ART OF ENGINEERING 2017/2018

Wir verbinden Kunst und Technik

ART OF ENGINEERING ist der interdisziplinäre FERCHAU-Kunstwettbewerb im Spannungsfeld von Kunst und Technik. Den Gewinnern winkt ein attraktives Preisgeld. Motto in diesem Jahr: „binär.bewegt – Symbiosen von IT und Mobilität“.

Kunst und Technik gelten als unvereinbare Gegensätze: Kunst erwächst aus Schöngeist, Freigeist, Schöpfung. Technik nährt sich von Pragmatismus, Klarheit und Ratio.

Diese Trennlinie wollen wir bewusst anzweifeln und hinterfragen: Blüht die Kunst im 21. Jahrhundert dank der neuen Technologien nicht auf? Profitiert die Ingenieurwissenschaft nicht von kreativen und waghalsigen Ideen?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, schreibt FERCHAU nun zum fünften Mal den mit 20.000 Euro dotierten Kunst- und Wissenschaftspreis aus: den ART OF ENGINEERING.

Motto 2017/2018

binär.bewegt

IT und Mobilität sind eng miteinander verzahnt. Digitaler Wandel, Datenströme, Neuroscience und Verkehrsinfrastruktur stehen für die Bewegung der Zukunft. Kommen mit den neuen Freiheiten auch neue Einschränkungen? Geben Sie uns Sicherheit oder verunsichern Sie uns? Und sind Beschleunigung und Entschleunigung Gegensätze oder bedingen sie sich gegenseitig? Zeigen Sie uns, was Sie unter „binär.bewegt – Symbiosen von IT und Mobilität“ verstehen und überzeugen Sie unsere hochkarätige Jury von Ihren innovativen Ideen in Form von Objekten, Installationen, Bewegt- oder zeitgestützten Bildern.

Und so läuft der Wettbewerb ab: Die 15 besten Einreichungen werden im Februar 2018 als Finalisten bekannt gegeben. Auf der Hannover Messe geht es dann ums Ganze: Hier winkt den drei Besten ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 20.000 Euro.

Preisverleihung

Sieger­eh­rung auf der Hannover Messe

Die drei Gewinner des ART OF ENGINEERING 2017/2018 stehen fest: Anne Pfeifer mit „Wellen“, Viktor Brim mit „monoscape“ und Max Weisthoff mit „MACHINE“ haben die Jury besonders beeindruckt.

Am 23. April entscheidet sich auf unserem Messestand auf der Hannover Messe, welcher der drei Künstler als Sieger aus dem ART OF ENGINEERING hervorgeht. Seien Sie live dabei – vor Ort oder auf Facebook.

Alle Infos zu unserem Messeauftritt

Die Künstler

Alle zwölf Fina­listen im Über­blick

Viktor Brim, monoscape

»Mit monoscape möchte ich ‚unbewusste‘ Strukturen der komplexen, wachsenden logistischen Netzwerke in Erscheinung treten lassen.«

Anne Pfeifer, Wellen

»Die rhythmische Bewegung der Skulptur überträgt sich auf den Betrachter. Installation und Mensch werden für den Zeitraum der Komposition eins.«

Max Weisthoff, MACHINE

»Das Netz ist eine prozessgebundene Raumerscheinung, deren Form und Struktur sich im Auftreten von Spannung und Entspannung als fortlaufende Bewegung selbst organisiert.«

Matthias Prinzen, Lemniskate

»Klaus Illi schafft eine humoristische Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, regt aber auch zum Nachdenken über unsere Abhängigkeit von Mobilität an.«

Armin Becher, Wechselortierer

»Der Wechselortierer soll verdeutlichen, dass sich das Empfinden und Verorten einer vertrauten Umgebung verändern, erweitern und verkleinern kann.«

Jonas Johnke, Türe im Balanceakt

»Es ist heutzutage leicht, den eigenen Alltag mit automatisierter Technologie zu vereinfachen. Doch in diesem Umfeld verfallen wir in eine passive Rolle.«

Marjorie Chau, Naufrago

»Mit Naufrago möchte ich die Betrachter an die Unbeschwertheit früherer Tage erinnern und sie einladen, diese wieder aktiv zu erleben.«

Andreas Greiner, Dragonfly

»Meine erste Begegnung mit einer Drohne weckte in mir das Bedürfnis, über die Lebendigkeit von Technik nachzudenken.«

