FERCHAU-Mitarbeiter Tobias Wolfers
Tobias Wolfers

Vom Glatteis aufs weite Meer

Tobias Wolfers hat den Blick fest auf den Puck gerichtet. Seine Kufen kratzen über das Eis, als er mit einer engen Wendung an einem Gegenspieler vorbeirauscht. Ungeduldig klopft er mit dem Schläger auf die spiegelglatte Fläche und sieht seinen Teampartner auffordernd an. Viele Zuschauer bemerken nicht einmal den Pass, da schlägt der Versuchsingenieur den Puck schon ins Netz. Triumphierend reckt er die Faust in die Höhe.

Seit er sieben Jahre alt ist, spielt er Eishockey. „Als Krefelder ist das fast unumgänglich“, sagt Tobias Wolfers lachend. „Hier spielst du als Kind nicht Fußball, sondern Hockey. Wir sind eine Hockeystadt, es gibt Eis-, Inline-, Feld- und Rollhockeyvereine, drei Eishallen, unsere Pinguine spielen in der höchsten Liga.“ Für die hat es nicht ganz gereicht, deshalb steht Wolfers beim Hülser SV auf dem Eis und widmet sich beruflich seiner zweiten Leidenschaft: Automobile. „Mein Vater war Kfz-Meister, das hat mich immer schon fasziniert. Also habe ich Maschinenbau mit Schwerpunkt Fahrzeugtechnik studiert und bin danach bei FERCHAU gelandet.“

Vom Prüfstandsingenieur in der Akustik hat er sich zum Projektmanager weiterentwickelt. Für seine Hobbyliga bleibt immer genug Zeit. „Wir haben eine recht kurze Saison von Oktober bis März. Da gibt es Ligaspiele gegen etwa sieben andere Clubs und einige Turniere.“ Wenn das Eis schmilzt, ist das für Tobias Wolfers kein Grund, Trübsal zu blasen. Stattdessen hat er sich ein zweites Hobby gesucht, das etwas wärmere Temperaturen gut verträgt. „Vor einigen Jahren habe ich meinen Segelschein gemacht und hatte großes Glück mit meinem Ausbilder. Er organisiert jedes Jahr Segeltörns, meistens auf dem Mittelmeer.“

Für ihn als Anfänger ist es die perfekte Übung und gleichzeitig ein tolles Erlebnis, mit mehreren großen Segelschiffen auf Flottillenfahrt zu gehen. Bis zu zwölf Crewmitglieder sind an Bord, es wird selbst gekocht und gesteuert, und das meist mit bester Aussicht. „Die Trips gehen meist entlang der Küste, das heißt, man sieht sehr viel und wir gehen gelegentlich in schönen Buchten vor Anker zum Übernachten.“ Dafür, dass es nicht zu romantisch wird, sorgen entweder die eigenen Crewmitglieder oder die der anderen Boote. „Da kann es schon die eine oder andere handfeste Wasserbombenschlacht geben“, sagt Wolfers und grinst. „Schließlich geht es im Urlaub ja in erster Linie um den Spaß.“