei Ihrem Job als Account Manager geholfen?
Das betrifft zunächst die Lebenserfahrung, die ich in kurzer Zeit gesammelt habe. Ich denke, dass ich durch die Tätigkeiten eine große Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichsten Situationen erlernt habe. Dazu kommt, dass ich mir die Gewissheit erarbeitet habe, dass man Ziele, die man sich in den Kopf gesetzt hat, auch erreichen kann.

Sie sprechen von Zielen. War das Engineering-Studium auch einmal ein solches Ziel?
Ja, das kann man so sagen. Ich wollte immer schon Dinge verstehen, die ich noch nicht wusste: Technische Fragen haben mich sehr früh interessiert, weswegen ich mich nach dem Abitur für das Engineering-Studium mit dem Schwerpunkt Energie- und Umwelttechnik entschieden habe. Meine anderen Jobs und Tätigkeiten haben mir nach dem Studium aber gezeigt, dass ich weniger der Charakter bin, der als Ingenieur tagelang über Plänen brütet. Grundsätzlich bin ich im direkten Austausch mit Menschen noch besser und habe mich daher für den Vertrieb entschieden. Hierbei muss ich allerdings sagen, dass mir mein Studium in den beruflichen Gesprächen zum Teil extrem weiterhilft. Das Gegenüber merkt schnell, wenn ich bestimmte technische Zusammenhänge benennen kann, dass mein Interesse – zum Beispiel am Maschinenpark – nicht frei erfunden ist. Gerne lasse ich mir auch immer wieder die Fertigungsstraßen zeigen. Es ist schon beeindruckend, wenn man vor so einer Anlage steht, die 400 Meter lang ist! Ich bilde mir ein, dass das Gegenüber meine Begeisterung dann auch spürt. Toll ist außerdem, dass ich so immer mitbekomme, was technisch der aktuellste Stand ist.

Sie sagten, dass Sie die direkte Interaktion mit Menschen noch spannender finden, als über Plänen zu brüten – können Sie das noch ein wenig näher beschreiben?
Als Account Manager hat man wirklich mit den unterschiedlichsten Charakteren zu tun und weiß nie, auf wen man trifft. Es zeigt sich immer wieder, dass die komplizierteste Maschine nicht so komplex angelegt ist wie jeder einzelne Mensch. Man kann zum Beispiel einen sehr freundlichen Kontakt haben – oder man hat eben Pech und man begegnet einem cholerisch veranlagten Menschen. Aber ich betrachte das nicht kritisch, sondern als spannende Herausforderung, auf die ich mich tagtäglich freue.