Nabbiha Dahhan & Thomas Kolodziej, The Weaver

»In diesem Projekt brachten wir die technische Gegenwart in faszinierender Weise mit ihren Wurzeln zusammen. Es schließt sich ein Kreis.«

Yasuaki Kitagawa, Sanduhr

»Der Mensch ist bei dieser Installation der entscheidende Faktor. Nur durch seine Neugier und sein anschließendes Handeln wird die Uhr in Gang gesetzt und in Betrieb gehalten.«

Alice Strunkmann-Meister, Ex Unda II

»Die Natur ist voll von faszinierenden Schauspielen, die uns Menschen aber meist verborgen bleiben. Indem ich das eigentlich Unsichtbare visualisiere, mache ich es begreifbar.«

Ipkyu Jang, Chair

»In meinen Arbeiten befasse ich mich ausgiebig mit der Grenze zwischen Realität und Illusion, die meist anders verläuft, als wir zunächst annehmen.«

Prominent besetzt

Unsere Jury

So interdisziplinär und einzigartig wie der FERCHAU-Wettbewerb ART OF ENGINEERING selbst, ist auch die Besetzung unserer Jury. Für die Beurteilung der eingereichten Arbeiten konnten wir hochkarätige Repräsentanten des musealen Bereichs und des Hochschulbereiches, aus Institutionen und Organisationen sowie aus Forschung und Wirtschaft gewinnen. Einige Mitglieder des Gremiums kommen hier persönlich zu Wort.

Institut für Kommunikation und Design Berlin

Prof. Heinz Jürgen Kris­tahn

»Die ästhetischen Verflechtungen von Kunst und Technik und deren vielfältige wechselseitige Wirkungen stellen den Rahmen des Kunstwettbewerbs ART OF ENGINEERING dar. Provokation der traditionellen Künste oder Auseinandersetzung mit einer Neuzeit unter Inklusion technisch multimedialer Kunstformen? Mit dem Thema ‚binär.bewegt‘ werden Zusammenhänge von vernetztem Denken, der künstlerischen Praxis und technischer Innovation vereint.«

TU Berlin

Dr. Kris­tina Zerges

»Die Bewegung vom Ausgangspunkt O zum Ziel 1 bekommt durch die Digitalisierung eine neue Dimension. Wie bewegen wir uns künftig durch Raum und Zeit und wie bewegen wir Daten und Dinge? Welche neuen Symbiosen gehen Mensch und Maschine ein, und wer übernimmt die Herrschaft? Diese Herausforderungen zu erkennen, mit wichtigen, auch ethischen Fragen zu unterlegen und kreative Lösungswege über die wissenschaftlichen und künstlerischen Disziplinen hinweg zu finden, ist ein spannendes Unterfangen unserer Zeit.«

ehemalige Oberkustodin/Kuratorin

Dr. Britta Schmitz

»Kunst in Zeiten der Hypervisibilität. Da ist real nur, was digital ist. Das Hier und jetzt soll überall und für uns immer sein. Deshalb dringen Bilder schnell hinaus ins Netz, das alles sieht, alles weiß und eine ganz eigene Mobilität besitzt. Mobilität des Digitalen zeigt, wie offen die Gegenwart ist und wie verschlossen zugleich.«

Internationales Bionik-Zentrum

Dipl.-Biol. Knut Braun

»Mobilität ist Alltag und bedeutet für jeden etwas anderes: Spazierengehen kann ebenso wichtig sein wie Fliegen, das eigene Auto oder die Optimierung von Arbeitsvorgängen in Industrieunternehmen. Gehirn-Computer-Schnittstellen ermöglichen es gelähmten Patienten heute, wieder mobil zu werden. Das wäre ohne IT nicht möglich. Die heute so wichtige Nachhaltigkeit ist ohne IT nicht machbar. Und hier spielt das Beobachten der Natur – also die Beschäftigung mit der Bionik - eine nicht unerhebliche Rolle. Ich freue mich auf spannende und interessante Arbeiten.«

Museum Angewandte Kunst Frankfurt

Dr. Sabine Runde

»‚binär‘ ist so elementar wie zukunftsweisend: elementar im Sinne seiner strukturellen Simplizität, seiner auf 0 und 1 heruntergebrochenen Ordnungsstruktur. Aus der Perspektive der Angewandten Kunst stellt Bewegung, in ihrer physikalischen wie geistigen Komplexität, die Verbindung zwischen Analog und Digital her. Man darf gespannt sein auf den kreativen Umgang mit dieser ‚Versuchsanordnung‘.«

Fraunhofer-Gesellschaft e.V.

Dr. rer. nat. Patrick Hoyer

»Die Ausschreibung ‚binär.bewegt‘ zielt auf wesentliche und zum Teil widersprüchliche Herausforderungen der modernen Technik. So treffen beispielsweise defensive Aspekte bei der Frage der Sicherheit auf dynamischen Herausforderungen hoher Mobilität. In diesem Spannungsfeld technischer Möglichkeiten und einer Reihe von Anforderungen ergeben sich vielfältige Fragestellungen, die einer künstlerischen Beantwortung bedürfen. Der Wettbewerb ART OF ENGINEERING bietet hierfür eine einzigartige Plattform.«

UNICUM

Uwe Hein­rich

»Die Kunst der Ingenieure zusammendenken mit zeitgenössischer bildender Kunst, das ist die Aufgabe, die der Wettbewerb ART OF ENGINEERING stellt. Das aktuelle Motto regt zur künstlerischen Auseinandersetzung mit der äußerst aktuellen Frage an, wie die binäre, digitale Welt Einfluss nimmt auf das Grundbedürfnis nach Mobilität.«

VDInachrichten

Ken Fouhy

»Die Realisierung von nachhaltigen und sicheren Mobilitätskonzepten ist eine der größten Herausforderungen und Chancen in der modernen Welt. Die Informationstechnologie spielt hierbei eine Schlüsselrolle von der Konzeptionsphase über Engineering und Manufacturing bis hin zur Betriebsphase. Ich bin gespannt, wie Künstler dies interpretieren und visualisieren. Die Ergebnisse stellen wir gerne in VDI nachrichten und auf ingenieur.de vor.«

Kunsthistoriker. Art Advice

Prof. Dr. Ulrich Schneider

»Die Darstellung von Bewegung und Geschwindigkeit stellt seit jeher eine Herausforderung in der Bildenden Kunst dar. Heute, da die digitale Bildfindung fest in der Kunstproduktion verankert ist, wird die Darstellung der virtuellen Fortbewegung zu einem wichtigen Thema in der Ausbildung von Künstlern. Das Motto ‚binär.bewegt‘ greift ein brisantes Thema unserer Tage auf. Wir erwarten viele komplexe Bewerbungen.«

Verein Deutscher Ingenieure e.V.

Lars Funk

»Digitalisierung ist das beherrschende Thema der heutigen Zeit. Ich bin sehr gespannt, welche künstlerischen Impulse gesetzt werden können, um die technischen Entwicklungen an der Schnittstelle von IT und Mobilität zu beschreiben und weiter zu entwickeln.«

LAB BINÆR – Lab for Media Art

Benjamin Stechele

„Die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft, Forschung und Industrie verschmelzen zunehmend. Das stellt uns vor neue Herausforderungen, bietet uns aber auch neue Chancen. Der ART OF ENGINEERING würdigt Grenzgänger die dieses Spannungsfeld für sich entdeckt haben, sich an neue Techniken wagen und uns spannende Themen auf neue Art und Weise näher bringen.“

Von 2008 bis heute

Das waren die Sieger

„Liquid Space“, „Swarming“, „IT und Medienkunst“ sowie „Energie und Raum“: Das Motto des ART OF ENGINEERING vereint stets Technik und Kunst und transportiert Aktualität und Zeitgeist. In einer Sonderausgabe stellen wir Highlights und Gewinner der letzten Wettbewerbe vor.

Zur AOE-Sonderausgabe

Begeisterung für Kunst und Technik

Koope­ra­ti­ons­partner

Mit ART OF ENGINEERING setzt FERCHAU ein deutliches Zeichen: für die Verbindung von zwei Disziplinen, die scheinbar weit voneinander entfernt sind und sich doch so nahe stehen – Kunst und Technik. Wir freuen uns, dass unser Anliegen auch andere namhafte Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft, Forschung und Kunstszene begeistert hat. Durch die engagierte Unterstützung unserer Kooperationspartner gewinnt das Projekt zusätzlich an Schubkraft. Wir bedanken uns bei: