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    <title>FERCHAU Blog</title>
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    <description>Current blog articles</description>
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    <lastBuildDate>Mon, 13 Apr 2026 22:30:38 +0200</lastBuildDate>
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      <title><![CDATA[Reinvent Tomorrow: Wandel als Chance]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/23-03-2026-reinvent-tomorrow-wandel-als-chance-7966]]></link>
      <description><![CDATA[In diesem Frühjahr starten die FERCHAU Live Talks in eine neue Runde – unter dem Motto: “Reinvent Tomorrow: Wandel als Chance” geben drei Speaker kompakte Impulse zu den großen Veränderungen unserer Zeit. Die Live Talks 2026 bieten Orientierung und Inspiration für alle, die Zukunft aktiv gestalten wollen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>23.03.2026 | Lesezeit ca.: 2 Minuten | Verena Butler</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2026/20260323-ferchau-livetalks26_small.jpg"><h2>FERCHAU Live Talks</h2><p><b>In diesem Frühjahr starten die FERCHAU Live Talks in eine neue Runde – unter dem Motto: “Reinvent Tomorrow: Wandel als Chance” geben drei Speaker kompakte Impulse zu den großen Veränderungen unserer Zeit. Die Live Talks 2026 bieten Orientierung und Inspiration für alle, die Zukunft aktiv gestalten wollen.</b></p><h2 class="header__headline header__headline--4"><span>Dr. Marc Maisch: KI als neue Angriffsfläche</span></h2>
<p>IT‑Rechtsexperte Dr. Marc Maisch zeigt, wie KI Cyberangriffe auf ein neues Niveau hebt – durch täuschend echtes Social Engineering und automatisierte Malware. Er erklärt, welche Sicherheitslücken dadurch entstehen, welche Haftungsrisiken Unternehmen künftig tragen und wie Verantwortlichkeiten neu gedacht werden müssen. Sein Vortrag liefert konkrete Schutzmaßnahmen und macht klar: KI braucht klare Regeln und starke Sicherungsstrategien.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--4"><span>Staffan Reveman: Energie entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit</span></h2>
<p>Energieanalyst Staffan Reveman ordnet ein, wie Elektrifizierung, Dekarbonisierung und steigender Strombedarf Europas Industrielandschaft verändern. Er zeigt, warum Energie zunehmend zum Standortfaktor wird – geprägt von NetZero‑Zielen, wachsendem Verbrauch und möglichen Engpässen. Seine Analyse gibt Orientierung, welche Chancen und Risiken auf Unternehmen zukommen und wo regionale Unterschiede die Zukunft prägen könnten.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--4"><span>Jenke von Wilmsdorff: Mut als Motor für Veränderung</span></h2>
<p>TV‑Reporter Jenke von Wilmsdorff blickt auf das Thema Wandel aus persönlicher Erfahrung: Veränderung entsteht dort, wo Komfort endet. Mit Beispielen aus seinen Selbstexperimenten zeigt er, wie Wachstum und neue Perspektiven genau dann entstehen, wenn man sich bewusst Herausforderungen stellt. Ein motivierender Impuls, der Mut macht, den nächsten Schritt aktiv zu gehen.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--4"><span>Warum Sie dabei sein sollten</span></h2>
<p>Die FERCHAU Live Talks bieten kompakte Impulse zu drei zentralen Zukunftsthemen. Sie sind klar, inspirierend und praxisrelevant und helfen dabei, Entwicklungen besser einzuordnen, Risiken zu verstehen und Chancen für strategische Entscheidungen zu nutzen.</p>
<p class="colorbox colorbox--red">Seien Sie live dabei – exklusiv, kostenlos und online. Wir freuen uns auf Sie!<br /><a href="https://www.ferchau.com/de/de/kunden/ferchau-live-talks/registrierung" title="FERCHAU Live Talks" target="_blank">Hier anmelden!</a></p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/23-03-2026-reinvent-tomorrow-wandel-als-chance-7966]]></guid>
      <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>Verena Butler</author>
    </item>
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      <title><![CDATA[Know-how trifft Flexibilität]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/18-03-2026-know-how-trifft-flexibilitaet-7960]]></link>
      <description><![CDATA[60 Jahre FERCHAU – das sind sechs Jahrzehnte technologischer Fortschritt und starke Partnerschaften. Freelancer Robert Karhausen blickt im Interview auf seinen Einsatz beim Hightech-Kunden ASML zurück und erzählt, warum das Arbeiten unter dem FERCHAU-Dach für Freiberufler besondere Chancen bietet.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>18.03.2026 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Lisa Quarg</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2026/ferchau_60-years_robert-karhausen_small.jpg"><h2>Robert Karhausen, Freelancer bei FERCHAU</h2><p><b>60 Jahre FERCHAU – das sind sechs Jahrzehnte technologischer Fortschritt und starke Partnerschaften. Freelancer Robert Karhausen blickt im Interview auf seinen Einsatz beim Hightech-Kunden ASML zurück und erzählt, warum das Arbeiten unter dem FERCHAU-Dach für Freiberufler besondere Chancen bietet.</b></p><p>60 Jahre FERCHAU: Ein Jubiläum, das nicht nur gleichbedeutend ist mit sechs Jahrzehnten technologischer Exzellenz. Für uns sind es auch sechs Jahrzehnte, in denen wir an verschiedensten Standorten für das perfekte Match zwischen Menschen und Unternehmen sorgen, die Fortschritt gemeinsam gestalten. Robert Karhausen ist einer von ihnen. Seit Ende 2025 ist er in Rente, für uns hat er einen Blick zurückgeworfen: Auf das Wirken als Freelancer unter dem Dach von FERCHAU, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und vielfältige Verantwortung.</p>
<h3 class="header__headline header__headline--5">Robert, du warst sieben Jahre als freiberuflicher Ingenieur unter Vertrag bei FERCHAU im Einsatz. Wie sah dein Weg dorthin aus?</h3>
<p><strong>Robert Karhausen</strong>: In meinem Fall war das Kapitel als Freelancer der spannende Abschluss eines langen Berufswegs als Maschinenbauingenieur und Konstrukteur für Sondermaschinen. Dass ich genau diese Karriere einschlagen möchte, stand für mich tatsächlich schon als Teenager fest. So folgte auf das spätere Fachabitur ein Studium an der Fachhochschule Aachen, auf dessen Abschluss der Berufseinstieg bei Philips. Hier sprang ich damals mit baldiger Leitungsverantwortung direkt ins kalte Wasser. Auf diese Weise konnte ich mir sehr schnell sehr viel Praxiswissen aneignen und lernen, mit technischen wie planerischen Herausforderungen umzugehen – etwas, das meinen weiteren Weg sehr geprägt hat. Nach Jahren der internen Entwicklung war ich später für Firmen tätig, die Maschinen zum Verkauf fertigten. Für mich erneut die Gelegenheit, neue Perspektiven mitzudenken.</p>
<h3 class="header__headline header__headline--5">Und dann kam der Sprung zu FERCHAU?</h3>
<p><strong>Robert Karhausen:</strong> Quasi. Mit Ende Fünfzig war ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen, zugleich vom regulären Arbeitsmarkt für meine Altersgruppe eher enttäuscht. So traf ich die Entscheidung, mich selbstständig zu machen. Ich erledigte die Formalitäten, schrieb alte Kontakte an – und Tatsache: nur eine Woche später war ich zu 100 Prozent ausgelastet. Über ein gemeinsames Projekt lernte ich einen Kollegen kennen, der damals bereits für FERCHAU tätig war. Dieser wiederum fragte an, ob ich Interesse hätte, mich mit ihm gemeinsam im Auftrag von FERCHAU bei ASML in den Niederlanden vorzustellen. Ich sagte ja, ASML auch und der Rest ist Geschichte. (Lacht.)</p>
<h3 class="header__headline header__headline--5">ASML – das wertvollste Technologieunternehmen Europas. Du gehörst zu den ersten drei Freelancern, die dort seit 2018 für FERCHAU in verschiedenen Projekten mitgearbeitet haben. Was ist dir aus dieser Zeit besonders in Erinnerung geblieben?</h3>
<p><strong>Robert Karhausen</strong>: Die Zeit bei ASML war aus vielerlei Sicht besonders. Für mich liefert sie unter anderem ein Beispiel dafür, wie positiv die Wirkung ist, wenn „alte Hasen“ und Nachwuchskräfte Hand in Hand zusammenarbeiten. Initial ging es bei dem Projekt darum, Entwicklungsfehler bei bestehenden Maschinen auszubessern und insgesamt die Lieferfähigkeit zu erhöhen. „Ihr seid die mit den grauen Haaren. Ihr habt die Erfahrung, die wir brauchen!“, hieß es, als ein weiterer Freelancer und ich starteten. Und in der Tat: ASML war ursprünglich eine Philips-Firma und baute auf das gleiche Zeichensystem und Dokumentationswesen auf. Die Systeme, in denen ich mich 21 Jahre meiner Laufbahn bewegt hatte. Das war natürlich ein riesiger Mehrwert für das Projekt, gerade auch in der Zusammenarbeit mit jüngeren Kolleginnen und Kollegen, die wiederum andere Qualifikationen einbringen konnten.</p>
<p>Über zwei Jahre hatte ich schließlich die Leitungsverantwortung für die gesamte Baugruppe der betroffenen Maschinen – damals ein Novum für Freelancer innerhalb des Unternehmens; durch die gute Zusammenarbeit aber seither für das FERCHAU-Team in Veldhoven keine Seltenheit mehr.</p>
<p class="blog-quote">Später habe ich für und mit ASML im Kontext eines Re-Use-Projekts Pilotarbeit geleistet und maßgeblich ein System mitentwickelt, das Teile gebrauchter Maschinen anderweitig verbaut oder auf neue Systeme adaptiert. Ein großer Schritt innerhalb der Branche! Solche Aufträge, zumal für einen Top-Player, sind natürlich etwas Besonderes.</p>
<h3 class="header__headline header__headline--5">Wie lautet dein Rat für nachkommende Fachkräfte, die überlegen, ob das Freelancer-Dasein etwas für sie sein könnte?</h3>
<p><strong>Robert Karhausen:</strong> Man sollte – neben einiger Berufserfahrung und Kontakten – die Bereitschaft mitbringen, aktiv die Augen aufzuhalten und über den Tellerrand zu schauen. Auch innerhalb laufender Projekte. Dann hat man die realistische Chance, sehr vielfältige Aufgaben ausführen zu können. Im Vergleich zu Aufträgen, die man auf eigene Faust durchführt, hat im Speziellen die Freelancer-Tätigkeit unter dem FERCHAU-Dach den Vorteil, dass beispielsweise der Aufwand für Budgetplanung und Akquise wegfällt. Auch das Prozedere rund um die Rechnungsstellung ist sehr komfortabel, gerade wenn es um grenzüberschreitendes Arbeiten geht. Hier habe ich die lokale FERCHAU-Niederlassung in Aachen als jederzeit zuverlässige und kompetente Ansprechpartnerin erlebt.&nbsp;<br />Alles in allem also: Traut euch, es kann sich lohnen!</p>
<p class="colorbox colorbox--red">Du bist Freelancer und auf der<a href="https://touch.ferchau.com/de/de?type=4&amp;sortingType=actuality&amp;sortingDirection=DESC" title="Spannende Projekte für Freelancer" target="_blank"> Suche nach spannenden Engineering- und IT-Projekten</a> ?&nbsp;<br />Profitiere von den vielfältigen Vorteilen, die eine Zusammenarbeit mit FERCHAU bringt:&nbsp;<br />Deine <a href="https://www.ferchau.com/de/de/freelancer/zusammenarbeit-mit-ferchau" title="Deine Möglichkeiten als Freelancer bei FERCHAU" target="_blank">Möglichkeiten als Freelancer bei FERCHAU &nbsp;</a></p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/18-03-2026-know-how-trifft-flexibilitaet-7960]]></guid>
      <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>Lisa Quarg</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wo Potenziale wachsen und Karrieren starten]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/05-03-2026-wo-potenziale-wachsen-und-karrieren-starten-7945]]></link>
      <description><![CDATA[Wer als Studierender nach echten Praxiserfahrungen sucht, landet früher oder später bei derselben Frage: Wie finde ich einen Arbeitgeber, der mein Potenzial erkennt und es wirklich fördert? Bei FERCHAU lautet die Antwort darauf seit Jahren: Mit uns kommst du raus aus der Theorie – und rein in die Zukunft.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>05.03.2026 | Lesezeit ca.: 3 Minuten | Sarah Zeimetz</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2026/20260305-ferchau-nachwuchsfoerderung_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© Gorodenkoff, stock.adobe.com</span><h2>Nachwuchsförderung bei FERCHAU</h2><p><b>Wer als Studierender nach echten Praxiserfahrungen sucht, landet früher oder später bei derselben Frage: Wie finde ich einen Arbeitgeber, der mein Potenzial erkennt und es wirklich fördert? Bei FERCHAU lautet die Antwort darauf seit Jahren: Mit uns kommst du raus aus der Theorie – und rein in die Zukunft.</b></p><h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Raus aus dem Hörsaal, rein in die Praxis</h2>
<p>Studieren ist gut – aber Praxis ist besser.<strong> Genau deshalb öffnet FERCHAU dir die Türen zu einer Karriere</strong>, die von Anfang an auf echter Erfahrung basiert. Es spielt keine Rolle, ob dein Schwerpunkt in Informatik, BWL, Ingenieurwesen, HR oder Vertrieb liegt. FERCHAU ist <strong>branchenübergreifend aufgestellt</strong> und bietet dir ein berufliches Zuhause, egal aus welcher Fachrichtung du kommst. Als <strong>Werkstudent:in</strong> bringst du dein Wissen direkt in spannende Projekte ein, die wirklich etwas bewegen. Erlebe echte Einblicke in spannende Technologiefelder und <strong>exklusive Kundenprojekte</strong>, die die Zukunft gestalten. Tausche dich mit erfahrenen Expert:innen aus – alles in einem flexiblen Rahmen neben deinem Studium. Und natürlich: Deine Chancen auf eine <strong>spätere Übernahme</strong> stehen bestens.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Vom Studienbeginn zum ersten Job</h2>
<p>Wir begleiten und unterstützen dich schon während deines Studiums. Mit der Vergabe des <strong>Deutschlandstipendiums</strong> honorieren wir beispielsweise die fachlichen Leistungen und das persönliche Engagement von Studierenden. Außerdem bringen wir Menschen und Technologien zusammen: ganz praxisnah, zum Beispiel bei der <strong>Formula Student</strong>. Deutschlandweit unterstützen unsere Niederlassungen verschiedene Formula‑Student‑Teams beim Bau eines eigenen Rennwagens.</p>
<p>Ein besonderes Highlight ist der <strong>FERCHAU RISE Award (Rewarding Innovation, Skills and Excellence)</strong> – eine Auszeichnung für Studierende, deren Ideen das Potenzial haben, die Zukunft zu verändern. Ausgezeichnet werden unter anderem herausragende Studienergebnisse, innovative Projekterfolge oder besonderes Engagement. Der Award zeigt klar: Wir möchten nicht nur fördern, sondern auch Wertschätzung sichtbar machen – direkt dort, wo Leistung entsteht: an den Hochschulen.</p>
<p class="blog-quote">„In jeder Idee steckt ein Funke Zukunft. Mit dem FERCHAU RISE Award helfen wir dabei, ihn zum Leuchten zu bringen.“ – Maxi Christin Kocher, Manager Campus Marketing</p>
<p>In deiner <strong>Abschlussphase</strong> bieten wir dir ideale Rahmenbedingungen: Unterstützung bei wissenschaftlichen Fragestellungen, praxisnahe Betreuung und Zugang zu spannenden Innovationsthemen. Ob <strong>Abschlussarbeit, Direkteinstieg</strong> oder ein sechsmonatiges <strong>Traineeprogramm</strong> – bei uns hast du einen starken Partner, der deinen Übergang ins Berufsleben erleichtert und echte Perspektiven schafft.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Gemeinsam über dich hinauswachsen</h2>
<p>Bei FERCHAU glauben wir daran, dass echte Nachwuchsförderung Haltung braucht. Deshalb sind wir nicht nur einer der führenden Technologiedienstleister Europas, sondern vor allem ein <strong>verlässlicher Partner an deiner Seite</strong>. Wir eröffnen dir Perspektiven und geben dir Raum, über dich hinauszuwachsen. Dein persönlicher und beruflicher Weg ist uns wichtig: Mit einem strukturierten <strong>Weiterbildungsprogramm</strong> aus Seminaren und E‑Learnings sowie festen Ansprechpartner:innen, die dich begleiten, unterstützen wir dich vom ersten Tag an.&nbsp;<br />Unsere Kultur basiert auf <strong>Vertrauen, Wertschätzung und Förderung</strong>. Flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege schaffen ein Umfeld, in dem du dich einbringen, ausprobieren und weiterentwickeln kannst. Und schon bevor du richtig loslegst, machen wir dich fit für deinen Start ins Berufsleben – mit Bewerbungstrainings, Workshops und inspirierenden Gastvorträgen an unseren Partnerhochschulen.</p>
<p class="colorbox colorbox--red">Du bist Student:in und suchst eine neue Herausforderung?<br /><a href="https://www.ferchau.com/de/de/bewerber/studenten" title="Karriere als Student:in bei FERCHAU" target="_blank">Ganz egal, in welchem Bereich – bei uns findest auch du den richtigen Job! Erfahre jetzt mehr über deine Einstiegsmöglichkeiten als Werkstudent:in bei FERCHAU .</a></p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/05-03-2026-wo-potenziale-wachsen-und-karrieren-starten-7945]]></guid>
      <pubDate>Thu, 05 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Sarah Zeimetz</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Der Frische-Kick aus Industrieabfall]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/26-02-2026-der-frische-kick-aus-industrieabfall-7942]]></link>
      <description><![CDATA[Die Pharmaindustrie setzt auf ihre Heilwirkung und die Kosmetikbranche auf ihren guten Duft. Die Rede ist von Minze, besser gesagt Menthol. Der Frische-Kick schmeckt nicht nur gut, sondern wirkt auch schmerz- und juckreizlindernd. Das macht die Zutat zu einem wertvollen Rohstoff für die Industrie. Doch die Gewinnung ist teuer. Und künstliche Alternativen nicht nachhaltig. Bisher. Ein Exkurs in die Vergangenheit und Zukunft.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>26.02.2026 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Annette Link</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2026/20260225-ferchau-menthol_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© Memed, stock.adobe.com</span><h2>Wachstumsmarkt Menthol</h2><p><b>Die Pharmaindustrie setzt auf ihre Heilwirkung und die Kosmetikbranche auf ihren guten Duft. Die Rede ist von Minze, besser gesagt Menthol. Der Frische-Kick schmeckt nicht nur gut, sondern wirkt auch schmerz- und juckreizlindernd. Das macht die Zutat zu einem wertvollen Rohstoff für die Industrie. Doch die Gewinnung ist teuer. Und künstliche Alternativen nicht nachhaltig. Bisher. Ein Exkurs in die Vergangenheit und Zukunft.</b></p><p>Schon die alten Ägypter wussten um die Heilkraft der Minze. Sie verabreichten sie bei Magenbeschwerden. Die Römer schwörten auf das Mittel bei Erkältungen und befeuchteten damit die Luft ihrer Bäder. Im Mittelalter kultivierten Mönche das Heilkraut in ihren Klostergärten. Aber erst 1771 gelang es einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hieronymus_David_Gaub" title="Wikipedia-Artikel Hieronymus David Gaub" target="_blank">niederländischen Chemiker</a> den puren Wirkstoff zu extrahieren: das Menthol, wörtlich Minz-Alkohol. So genannt wird das ätherische Öl allerdings erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Deutsche Chemiker führten den Begriff ein – und traten so einen ersten weltweiten Run auf die Substanz los, die eigentlich die Minze vor Fressfeinden schützt.</p>
<p>Bis heute <a href="https://www.businessresearchinsights.com/market-reports/synthetical-menthol-market-108048" title="Marktrecherche zu synthetischem Menthol" target="_blank">wächst der globale Markt für Menthol</a>. Analysten sprechen heute immer noch von <a href="https://www.futuremarketreport.com/de/industry-report/l-menthol-market" title="Future Market Bericht zu L-Menthol" target="_blank">Wachstumsraten</a> zwischen fünf und acht Prozent. Getrieben wird die Entwicklung nach wie vor von der Pharmaindustrie. Mittlerweile ist nachgewiesen: Menthol aktiviert Kälterezeptoren in der Haut und in den Schleimhäuten, weshalb der Stoff heute noch in Arzneimitteln gegen Erkältungen, in Schmerzsalben und Tinkturen gegen Juckreiz enthalten ist. Aber auch die Lebensmittel- und Kosmetikbranche setzt auf Menthol wegen seiner sensorischen und funktionalen Eigenschaften.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Teuere Gewinnung aus Minze</h2>
<p>Die Gewinnung aus natürlicher Minze in industriellem Umfang ist allerdings teuer. Der Stoff wird aus der Ackerminze mit einem bis zu 60-prozentigen Menthol-Gehalt gewonnen. Indien gilt als Hauptlieferant. Ernte und Trocknung erfolgen meist in Handarbeit und die Erträge schwanken wegen Wetterrisiken. Das treibt die Kosten hoch.</p>
<p>Eine Alternative ist die künstliche Synthese mit Terpenen, gewonnen aus Erdöl. <a href="https://www.symrise.com/de/unsere-geschichten/150-shades-of-innovation/menthol/menthol-innovation/" title="Symrise Webseite zur Mentholinnovation" target="_blank">1973 ist dies erstmals gelungen</a>. Für die künstliche Herstellung von Menthol, chemisch betrachtet C₁₀H₂₀O, wird dabei die offene Kette eines Monoterpens aus Kohlen- und Wasserstoffatomen (C₁₀H₁₆) mit zusätzlichem Wasserstoff gesättigt und anschließend durch Sauerstoffeinbindung zu einem ringförmigen zyklischen Alkohol synthetisiert. Das Ergebnis, schmeckt, riecht und verhält sich so wie natürliches Minzöl. <a href="https://epb.bibl.th-koeln.de/frontdoor/deliver/index/docId/2046/file/FFJ_FFJ3699.pdf" title="Paper zur Synthese von Menthol" target="_blank">30 Prozent weltweit wird synthetisch hergestellt.</a> BASF ist Weltmarktführer. Einen feinen Unterschied merken nur Menschen mit sehr ausgeprägtem Geschmackssinn. Sie können Nuancen im Aroma oder im „Frischegefühl“ erkennen.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Kritik an Herstellung aus Erdöl</h2>
<p>Allerdings: Seit der Sensibilisierung für chemische Substanzen in Lebensmitteln und Kosmetika, haben künstliche Menthole ein schlechtes Image. Verbraucher assoziieren synthetisches Menthol mit „ungesund“ oder „umweltschädlich“, vor allem wenn das Stichwort „ Erdöl“ fällt. Dabei sind die riesigen Anbauflächen von Minze in Monokultur ebenfalls alles andere als nachhaltig.</p>
<p>Eine Vielzahl von Forschungsprojekten versucht dieses Dilemma aufzulösen. Mit Katalyseverfahren, die weniger Energie brauchen. Mit biotechnologischen Ansätzen, bei denen Mikroorganismen Menthol aus Zucker produzieren. Auch enzymbasierte Methoden setzen bei einer geringeren Umweltbelastung an, während KI-optimierte Biokatalysatoren die Produktion ressourcenschonender machen.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Menthol aus Abfall der Papierindustrie</h2>
<p>Ein Forschungsprojekt der TH Köln versucht noch einen anderen Weg: die Menthol-Synthese aus Abfall. Bei der Papierherstellung fallen erhebliche Mengen an Terpentinöl an, weltweit geschätzt <a href="https://www.reportsanddata.com/report-detail/crude-sulfate-turpentine-market" title="Zusammenfassung des Marktes für rohes Sulfatterpentinöl" target="_blank">etwa 300.000 Tonnen</a>. Es bleibt übrig, wenn Holzfasern zerkocht werden. Statt dieses wie bisher zu verbrennen, ist es dem Forschungsteam jetzt gelungen, daraus künstliches Menthol zu synthetisieren.</p>
<p>Die Basis bildet das so genannte Delta-Caren, ebenfalls ein Monoterpen, das dem Harz seinen ätherischen Geruch verleiht und chemisch betrachtet, relativ einfach zu Menthol umgewandelt werden kann. Um es bei der Papierherstellung zu gewinnen, sind mehrere Schritte notwendig. Zunächst wird der beim Einkochen der Holzfasern entstehende Terpentindampf via Kondensation abgeschieden. Dann muss das Terpentinöl in seine Einzelbestandteile zerlegt werden. Dazu experimentierten die Forschenden zunächst mit Nanofiltern und testeten handelsübliche Kunststoffmembrane. Ohne das gewünschte Ergebnis: Während die Terpenmoleküle wie Alpha- und Beta-Pinen tatsächlich an der Membran hängen blieben, passierten alle anderen Terpen-Moleküle inklusive dem Delta-Caren die Membranen.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Acht Meter hoher Turm als Herz des Verfahrens</h2>
<p>Deshalb entwickelte das Forschungsteam ein ausgeklügeltes, thermisches Trennverfahren: Es konstruierte einen acht Meter hohen Turm, in dem das Terpentinöl erhitzt wird. Die enthaltenen Terpene verdampfen, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten und kondensieren so an unterschiedlichen Stellen im Turm. Eine knifflige Angelegenheit, weil die Siedepunkte der Terpene eng beieinander liegen. Nach mehr als <a href="https://www.th-koeln.de/mam/downloads/deutsch/forschung/projekte_und_publikationen_2022.pdf" title="Projekte und Publikationen der TH Köln" target="_blank">sechs Jahren Forschungsarbeit</a> ist es dem Kölner Wissenschaftsteam aber gelungen, genauso Delta-Caren in reiner Form zu gewinnen.</p>
<p>Parallel entwickelte das Team ein vierstufiges Verfahren zur Wandlung des Caren in Menthol – mit marktüblichen Methoden und Anlagen. Konkret: Zuerst einen Hydrierreaktor, um die Doppelbindung im Molekül zu sättigen. Danach einen Rührkessel mit Säure, die die Atome neu anordnet. Im nächsten Schritt, wird in einem kontinuierlichen Reaktor das Sauerstoffatom zugefügt. Als letztes wird das so entstandene Epoxid in einem weiteren Hydrierreaktor zu Menthol gewandelt.</p><p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2026/th-koeln.jpg" alt=""><span style="color:#CECECE;"> | © Bild: Heike Fischer / TH Köln</span></p><p><i>In einer selbst entwickelten, acht Meter hohen Trennkolonne wurde das Terpentinöl in seine Bestandteile zerlegt.</i></p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Ausblick auf Industrietauglichkeit?</h2>
<p>Die ersten drei Anlagenstufen erreichen Ausbeuten von über 90 %, die letzte Stufe liefert derzeit allerdings nur 65 %. Deshalb experimentiert das Team jetzt mit dem Einsatz von Enzymen. Auf einen echten Frische-Kick aus Köln muss die Industrie also noch etwas warten. Aber die ersten Ergebnisse sind vielversprechend, dass dies nicht mehr lange dauern wird.<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/26-02-2026-der-frische-kick-aus-industrieabfall-7942]]></guid>
      <pubDate>Thu, 26 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Annette Link</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Creating Tomorrow – seit 1966]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/27-01-2026-creating-tomorrow-seit-1966-7939]]></link>
      <description><![CDATA[Seit sechs Jahrzehnten gestalten wir Technologien, übernehmen Verantwortung und bringen Menschen zusammen, die Zukunft möglich machen. Ein Jubiläum, das zeigt, wo wir herkommen – und wofür wir auch morgen stehen: Creating Tomorrow. Seit 1966.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>27.01.2026 | Lesezeit ca.: 5 Minuten | Nicole Walter</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2026/20260120-ferchau-60-jahre_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">gettyimages.de</span><h2>60 Jahre FERCHAU</h2><p><b>Seit sechs Jahrzehnten gestalten wir Technologien, übernehmen Verantwortung und bringen Menschen zusammen, die Zukunft möglich machen. Ein Jubiläum, das zeigt, wo wir herkommen – und wofür wir auch morgen stehen: Creating Tomorrow. Seit 1966.</b></p><p>Wenn Technologie Geschichte schreibt, sind es die Menschen dahinter, die ihr Richtung geben – Menschen, die Verantwortung übernehmen und den Mut haben, Zukunft zu gestalten. Seit 1966 begleitet FERCHAU den technologischen Wandel – und hat ihn immer wieder aktiv mitgestaltet. Was als kleines Ingenieurbüro in Gummersbach begann, ist heute einer der führenden Engineering- und IT-Dienstleister Europas. Die Konstante über sechs Jahrzehnte hinweg: der Anspruch, Fortschritt nicht als Selbstzweck zu begreifen, sondern als gemeinsames Projekt von Menschen, Unternehmen und Gesellschaft.</p>
<p>Frank Ferchau, Inhaber und Chairman von FERCHAU, bringt dieses Selbstverständnis auf den Punkt:</p>
<p class="blog-quote">„FERCHAU ist aus dem Mut entstanden, Neues zu wagen. Von den Anfängen am Reißbrett bis heute prägt uns eine Haltung: Zukunft entsteht dort, wo Menschen bereit sind, Veränderung möglich zu machen.“</p><p><a href="https://www.ferchau.com/at/de/blog/27-01-2026-creating-tomorrow-seit-1966-7939#ableblog-c12586"><img src="/_assets/6a917e6b894b8e685428654d5ff4ba88/Images/youtube_thumb.jpg" alt="FERCHAU - Crea↵ting Tomorrow. Seit 1966." title="FERCHAU - Crea↵ting Tomorrow. Seit 1966." /></a></p><h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Die Anfänge von FERCHAU</h2>
<p>Als der damals 25-jährige Heinz Ferchau 1966 die FERCHAU Konstruktion GmbH gründete, ging es vor allem um eines: sich als kleines Ingenieurbüro zu etablieren – verlässlich und nah am Kunden. Der erste Auftrag, eine Überweisung der BASF über 2.226 D-Mark, markierte den Beginn eines kontinuierlichen Wachstumskurses.</p>
<p>Schon wenige Jahre später überschritt FERCHAU die Marke von 100 Mitarbeitenden. Anfang der 1970er-Jahre folgte mit der ersten Niederlassung in Stuttgart der nächste Meilenstein – der Auftakt zu einer deutschlandweiten Expansion. Mit dem Standort Leipzig war FERCHAU ab 1995 auch in den neuen Bundesländern vertreten, zu einer Zeit, in der dort vielerorts noch keine stabilen Marktstrukturen bestanden.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Generationswechsel und internationale Expansion</h2>
<p>Mit dem Eintritt von Frank Ferchau in die Geschäftsführung im Jahr 2001 und der späteren Übergabe des Vorsitzes wurde der Generationswechsel erfolgreich vollzogen. FERCHAU blieb seinen Wurzeln als inhabergeführtes Familienunternehmen treu – und öffnete sich zugleich neuen Märkten und internationalen Perspektiven.</p>
<p>Die Gründung des ersten Auslandsstandorts im französischen Toulouse im Jahr 2005 war der Startpunkt für den konsequenten Ausbau der internationalen Aktivitäten. Heute ist FERCHAU neben Frankreich auch mit Tochtergesellschaften in Österreich, Spanien und Polen vertreten; rund zehn Prozent der Mitarbeitenden arbeiten außerhalb Deutschlands.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Engineering und IT – ganzheitlich gedacht</h2>
<p>Seit 2025 steht Alexander Schulz als CEO an der Spitze von FERCHAU. Für ihn ist das Unternehmen vor allem eines: kontinuierlich gewachsen – fachlich, strukturell und geografisch. Eine zentrale Stärke, die sich über sechs Jahrzehnte herausgebildet hat, ist die Flexibilität in Branchen, Technologien und Kooperationsmodellen.</p>
<p>„Wir können Brücken zwischen Industriesegmenten bauen – und genau das macht uns attraktiv für Kunden, Mitarbeitende und neue Talente“, so Alexander Schulz.</p>
<p class="blog-quote">„Unser breites Portfolio umfasst heute nicht nur Expert:innen für Fahrzeuge, Infrastruktur oder Energienetze, sondern auch Fachleute für IT, Software und Künstlicher Intelligenz.“</p>
<p>FERCHAU versteht sich längst nicht mehr als klassischer Ingenieurdienstleister, sondern als <a href="https://www.ferchau.com/de/de/kunden/full-service" title="Unser Full-Service-Versprechen" target="_blank">ganzheitlicher Lösungsanbieter</a>. Kunden profitieren von technologischer Expertise, methodischer Breite – und unserer Bereitschaft, Verantwortung für Ergebnisse zu übernehmen.</p>
<p class="blog-quote">„Der Fokus auf nur eine Technologie oder Branche führt heute in die Sackgasse. Die Zukunft der Engineering-Dienstleistungen ist international, interdisziplinär und individuell“, betont Alexander Schulz.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Partner auf Augenhöhe – auch in Zeiten des Wandels</h2>
<p>Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Phasen hat sich diese Anpassungsfähigkeit bewährt: FERCHAU hielt Kurs, entwickelte sich weiter und baute seine Kompetenzen konsequent aus. Heute vertrauen Kunden aus unterschiedlichsten Branchen auf die Fähigkeit des Unternehmens, komplexe Transformationsprojekte nicht nur technisch zu begleiten, sondern erfolgreich umzusetzen.</p>
<p class="blog-quote">„Unsere Kunden stehen vor komplexen Transformationen. Wir geben ihnen, was sie dafür brauchen: Flexibilität in der Umsetzung, technologische Expertise auf höchstem Niveau – und wir übernehmen die Verantwortung dafür, dass ihre Projekte erfolgreich werden“, so Alexander Schulz.</p>
<p>Seit sechs Jahrzehnten versteht sich FERCHAU dabei als Partner auf Augenhöhe – mit <a href="https://www.ferchau.com/de/de/technologien-und-loesungen/unser-know-how" title="Engi­nee­ring- und IT-Lösungen for the Next Level" target="_blank">Lösungen, die nachhaltig, skalierbar und konsequent an den strategischen Zielen der Kunden ausgerichtet sind.</a></p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Ein Unternehmen für Menschen, die Zukunft gestalten</h2>
<p>Gleichzeitig war FERCHAU immer auch ein Unternehmen für Menschen, die Technologie gestalten wollen. Ob Digitalisierung, Künstliche Intelligenz oder nachhaltige Technologien: Fortschritt entsteht dort, wo Fachwissen auf Gestaltungswillen trifft.</p>
<p>FERCHAU bietet dafür<a href="https://www.ferchau.com/de/de/bewerber/bewerber-infos/benefits-und-gehalt" title="Benefits für Bewerber:innen" target="_blank"> ein Umfeld, das Innovation ermöglicht und zugleich Sicherheit bietet</a> – mit anspruchsvollen Projekten, individuellen Entwicklungsmöglichkeiten und einer Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, Teamgeist und Wertschätzung basiert. Über Jahrzehnte hinweg ist so ein starkes Netzwerk aus Expertinnen und Experten entstanden, die nicht nur Technologien voranbringen, sondern auch die Kultur von FERCHAU prägen. Für Menschen, die etwas bewegen wollen, ist FERCHAU der ideale Arbeitgeber. <a href="https://www.ferchau.com/de/de/bewerber/karriere" title="Hebe deine Karriere auf das nächste Level" target="_blank">Die Zukunft wartet nicht – komm zu FERCHAU.</a> <a href="https://recruiting.ferchau.com/de/de" title="Starte jetzt deine Bewerbung bei uns" target="_blank">Jetzt bewerben</a></p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">60 Jahre – und der Blick nach vorn</h2>
<p>60 Jahre FERCHAU sind mehr als ein Jubiläum. Sie stehen für kontinuierliche Entwicklung, unternehmerische Verantwortung und die Überzeugung, dass technischer Fortschritt immer auch eine gesellschaftliche Dimension hat. Dieses Jubiläum ist Anlass, Danke zu sagen – an Kunden, Partner, Mitarbeitende und alle, die FERCHAU auf diesem Weg begleitet haben.<br />Vor allem aber ist es ein Blick nach vorn. Denn das Versprechen bleibt bestehen: FERCHAU wird auch in Zukunft Technologien gestalten, Verantwortung übernehmen und Menschen zusammenbringen, die Veränderung möglich machen. Creating Tomorrow ist kein Rückblick – es ist der Anspruch an die nächsten Jahrzehnte.</p>
<p>Wie wir technologischen Wandel gemeinsam möglich machen, erfahren Sie in den kommenden Monaten in unserem Blog. Schauen Sie einfach auf unserer Jubiläumsseite <a href="https://www.ferchau.com/de/de/ueber-uns/60-jahre-ferchau" target="_blank"><i>ferchau.com/go/60</i></a> vorbei und lassen sich inspirieren!<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/27-01-2026-creating-tomorrow-seit-1966-7939]]></guid>
      <pubDate>Tue, 27 Jan 2026 10:26:06 +0100</pubDate>
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      <author>Nicole Walter</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Technik-Highlights aus Las Vegas]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/22-01-2026-technik-highlights-aus-las-vegas-7936]]></link>
      <description><![CDATA[Alle Jahre wieder geht der Blick der Technik-Welt gespannt nach Las Vegas. In der Wüste Nevadas stellen namhafte Unternehmen und innovative Start-ups neue und spannende Technologien vor. Das sind unsere Highlights:]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>22.01.2026 | Lesezeit ca.: 3 Minuten | Sarah Zeimetz</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2026/20260122-ferchau-ces_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© ABF_MATEO, stock.adobe.com</span><h2>CES 2026</h2><p><b>Alle Jahre wieder geht der Blick der Technik-Welt gespannt nach Las Vegas. In der Wüste Nevadas stellen namhafte Unternehmen und innovative Start-ups neue und spannende Technologien vor. Das sind unsere Highlights:</b></p><p>Die Consumer Electronics Show (CES) hielt auch 2026 einige Innovationen für die rund 140.000 Besucher bereit. Neben Künstlicher Intelligenz standen auch Automatisierung und Nachhaltigkeit wieder stark im Fokus.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Smarte Helfer erleichtern den Alltag</h2>
<p>Die <a href="https://www.myearfun.com/de/headphones/earfun-air-pro-4-plus-hi-res-adaptive-anc-true-wireless-earbuds-black Pro 4 Plus" target="_blank" title="EarFun Air Pro 4+">In-Ear-Kopfhörer Air Pro 4+ der Firma EarFun</a> bieten neben einem angenehmen Tragekomfort und einem hybriden Treibersystem für herausstechende Audioqualität eine spannende Besonderheit: Per App sorgen die Kopfhörer erstmals für eine KI-gestützte Echtzeitübersetzung – ideal für Nutzer die häufig reisen oder internationale Gespräche führen. Die Übersetzung erfolgt ohne Unterbrechung der Audiowiedergabe - und das zu einem überraschend fairen Preis von rund 100 €. Beeindruckend ist auch die Gesamtakkulaufzeit von bis zu 54 Stunden.</p>
<p><a href="https://de.roborock.com/" target="_blank" title="Roborock Deutschland">Roborock </a>stellt mit dem Saros Rover den Prototyp eines Saugroboters vor, der in der Lage ist, Treppen zu erklimmen und gründlich zu reinigen. Gerade, gewendelte oder sogar teppichbezogene Treppen? Laut Hersteller kein Problem für den Saros Rover! Möglich macht es die sogenannte Zwei-Rad-Bein-Architektur mit zwei unabhängig voneinander beweglichen Gelenken - vergleichbar mit menschlichen Knien. Details zum Marktstart oder Preis wurden allerdings noch nicht bekanntgegeben.</p>
<p>Weniger Alltagshelfer mehr Trainingspartner der Zukunft: Der <a href="https://store.pongbotsports.com/product/pace-s-pro-tennis-ball-machine/?_gl=1*d0h8zr*_ga*MjA1MTgwNzYzMi4xNzY5MDA0OTA3*_ga_MGQT7EG6JZ*czE3NjkwMDQ5MDckbzEkZzAkdDE3NjkwMDQ5MDckajYwJGwwJGgw" target="_blank" title="Pongbot Pace S Pro">Pongbot Pace S Pro</a> ist der neue Partner im Tennistraining. Die Maschine erfasst exakt den Standort des Spielers auf dem Platz, schmettert Bälle mit bis zu 120 km/h und spielt mal offensiv, mal defensiv. Auch Höhe und Geschwindigkeit variieren ständig. Das Gerät analysiert seinen Gegner und passt sein Niveau entsprechend an. Mit einer App lassen sich zusätzlich unterschiedliche Trainingsmodi auswählen – ideal um sich ständig zu verbessern. Das Gerät überzeugt mit einer Kapazität von 150 Bällen sowie einer Batterieladung von 8 Stunden. Preislich liegt der Pongbot Pace S Pro bei rund 2.000 €. &nbsp;</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Technik, die begeistert</h2>
<p>LG präsentiert mit dem neuen <a href="https://www.lg.com/de/newsroom/LG-praesentiert-den-Wallpaper-TV--Ultraduenner-OLED-Fernseher-mit-kabelloser-Technologie/" target="_blank" title="LG OLED evo W6">OLED evo W6</a> einen nur rund 9 Millimeter dünnen TV, der sich wie ein Kunstwerk fast bündig an der Wand anbringen lässt. Für eine kabellose Installation sorgt die Zero Connect Box, die bis zu 10 Meter entfernt platziert werden kann - Kabelsalat ade. Bei den technischen Daten überzeugt der TV mit höherer Helligkeit, geringeren Reflexionen und präziserer Bildverarbeitung als noch der Vorgänger. Der True Wireless Wallpaper TV soll im Laufe des Jahres im Handel verfügbar sein.</p>
<p>Eine neue AR-Gaming-Brille bringt Hersteller Asus noch im ersten Halbjahr 2026 an den Start. Die <a href="https://rog.asus.com/articles/gaming-monitors/the-rog-xreal-glasses-r1-bring-big-screen-pc-and-console-gaming-in-a-small-wearable-package/" target="_blank" title="Asus ROG Xreal R1">ROG Xreal R1</a> ersetzt große Bildschirme, ermöglicht „Gaming on the go“ und ist dabei besonders kompakt und leicht. Zwei Micro-OLED-Displays mit Full-HD-Auflösung sowie 240 Hz ermöglichen ein flüssiges Spielen. Das virtuelle Display deckt 95 % des zentralen Sichtfelds ab und lässt den Spieler so sowohl das Spiel als auch die Umgebung gut wahrnehmen. Über das ROG Control Dock lässt sich die Brille problemlos mit PC, Konsole oder Handheld verbinden. Auch eine Verbindung zum Smartphone mit USB-C ist möglich.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Für eine nachhaltige Zukunft</h2>
<p>Die Revolution im Bereich der Akkus verspricht die Firma <a href="https://marstek.de/products/marstek-li-ion-akku" target="_blank" title="Umweltfreundliche Lithium-Ionen-Akkus">Marstek</a>. Wiederaufladbare, umweltfreundliche Lithium-Ionen-Akkus im AA- und AAA-Format sollen zukünftig Einwegbatterien ersetzen. Im Unterschied zu anderen Akkus liefert die Variante von Marstek eine Ausgangsspannung von 1,5 Volt – perfekt geeignet für Geräte wie Fernbedienungen oder Taschenlampen. Eine Aufladung per USB-C macht die Handhabung besonders einfach. Laut Hersteller behalten die Akkus auch nach Jahren noch rund 80 Prozent ihrer Kapazität. Mit 930 mWh (AAA) beziehungsweise 3.700 mWh (AA) sind die Akkus dir perfekte Verbindung zwischen Leistung und Nachhaltigkeit.</p>
<p>Die Zukunft der mobilen Stromversorgung präsentiert Jackery mit dem neuen <a href="https://www.jackery.com/pages/solar-mars-bot" target="_blank" title="Solar Mars Bot">Solar Mars Bot</a>. Die leistungsstarke Powerstation kombiniert mit einem selbstfahrenden Träger verspricht maximale Energieausbeute. Die ausklappbaren Module richten sich automatisch optimal Richtung Sonne aus, und dank intelligenter Navigation bewegt sich der Roboter über verschiedene Untergründe und sucht sich den optimalen Platz. Durch ein besonders robustes Design ist der Roboter optimal im Outdoor-Bereich&nbsp;<br />einsetzbar – ob auf dem Campingplatz, bei der Gartenarbeit oder als Notstromquelle. Ein Erscheinungsdatum und der Preis des Solar Mars Bot wurden noch nicht bekanntgegeben.</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/22-01-2026-technik-highlights-aus-las-vegas-7936]]></guid>
      <pubDate>Thu, 22 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Sarah Zeimetz</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Blaue Selfietius]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/20-01-2026-blaue-selfietius-7933]]></link>
      <description><![CDATA[Briefe sind out, aber Briefmarken sind nicht totzukriegen. Wer will, kann sich jetzt individuelle Sammlerstücke anfertigen lassen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>20.01.2026 | Lesezeit ca.: 3 Minuten | Ulf J. Froitzheim</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2026/20260120-ferchau-kolumne_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© Rafa Jodar, stock.adobe.com</span><h2>Kolumne</h2><p><b>Briefe sind out, aber Briefmarken sind nicht totzukriegen. Wer will, kann sich jetzt individuelle Sammlerstücke anfertigen lassen.</b></p><p>Als Teenager besaß ich einen Gegenstand, der heutigen Jugendlichen prähistorisch vorkommen muss: ein Sammelalbum für Briefmarken. Darin sortierte man die damals noch für schriftliche Kommunikation mit seinen Mitmenschen unerlässlichen Postwertzeichen fein säuberlich nach Herkunft, Alter, Motiven und Zuständen, also postfrisch oder gestempelt. Manche Marken erzählten tatsächlich Geschichten über die Länder, aus denen sie kamen. Wer diesem paläo-nerdigen Hobby frönte, machte allerdings die gleiche Erfahrung wie die eingebildeten Kerle in Shania Twains spöttischem Song „That Don’t Impress Me Much“: Der Spruch „magst Du Dir mal meine Briefmarkensammlung anschauen“ war zur Beziehungsanbahnung maximal ungeeignet – es sei denn, man vermochte glaubhaft zu machen, Eigentümer einer Blauen oder Roten Mauritius zu sein oder des „Bordeaux-Briefs“, auf dem beide nebeneinander kleben. Dessen Wert soll achtstellig sein.</p>
<p>178 Jahre nach Ausgabe der beiden kronkolonialen Marken mit dem Konterfei von Queen Victoria ist nun die Deutsche Post für einen Geniestreich zu loben, welcher der Philatelie zu einer postmodernen Blütezeit verhelfen könnte, in der Nerds aller Generationen gemeinsam Freude finden. Ab nur 1,77 Euro pro Stück bietet die privatisierte Briefbeförderungsbehörde eine postfrische Rarität an, die seltener ist als jede „Mauritius“. Während diese noch 12-mal in blau und 15-mal in rot existiert, können Sie und ich jetzt absolute Unikate in Auftrag geben. Ganz egal, ob wir einen Bogen mit 10, 18 oder 20 Exemplaren ordern, wir dürfen jede einzelne Marke individuell gestalten. Ausprobiert habe ich es noch nicht, aber die einzige Bedingung scheint zu sein, dass die Bilddateien, die wir nach dem Vorbild personalisierter Bürotassen oder T-Shirts hochladen, nicht größer sind als fünf Megabyte.</p>
<p>Für den Anfang ist die „Briefmarke Individuell“, wie das innovative Produkt heißt, leider nur in einer einzigen, eher mickrigen Größe erhältlich, dies aber immerhin für jedes Porto von der Postkarte bis zum Maxibrief. Bei Abnahme von 20 Stück beträgt der Aufpreis knapp 82 Cent. Das dürfte uns eine Win-win-Situation bescheren: Die Post darf endlich ihr Porto erhöhen, ohne die lästige Bundesnetzagentur um Erlaubnis fragen zu müssen, und wir dürfen uns kreativ ausleben. Friends &amp; Family per Instagram mit virtuellen Ansichtskarten zu fluten, die am nächsten Tag im digitalen Nirvana verschwinden, ist Schnee von gestern. Ab sofort schrumpfen wir die Selfies auf Briefmarkenformat. Dann erkennt ohne Lupe niemand mehr, ob die Sehenswürdigkeiten oder Promis, vor denen oder neben denen wir stehen, echt sind oder KI-generiert.</p>
<p>Die Sache hat nur einen Haken: Solange das Foto so winzig ist, bleibt sehr viel Platz auf dem Papier frei, den wir analog mit dem Kugelschreiber vollschreiben müssen. Deshalb habe ich einen Verbesserungsvorschlag. Früher verkaufte jedes Postamt vorfrankierte Postkarten, die vor allem dazu dienten, an Preisausschreiben teilzunehmen oder Autogramme von Schlagerstars anzufordern, die in der ZDF-Hitparade auftraten. Warum sollten wir per postalischer Smartphone-App nicht – sehenswerte Fotos mal vorausgesetzt – komplette Ansichtskarten im Vollformat gestalten können? Die Post digitaldruckt diese für uns und stellt sie bereits zu, während wir noch im schottischen Hochland oder am Ballermann urlauben. Mit etwas Glück hängt unser Individualgruß dann jahrelang an Omas Kühlschranktür.</p>
<p>Wie ich das spielverderberische Talent und die Kindsköpfigkeit mancher Zeitgenossen einschätze, wird die neue Gestaltungsfreiheit allerdings schon bald überstrapaziert werden. Dann bekommt etwa das Finanzamt Briefe, die mit herausgestreckten Zungen oder hochgereckten Mittelfingern frankiert sind. Dass vor der Verbreitung fiesueller Botschaften eine Paywall steht, erspart uns aber hoffentlich Einiges, das im Netz kursiert. Im Zweifelsfall springt Stoff für juristische Doktorarbeiten heraus. Oder wie es am Niederrhein heißt, wenn Kinder nicht brav sind: Darf dat dat? Dat darf dat. Datt dat dat darf!</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/20-01-2026-blaue-selfietius-7933]]></guid>
      <pubDate>Tue, 20 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Ulf J. Froitzheim</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Unsere Highlights des Jahres]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/18-12-2025-unsere-highlights-des-jahres-7927]]></link>
      <description><![CDATA[2025 stand bei FERCHAU im Zeichen von Aufbruch und konsequenter Weiterentwicklung: Wir haben Verantwortung neu aufgestellt, Zukunftsthemen sichtbar gemacht, Karrierewege digital vereinfacht – und in der Gruppe echte Meilensteine gefeiert. Highlights, die unser Jahr besonders geprägt haben:]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>18.12.2025 | Lesezeit ca.: 2 Minuten | Verena Butler</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20241205-ferchau-jahresrueckblick_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">Das Jahr 2024 bei FERCHAU: ein Rückblick</span><h2>FERCHAU-Jahresrückblick 2025</h2><p><b>2025 stand bei FERCHAU im Zeichen von Aufbruch und konsequenter Weiterentwicklung: Wir haben Verantwortung neu aufgestellt, Zukunftsthemen sichtbar gemacht, Karrierewege digital vereinfacht – und in der Gruppe echte Meilensteine gefeiert. Highlights, die unser Jahr besonders geprägt haben:</b></p><h2 class="header__headline header__headline--sub-4"><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">CEO-Wechsel: Fokus auf Zukunft – mit klaren Rollen</span><span class="EOP SCXW173753772 BCX8">&nbsp;</span></h2>
<p><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">Das Jahr begann mit einer großen Veränderung. Zum <strong>1. Januar 2025</strong> haben wir unsere Führung neu aufgestellt: <strong>Alexander Schulz</strong> verantwortet als CEO das operative Tagesgeschäft, <strong>Frank Ferchau</strong> wirkt als Chairman stärker an strategischer Weiterentwicklung und Innovationsthemen. Diese klare Rollenverteilung schafft Tempo im Alltag – und gleichzeitig den Raum, zentrale Zukunftsthemen noch konsequenter voranzutreiben.</span><span class="EOP SCXW173753772 BCX8">&nbsp;</span></p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4"><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun ContextualSpellingAndGrammarErrorV2Themed">Live Talks</span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun"> 2025: Impulse durchs Jahr – inklusive erstem internationalen Talk</span><span class="EOP SCXW173753772 BCX8">&nbsp;</span></h2>
<p><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">Auch 2025 waren die FERCHAU Live Talks ein fester Impulsgeber rund um technologischen Wandel – mit Formaten im Frühjahr und Herbst sowie einem besonderen Meilenstein: unserem ersten internationalen </span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun ContextualSpellingAndGrammarErrorV2Themed">Live Talk</span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">.</span><span class="EOP SCXW173753772 BCX8"> </span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">Im Frühling stand die Reihe unter dem Motto „Above and </span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun SpellingErrorV2Themed">Beyond</span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">“ – mit Fokus auf KI, Innovation und Mut zum Wandel und vor allem auf der Frage, wie Unternehmen vom Denken ins Machen kommen.</span><span class="EOP SCXW173753772 BCX8">&nbsp;</span></p>
<p><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">Ein echtes Highlight folgte im Mai: Beim ersten internationalen FERCHAU Live Talk gab KI-Vordenker Benjamin </span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun SpellingErrorV2Themed">Bargetzi</span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun"> Einblicke in die dynamische Entwicklung von KI.</span><span class="EOP SCXW173753772 BCX8">&nbsp;</span></p>
<p><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">Im Herbst ging es unter dem Motto „Own </span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun SpellingErrorV2Themed">the</span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun"> Future“ um Technologien verstehen und mit Vision gestalten – mit praxisnahen Perspektiven auf KI-Umsetzung, Verantwortung im digitalen Zeitalter und </span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun SpellingErrorV2Themed">Cyberresilienz</span><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">.&nbsp;</span></p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4"><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">FERCHAU Job- und Projektportal: Karrierechancen neu gedacht</span><span class="EOP SCXW173753772 BCX8">&nbsp;</span></h2>
<p><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">Ein weiteres Highlight: Seit Juli ist unser <strong>FERCHAU Job- und Projektportal</strong> live – entwickelt von unserem internen Produktteam mit dem klaren Ziel, Talente und Freelancer bestmöglich auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten. Mit dem Portal schlagen wir ein neues Kapitel auf: ein digitales Angebot, das Karrierewege erleichtert, Projekte zugänglich macht – und Menschen mit Möglichkeiten verbindet.</span><span class="EOP SCXW173753772 BCX8">&nbsp;</span></p>
<p class="blog-quote"><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">Die positive Resonanz hat uns gezeigt: Wir treffen mit unserem Portal einen echten Nerv.“</span><span class="EOP SCXW173753772 BCX8">&nbsp;</span></p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4"><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">planting: 15 Jahre – ein Grund zum Feiern&nbsp;</span></h2>
<p><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">Ein besonderes Jubiläum gab es 2025 auch in der FERCHAU Group: <strong>planting feierte 15 Jahre</strong>. Was als kleines technisches Büro begann, ist heute ein starker Partner in der Prozessindustrie – und 2025 zugleich ein Jahr, das zeigt, wie viel Entwicklung in dieser Erfolgsgeschichte steckt. Ein Jubiläum, das nicht nur zum Zurückblicken einlädt, sondern auch den Blick nach vorn stärkt.</span><span class="EOP SCXW173753772 BCX8">&nbsp;</span></p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4"><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">Ausblick: Chancen einfacher zugänglich machen</span></h2>
<p><span class="TextRun SCXW173753772 BCX8 NormalTextRun">Was 2025 verbindet, ist ein klarer Anspruch: Menschen schneller und passgenauer mit Möglichkeiten zu verbinden – über klare Führung, relevante Zukunftsimpulse und digitale Lösungen. Daran arbeiten wir konsequent weiter: mit Angeboten, die Orientierung geben, Zusammenarbeit erleichtern und den Weg von der Idee zur Umsetzung kürzer machen – für Kunden, Partner und alle, die mehr wollen.</span><span class="EOP SCXW173753772 BCX8">&nbsp;</span></p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/18-12-2025-unsere-highlights-des-jahres-7927]]></guid>
      <pubDate>Thu, 18 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Verena Butler</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Stillt der Code des Lebens den wachsenden Datenhunger?]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/10-12-2025-stillt-der-code-des-lebens-den-wachsenden-datenhunger-7924]]></link>
      <description><![CDATA[DNA ist das Speichermedium der Natur. Sie kann komplexe Informationen auf kleinstem Raum für die Ewigkeit sichern. Forschende weltweit versuchen, das geniale Prinzip in technische Datenspeicher zu überführen. Ein chinesisches Team will nun den Code des Lebens für die praktikable Anwendung geknackt haben – mit einer Art VHS-Kassette. Was steckt dahinter?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>10.12.2025 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Annette Link</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251211-ferchau-dna_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© Nazia, stock.adobe.com</span><h2>DNA als Speichermedium</h2><p><b>DNA ist das Speichermedium der Natur. Sie kann komplexe Informationen auf kleinstem Raum für die Ewigkeit sichern. Forschende weltweit versuchen, das geniale Prinzip in technische Datenspeicher zu überführen. Ein chinesisches Team will nun den Code des Lebens für die praktikable Anwendung geknackt haben – mit einer Art VHS-Kassette. Was steckt dahinter?</b></p><p>Videos, Chats, Fotos, Sensordaten – jeden Tag produziert die Menschheit mehr als 400 Millionen Terabyte an digitalen Daten. So die Schätzungen von Marktforschungsinstituten. Und es werden jährlich mehr. Für 2025 prognostizieren die Analysten ein Volumen von insgesamt 175 Zettabyte, also ein Byte mit 21 Nullen. Wachstumsraten von 50 Prozent jährlich sind auch für die Zukunft realistisch – auch durch KI.</p>

<p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251211-ferchau-dna-Bild1-800.jpg" alt=""></p><p>Nicht alle Daten müssen dauerhaft gespeichert werden. Etwas mehr als die Hälfte bleibt nur für den Moment: Cloud-Tools, Streams, Steuerbefehle, IoT-Messwerte oder Log-Protokolle werden nur temporär gebraucht. Dennoch bringt der Datenhunger heutige Rechenzentren an ihre Grenzen. Herkömmliche elektronische Speicher lassen sich nicht bis ins Unendliche skalieren. Der hohe Flächen- und Energieverbrauch sprechen dagegen. Deshalb experimentieren Forschende weltweit mit neuen Ansätzen – und dringen dabei bis tief in den genetischen Baukasten des Lebens vor.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Die gesamte digitale Welt in einem Reagenzglas</h2>
<p>„Das ganze Internet mit allen Daten wäre in weniger als einem Kilogramm DNA speicherbar“, sagt Professor Thomas Dandekar, Leiter der Abteilung Bioinformatik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Dandekars Team <a href="https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/pressemitteilungen/single/news/dna-chips/&quot; \o &quot;https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/pressemitteilungen/single/news/dna-chips/" title="Webseite der Universität Würzburg zu DNA-Chips" target="_blank">forscht derzeit an Chips aus DNA.</a> „Wir sehen darin eine große Chance für die ressourcenschonende, platzsparende Langzeitarchivierung von Daten“, sagt auch Dr. Uwe Vogel vom Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS. <a href="https://www.fraunhofer.de/content/dam/zv/de/presse-medien/2025/mai/ipms-synthetische-dna-als-massendatenspeicher-der-zukunft.pdf&quot; \o &quot;https://www.fraunhofer.de/content/dam/zv/de/presse-medien/2025/mai/ipms-synthetische-dna-als-massendatenspeicher-der-zukunft.pdf" title="Experteninterview des Frauenhofer-Instituts über Synthetische DNA" target="_blank">Das Institut entwickelt derzeit eine Mikrochip-Plattform aus synthetischer DNA.</a> &nbsp;</p>
<p>In der Tat ist die Desoxyribonukleinsäure (DNA) ein mächtiges Archiv. Sie kodiert, repliziert, verbreitet und speichert den gesamten Code des Lebens. Der ist allerdings nicht binär. Bisher. Chemisch betrachtet besteht die DNA aus zwei Strängen, die jeweils vier sogenannte Nukleotide enthalten: Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T). Der Binärcode bekanntlich nur aus Nullen und Einsen. Strom fließt oder nicht. Mehr kennt die Elektronik nicht. Dieses Prinzip lässt sich problemlos auch in die vier Bausteine der DNA „übersetzen“. Zum Beispiel: 00 für A, 01 für C, 10 bedeutet G und 11 für T. Da Nukleotide, also vereinfacht Zucker-Phosphat-Basen, im Labor hergestellt werden können, lassen sich als auch digitale Daten in DNA umwandeln. &nbsp;</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Industrie interessiert sich für DNA-Technologie</h2>
<p>Die 2020 gegründete DNA Data Storage Alliance (DDSA) arbeitet an Standards dafür. Mitglieder sind neben Microsoft und dem Festplattenhersteller Western Digital auch Biotech-Unternehmen. Sie haben das Potenzial erkannt: Nur 1 Gramm DNA kann bis zu 215 Millionen Gigabyte speichern. Alle Daten der Welt ließen sich in wenigen Kilogramm DNA verewigen. &nbsp;</p>
<p>Das Synthetisieren einfacher binärer Codes, zum Beispiel 01110001 als CTAC, gelingt Forschenden problemlos. 2003 waren erste Versuche erfolgreich. Allerdings ist der künstliche Aufbau von DNA extrem zeitaufwendig und auch das Auslesen der Daten schwierig. Informationen aber, die nicht abgerufen werden können, sind nutzlos. Damit die Daten durch das Auslesen der DNA nicht zerstört werden, mussten Stränge zuvor vervielfältigt werden – völlig unpraktikabel für den täglichen Einsatz.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Band mit Adressiercode</h2>
<p><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.ady3406&quot; \o &quot;https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.ady3406" title="Paper: “A compact cassette tape for DNA-based data storage“" target="_blank">Ein chinesisches Forschungsteam</a> geht einen anderen Weg. Sie haben eine Art VHS-Kassette entwickelt, mit der die in DNA codierten Daten eine feste lokale Verortung bekommen. Konkret nutzt das Team die Saugfähigkeit von Nylon und die wasserabweisenden Eigenschaften von Polyester und ordnet diese nach einem fest definierten Muster, ähnlich einem Barcode, an. Wird die DNA in einer flüssigen Lösung auf das Band getropft, bleibt sie nur in den weißen Nylon-Bereichen haften. Die wasserabweisenden schwarzen Stellen ohne DNA wiederum enthalten die Adresse der DNA-Infoeinheit. So entsteht ein Koordinatensystem für die „Ablage“, das gleichzeitig als Nachschlagewerk fürs Auffinden fungiert. Mithilfe eines Barcode-Scanners in einem Kassettenlaufwerk lassen sich die Informationen so auslesen. &nbsp;</p><p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251211-ferchau-dna-Bild_800.jpg" alt="DNA-Tape der chinesischen Forschenden"><span style="color:#CECECE;"> | Southern University of Science and Technology</span></p><p>Professor Robert Grass, Biowissenschaftler an der ETH in Zürich, sieht die Kassette als einen wichtigen Schritt in Richtung Alltagstauglichkeit und auch der Würzburger Bioinformatiker Dandekar sieht Potenzial. In puncto Schnelligkeit müsse aber noch viel passieren: Das verwendete Barcode-Lesegerät könne gerade mal 45 Codes pro Sekunde auslesen, was zwar zehn- bis hundertmal schneller sei als bisherige DNA-Lösungen. Mit normalen Computern, die Gigabytes pro Sekunde übertragen, könne die Methode aber nicht mithalten. Fraunhofer-Forscher Vogel findet zudem die mechanischen Bandbewegungen problematisch und, dass das System mit existierenden magnetischen Tape-Systemen nicht kompatibel sei. Viel Arbeit liegt diesbezüglich also noch vor der Wissenschaft. Dandekar wagt eine Prognose von 16 Jahren.</p><p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251211-ferchau-dna-Bild3-800.jpg" alt=""><span style="color:#CECECE;"> | Europäisches Patentamt</span></p><p>Datenspeicherungsverfahren von Professor Grass, bei dem Daten auf DNA-Strängen verschlüsselt und in schützenden Glaskügelchen eingeschlossen werden. Gewinner des Europäischen Erfinderpreises 2021, Quelle: Europäisches Patentamt &nbsp;</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/10-12-2025-stillt-der-code-des-lebens-den-wachsenden-datenhunger-7924]]></guid>
      <pubDate>Wed, 10 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>Annette Link</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Innovationen, die aus dem Shredder kommen]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/02-12-2025-innovationen-die-aus-dem-shredder-kommen-7921]]></link>
      <description><![CDATA[Wiederverwertete Kunststoffe sind ein Rohstoff der Zukunft – wenn die Qualität stimmt. Dafür zu sorgen, ist das Ziel des Recycling-Technikums der Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB). Die außeruniversitäre Forschungseinrichtung unterstützt Unternehmen beim Entwickeln innovativer Verfahren. Im Vordergrund steht die gezielte Vorbehandlung von industriell genutzten Kunststoffen – als Voraussetzung für hochwertiges Rezyklat.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>02.12.2025 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Uwe Küll</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251202-ferchau-recycling_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">Neue Materialien Bayreuth GmbH</span><h2>Technikum für Kunststoffrecycling</h2><p><b>Wiederverwertete Kunststoffe sind ein Rohstoff der Zukunft – wenn die Qualität stimmt. Dafür zu sorgen, ist das Ziel des Recycling-Technikums der Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB). Die außeruniversitäre Forschungseinrichtung unterstützt Unternehmen beim Entwickeln innovativer Verfahren. Im Vordergrund steht die gezielte Vorbehandlung von industriell genutzten Kunststoffen – als Voraussetzung für hochwertiges Rezyklat.</b></p><p>Recycelte Kunststoffe sind allgegenwärtig. Egal ob Getränke, Reinigungsmittel oder Kosmetika: Viele Artikel des täglichen Bedarfs sind in Flaschen und anderen Behältnissen verpackt, die zumindest teilweise aus wiederaufbereitetem Plastik bestehen. Dennoch machen Rezyklate bislang nur rund 15 Prozent (im Jahr 2023) der jährlich verarbeiteten Kunststoffe in Deutschland aus. Das muss sich ändern – nicht nur bei Verpackungen. Allerdings tun sich die Unternehmen schwer mit dem Einstieg in die Kunststoff-Kreislaufwirtschaft. Es fehlt an Erfahrung, wie und mit welchen Mitteln sich die teilweise sehr heterogenen Abfallströme trennen und sortenrein wiederaufbereiten lassen. Hier kommt das Recycling-Technikum der <a href="https://www.nmbgmbh.de/" target="_blank" title="Webseite Neue Materialien Bayreuth">NMB</a> ins Spiel.</p>
<p>Bedarf an Lösungen für geringere Aufkommen steigt<br />„Unsere voll digitalisierte Anlage kann bereits mit 20 Kilo Ausgangsmaterial einen kompletten Prozess abwickeln“, erklärt Dr.-Ing. Katharina Krause, Expertin für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, das auffälligste Merkmal der neuen Anlage. Der Grund für diese vergleichsweise geringe Dimension ist ein wirtschaftlicher. Um den – auch ökonomisch – nachhaltigsten Aufbereitungsweg für ein Material zu finden, sind viele Versuche erforderlich. Je geringer der Aufwand, desto schneller und kostengünstiger gibt es umsetzbare Ergebnisse. Krause betont: „Das ist uns in allen Forschungsbereichen wichtig, egal um welche Materialen oder Prozesse es geht.“ Hinzu kommt: In manchen Bereichen sind die Stoffströme bislang gering, beispielsweise bei technischen Kunststoffen im Fahrzeug- und Flugzeugbau oder in der Elektroindustrie. Zwar sind die gesetzlichen Recycling-Vorgaben für diese Branchen noch in Arbeit, doch immer mehr Unternehmen nutzen das Recycling-Technikum bereits jetzt zur Entwicklung von Kunststoff-Innovationen. Das gilt auch für Unternehmen der Medizin-Branche. Dazu Krause: „Bei Kunststoffen für diese anspruchsvollen Anwendungsbereiche ist der Aufbau geschlossener Stoffkreisläufe besonders wichtig, um sicherzustellen, dass keinerlei Verunreinigungen in das Rezyklat gelangen“. In den meisten Fällen geht es jedoch zunächst darum, heterogene Ausgangsmaterialien zu verarbeiten. „Auch vorsortiert angelieferte Abfälle können sich in der Zusammensetzung stark unterscheiden“, betont Krause. „Wo genau, wie lange und wofür sie eingesetzt wurden, das kann unterschiedliche Behandlungen erfordern, um sie für ökonomisch und ökologisch sinnvolle Anwendungen wieder aufzubereiten.“</p><p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251202-ferchau-Katharina_Krause.jpg" alt="Katharina Krause"></p><h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Modularer Aufbau für bedarfsgerechten Einsatz</h2>
<p>In fünf aufeinander abgestimmten Modulen stellt das Recycling-Technikum eine durchgängig digitalisierte Prozesskette fürs mechanische Kunststoffrecycling bereit. Zu Beginn des Prozesses wandert das Ausgangsmaterial, beispielsweise Stoßfänger von Autos aus Polypropylen, zum Zerkleinern in eine Schneidmühle des Herstellers Wanner Technik GmbH. Anschließend werden die sogenannten Flakes bei Bedarf pelletiert. Das ist insbesondere bei schwer rieselfähigem Material erforderlich. Dazu gehören Partikelschaum aus Dämmplatten und Leichtbauelementen oder Textilfasern. Die Pellet-Presse des Herstellers Amandus Kahl GmbH &amp; Co. KG verdichtet auf bis zum Zwanzigfachen des ursprünglichen Gewichts.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Innovatives Trocknungsverfahren</h2>
<p>Je nach Zustand des Ausgangsmaterials steht nun das Waschen und Trocknen der Flakes an. Dazu hat das Forschungsinstitut eigens für das Technikum eine Anlage in der passenden Größe anfertigen lassen. „Die Anlage verarbeitet 20 bis 120 Kilogramm pro Stunde und ist so ausgelegt, dass Kunden sie für ihren eigenen Bedarf auch in größeren Dimensionen nachbauen können“, sagt Krause. Der Waschprozess lässt sich individuell an die Gegebenheiten des Materials anpassen: mit oder ohne Einweichen, mit oder ohne Additive und von Kaltwäsche bis zu Hot-Wash-Zyklen bis 95 °C. Im Friktionswaschgang erzeugt ein Hydrocleaner die benötigte Reibung, um hartnäckige Verschmutzungen und Metallbeschichtungen von Oberflächen zu entfernen oder Fischernetze zu entknoten. Den Clou der Vorbereitung auf das eigentliche Recycling bildet der Trocknungsprozess. „Hier nutzen wir eine Schleudervorrichtung, ähnlich einer Salatschleuder“, erklärt Krause. Diese erreicht einen so hohen Trocknungsgrad, dass die thermische Nachtrocknung oft komplett entfällt. „Damit sinkt der Energiebedarf bei Hartkunststoffen um bis zu 80 Prozent. Diese Innovation kommt bei unseren Kunden besonders gut an, weil sie viele Anwendungen erst wirtschaftlich macht“, freut sich Krause.</p>
<p>Nach dem Waschen und Trocknen beginnt das eigentliche Materialrecycling. Beim sogenannten Compounding werden die Flakes im Doppelschneckenextruder des Herstellers Leistritz Extrusionstechnik GmbH aufgeschmolzen. Noch vorhandene Verunreinigungen entweichen entweder als Gas oder werden mithilfe von Wasser als Schleppmittel oder durch Filter entfernt. Im Kühlbad verfestigt sich der Materialstrang und wird anschließend zu Granulat abgeschlagen.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Schnelle Ergebnisse</h2>
<p>Am Ende des Prozesses bietet das Technikum die Möglichkeit, aus dem granulierten Material auf einer Spritzgießmaschine des Typs ENGEL e-mac 100 standardisierte Prüfkörper herzustellen. Damit lassen sich die mechanischen Eigenschaften des gewonnenen Rezyklats direkt analysieren. Die so gewonnenen Erkenntnisse bilden gegebenenfalls die Grundlage für weitere Tests. Dazu noch einmal Krause: „Weil wir von allen Anlagen über das OPC/UA-Protokoll permanent Daten über die darauf befindlichen Materialien erhalten, lernen wir ständig dazu. So können wir unseren Projektpartnern helfen, aus der Vielzahl möglicher Prozessparameter die aussichtsreichsten auszuwählen. Das spart Zeit und senkt die Kosten innovativer Verfahren im Kunststoffrecycling.“</p>

]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/02-12-2025-innovationen-die-aus-dem-shredder-kommen-7921]]></guid>
      <pubDate>Tue, 02 Dec 2025 15:01:00 +0100</pubDate>
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      <author>Uwe Küll</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Crash-Kurs am Pinkscreen]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/25-11-2025-crash-kurs-am-pinkscreen-7918]]></link>
      <description><![CDATA[Digitalisierung spart viel Wohnfläche. Aber wehe, unsere zu Terabytes verdichteten Aktenordner, Fotoalben und Videotheken sagen plötzlich leise Servus.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>25.11.2025 | Lesezeit ca.: 3 Minuten | Ulf J. Froitzheim</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251125-ferchau-kolumne_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© Kazi, stock.adobe.com</span><h2>Kolumne</h2><p><b>Digitalisierung spart viel Wohnfläche. Aber wehe, unsere zu Terabytes verdichteten Aktenordner, Fotoalben und Videotheken sagen plötzlich leise Servus.</b></p><p>Viele Menschen bleiben, wenn die Kinder aus dem Einfamilienhaus sind, nur deshalb darin wohnen, weil sie nicht wissen, wohin mit all ihrem Zeugs. Was da an Erinnerungen rumliegt, rumsteht, rumhängt!</p>
<p>Zum Glück bin ich Nerd genug, um alles wegzuscannen, was nicht niet- und nagelfest ist. Vor unserem Umzug in die kuschelige Zweipersonenwohnung stand unterm Dach ein mächtiger Rolladenschrank voller alternder Dias. Davon blieb nichts als ein Terabyte an TIFF-Dateien. Im Wohnzimmer quollen Regale über vor CDs, DVDs, VHS- und C90-Audiotapes, in der Schrankwand machten sich meine LPs breit. Das alles schrumpfte auf ein Terabyte an MP3s, MP4s und MOVs. Im Rumpelkeller füllten Fotoalben aus vier Generationen viele Regalmeter, im Büro standen Ordner und Stehsammler voller Magazine Spalier: Rohstoff für Hunderte Gigabytes PDFs und JPGs.</p>
<p>Toll, dass die Essenz unseres Lebens jetzt in die Jackentasche passt – als mit Digitalisaten vollgestopfter SSD. Aber unser liebstes Hab und Gut ist in Gefahr, nicht nur durch Angriffe garstiger Hacker, sondern auch durch geplante und ungeplante Obsoleszenz: HDDs und SSDs dürfen nicht ewig halten, denn ohne steten Nachschub an Elektronikschrott kollabiert das Wirtschaftswachstum. Dieses Wissen machte mich zum Backup-Junkie, der lieber dreifach als doppelt sichert: Nie hatte ich so viel Sorge, meine analogen Originale könnten zum Raub der Flammen oder des Löschwassers werden, wie heute vor einem stillen Speichercrash.</p>
<p>Seit kurzem weiß ich, wie recht ich hatte. Da komme ich aus dem Urlaub zurück – natürlich mit einer Kopie aller Daten im Rucksack – und schließe das Macbook an die Dockingstation an. Doch kurz nach dem Einschalten färbt sich der Bildschirm giftig-rosa. Neustart, der Desktop baut sich auf, und zack: wieder Pink Screen. Windows-Nutzer kennen das Phänomen in be(un?)ruhigendem Blau. Was tun? Abdocken, Neustart, Aufatmen: Computer ist noch heil. Ist das Dock kaputt, das Kabel, die USB-Buchse? Nein, es ist die Time Machine, das 5-Terabyte-Haupt-Backup, das immer mitläuft, wenn ich daheim bin. Die dreijährige Garantie ist erst in ein paar Wochen rum, doch das macht die Daten nicht wieder lebendig. Tests an anderen Computern zeigen: Meine Festplatte ist wirklich mau-se-tot. Für einer User wie mich, der ohne Netz und doppelten Boden panisch wird, heißt das: Tief durchatmen!</p>
<p>Früher hätte ich rasch im nächstbesten Fachmarkt irgendeinen Marken-Harddrive gekauft. Das ist keine Option mehr: Bis meine heutigen Datenmassen den Flaschenhals einer „Superspeed“-USB-Platte passiert hätten, wären meine Kinder alt und grau. Außerdem sind hier gut sortierte Elektronikläden, mit deren Personal ich über meine Sicherheitsbedürfnisse fachsimpeln könnte, eh längst ausgestorben.</p>
<p>Genervt surfe ich stundenlang den Onlinehandel ab, finde hier einen erschwinglichen SSD-Riegel mit den tollsten technischen Daten, dort ein robustes Gehäuse ohne lästiges Kühlgebläse. Meine sehr patente Frau baut beides ruckzuck zusammen – und die Daten wetzen durch, als wollten sie einen Benchmarktest gewinnen. Aber nur, bis ich mal kurz rausgehe. Als ich zurückkomme, zeigt der Computer den Speicher nicht mehr an. Als ich nach dem Gerätchen greife, verbrenne ich mir fast die Finger. Ein schmerzhafter Lerneffekt: Nicht alles, was zusammenpasst, passt zusammen. Jetzt habe ich ein sündhaft teures Gehäuse bestellt, das die superschnellen Chips hoffentlich nicht mehr in Hitzewallungen treibt, die eine Notabschaltung auslösen.</p>
<p>Schön wär’s. Dann kann ich endlich wieder entspannt über Leute lästern, die ihren digitalen Zwilling blind ihrem Smartphone, Notebook oder Cloud-Account anvertrauen und sich einbilden, Backups seien etwas für Angsthasen. Wie warnte doch der legendäre Intel-Chef Andy Grove: „Nur die Paranoiden überleben.“</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/25-11-2025-crash-kurs-am-pinkscreen-7918]]></guid>
      <pubDate>Tue, 25 Nov 2025 12:35:35 +0100</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Ulf J. Froitzheim</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Boxenstopp für Drohnen]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/18-11-2025-boxenstopp-fuer-drohnen-7915]]></link>
      <description><![CDATA[Der Klimawandel sorgt für Trockenheit und steigende Temperaturen. An rund 60 Tagen zwischen März und September besteht in Deutschland mittlerweile Waldbrandgefahr. Um Brände zu verhindern, ist schnelles Eingreifen nötig. Wissenschaftler:innen vom Hamburger Zentrum für Angewandte Luftfahrforschung ZAL und Partner aus Industrie und Forschung entwickeln derzeit ein System für die langfristige autonome Überwachung gefährdeter Flächen durch Drohnen. Damit ließen sich Feuerquellen aufspüren bevor Gefahr entsteht.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>18.11.2025 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Hans-Jörg Munke</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251118-ferchau-boxenstopp_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">stock.adobe.com</span><h2>Autonomes Fliegen</h2><p><b>Der Klimawandel sorgt für Trockenheit und steigende Temperaturen. An rund 60 Tagen zwischen März und September besteht in Deutschland mittlerweile Waldbrandgefahr. Um Brände zu verhindern, ist schnelles Eingreifen nötig. Wissenschaftler:innen vom Hamburger Zentrum für Angewandte Luftfahrforschung ZAL und Partner aus Industrie und Forschung entwickeln derzeit ein System für die langfristige autonome Überwachung gefährdeter Flächen durch Drohnen. Damit ließen sich Feuerquellen aufspüren bevor Gefahr entsteht.</b></p><p>Die wasserstoffbetriebene Drohne landet von alleine auf dem Start- und Landesystem. Dabei wird das Fluggerät von einem auf Schienen laufenden Schlitten aufgefangen, der sich dynamisch unter der anfliegenden der Drohne positioniert, diese aufnimmt und abbremst. Das sei zu einem gewissen Grad sogar bei Seitenwind möglich, erklärt Holger Kuhn, Projektleiter beim Zentrum für Angewandte Luftfahrforschung ZAL. Der Schlitten bringt das Fluggerät in einen Hangar. Der dort installierte Roboterarm übernimmt die Drohne und bringt sie wieder in die Startposition, wo sie verriegelt wird. Anschließend schließt der Roboter den Tankschlauch an und stellt eine elektrische Verbindung her, um Akkus zu laden, die Bordsysteme mit Elektrik zu versorgen, Daten auszulesen und Software aufspielen zu können. Nach wenigen Minuten geht es wieder zurück auf den Schlitten und von dort in die Luft. „So kann automatisierter Drohnenbetrieb 24/7 möglich werden“, so Holger Kuhn weiter.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Drei Teile, ein Projekt</h2>
<p>Das HYDRO-BUNNY – Hydrogen Drone Refueling Operations – Base Utilization Navigation Network Yard genannte Projekt besteht aus drei Teilen. Zum einen wurde vom Ingenieurbüro Marquardt &amp; Binnebesel mb und Partner im Rahmen des Projektes REALISE ein Start- und Landesystem für Starrflügeldrohnen entwickelt. Es handelt sich dabei um ein Schienensystem mit einem Schlitten, das bis zu 100 Meter lang ist, fest installiert wird aber auch wieder abgebaut werden kann. Die Drohne benötigt so für Landung und Start kein Fahrwerk, was ihren Treibstoffverbrauch deutlich reduziert. Zudem ist man völlig unabhängig von Landebahnen oder anderen örtlichen Gegebenheiten.<br />Hinzu kommt der Roboter, der die Positionierung und den Anschluss an das Betankungssystem und die Elektrik übernimmt. Hier bringen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IFPT – Institut für Flugzeug-Produktionstechnik, TU Hamburg ein.&nbsp;<br />Kernaufgabe des ZAL ist die Bereitstellung von Wasserstoff. „Das wird eine autarke Lösung werden, die wie eine Insel irgendwo auf der Welt stehen kann und mit Hilfe von Solarstrom über einen Elektrolyseur aus Wasser Wasserstoff produziert“ erklärt Kuhn.<br />Damit das System am Ende wirklich mobil ist, wird zusätzlich noch ein Anhänger entwickelt, der alle Komponenten enthält, um sie einfach zum Einsatzort bringen zu können. Dies übernimmt die Teccon Consulting &amp; Engineering GmbH, die auch die Gesamtkoordination des Projektes innehat.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Wasserstoff auf Abruf</h2>
<p>Auf einen Wasserstoffantrieb für die Drohnen setzen die Entwickler vor allem wegen der Reichweite. Während batterieelektrische Multicopter eine Flugzeit von 30 bis 40 Minuten aufweisen, bringen es wasserstoffbetriebene Flächendrohnen, flugzeugähnliche Geräte mit Tragflächen, Leitwerk, Rumpf für Flüge über weite Distanzen, auf 5 bis 10 Stunden. Im Vorgängerprojekt H2-finity wurde am ZAL zusammen mit mb+partner dafür eine benzinbetriebene Drohne mit Wasserstoff- Brennstoffzellenantrieb ausgestattet. Ein weiterer Vorteil: „Wir nehmen kein Gefahrgut wie Benzin mit und können damit leichter über Naturschutz- oder Waldgebiete fliegen“, so Brennstoffzellenexperte Kuhn.<br />Derzeit sind die ZAL-Forscher dabei, die autarke Energieeinheit mit Solarzelle, Wassertank, Elektrolyseur, Kompressor mit Niederdruck- und Hochdrucktank zusammenzustellen sowie Komponenten und Betriebsweise aufeinander abzustimmen. Nicht einfach, denn die Ausbeute an Sonnenlicht ist begrenzt und in der zur Verfügung stehenden Zeit muss eine gewisse Menge an Wasserstoff produziert werden. Das heißt, das Solarfeld wird unter ungünstigen Umständen sehr groß. Zudem seien nur wenige Modelle von Elektrolyseuren in der benötigten Größenordnung am Markt verfügbar.&nbsp;<br />Am 31. Oktober 2026 soll alles fertig sein. Dann endet Forschungsprojekt nach zwei Jahren. Nach Planung des HYDRO-BUNNY-Teams steht dann ein Demonstrator PKW-Anhänger mit Start- und Landesystem, Roboterarm, Solarpanelen und einer Einheit zur Wasserstofferzeugung für Demonstrationen zur Verfügung.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Wirtschaftliche Perspektiven</h2>
<p>Der Markt für eine wirtschaftliche Nutzung ist da, denn Wasserstoffdrohnen bieten enormes Potenzial: Sie können stundenlang in der Luft bleiben und dabei schwer zugängliche Regionen erreichen. „Wir haben viele Absichtserklärungen von Feuerwehren, Rettungsdiensten oder Seenotrettern aus dem In- und Ausland bekommen, die alle an einem solchen System sehr interessiert sind“, so Kuhn. Heute würden Feuerwehrflieger eigesetzt. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gebe es rund um die Uhr besetzte Wachtürme. „Das ist extrem hoher Personalaufwand. Hinzu kommen bis zu 300 Euro Kosten je Flugstunde“, so der ZAL-Projektleiter weiter. Da könne man mit autonomen Drohnen schnell Kostenparität erreichen.</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/18-11-2025-boxenstopp-fuer-drohnen-7915]]></guid>
      <pubDate>Tue, 18 Nov 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Hans-Jörg Munke</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[KI-Systeme neu gedacht]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/11-11-2025-ki-systeme-neu-gedacht-7912]]></link>
      <description><![CDATA[Transparent, nachvollziehbar und einfach zu betreiben – so könnte eine neue Art von KI-Systemen die Anwendung künstlicher Intelligenz in Deutschland und Europa entscheidend voranbringen. Und so etwa Produktinnovationen im Maschinen- und Anlagenbau um den Faktor zehn beschleunigen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>11.11.2025 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Uwe Küll</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251112-ferchau-denkmaschinen_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© PengAI, stock.adobe.com</span><h2>KI made in Europe</h2><p><b>Transparent, nachvollziehbar und einfach zu betreiben – so könnte eine neue Art von KI-Systemen die Anwendung künstlicher Intelligenz in Deutschland und Europa entscheidend voranbringen. Und so etwa Produktinnovationen im Maschinen- und Anlagenbau um den Faktor zehn beschleunigen.</b></p><p>Intelligente Maschinen entwickeln, die sachlich fundierte und logisch begründete Schlüsse ziehen – wie geht das? Dieser Frage</p>
<p>widmet sich das Advanced Cognitive Systems Lab (<a href="https://acsl.ai/" target="_blank">ACSL</a>) in Karlsruhe. Der Gründer und Geschäftsführer des gemeinnützigen Forschungsinstituts, Dr.-Ing. Christian Gilcher, beschreibt die Zielsetzung der gemeinnützigen Organisation so: „Wir entwickeln KI-Systeme der nächsten Generation, die erklärbar, kontrollierbar und souverän sind. Menschen müssen jederzeit die Kontrolle behalten. Nur so entsteht eine KI, die unser Vertrauen verdient.“</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">KI-Fortschritt, made in Europe&nbsp;</h2>
<p>Dass eine solche fortschrittliche KI-Anwendung möglich ist, mitten in Europa, ohne Milliarden von Euro teure Giga-KI-Fabriken mit hunderttausenden von High-End-Chips, hat Gilcher bereits bewiesen – als Gründer und Geschäftsführer des deutschen Startups <a href="https://embraceable.ai/" target="_blank">embraceable</a> Technology GmbH. Für Unternehmen wie RWE, Hornbach und den Maschinenbauer hp-TECHNIK haben Gilcher und sein Team Lösungen erarbeitet, die deren Anforderungen an Transparenz und Nachvollziehbarkeit der KI-Prozesse erfüllen. Möglich macht das eine neue Klasse von KI-Systemen, die sogenannte Denkmaschine. Deren Besonderheit liegt darin, dass sie herkömmliche große Sprachmodelle wie etwa das Open-Weight-Modell Llama mit einer Cognitive Control Unit (CCU) in einer neuartigen Systemarchitektur kombiniert. Dabei fungiert das Sprachmodell als Sprachprozessor, der mögliche Antworten auf die Eingaben der User generiert. Die CCU steuert den Denkprozess, indem sie die generierten Hypothesen auf Korrektheit, Vollständigkeit und logische Stringenz überprüft. „Das senkt die Wahrscheinlichkeit von Halluzinationen dramatisch und erleichtert gleichzeitig das Aufspüren etwaiger Fehler“, sagt Gilcher. Denn die CCU führt jeden Schritt im Denkprozess reproduzierbar aus und dokumentiert nicht nur die Ergebnisse, sondern auch deren</p>
<p>Entstehung und gibt Hinweise für das weitere Vorgehen. Wie das funktioniert, lässt sich mit einem <a href="https://embraceable.ai/" target="_blank">Test-Account</a> live erleben</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Produktinnovation in drei statt 30 Monaten</h2>
<p>In der Praxis bedeutet das: Wenn ein Pumpenhersteller ein neues Produkt entwickelt, kann die Denkmaschine den Prozess von den bislang üblichen zweieinhalb Jahren auf drei bis sechs Monate verkürzen. Dazu entwirft der Sprachprozessor zunächst auf Basis des verschriftlichten Bauplans einer existierenden Pumpe alternative Ideen. Anschließend übernimmt die CCU den Prozess der Prüfungen auf die Einhaltung der unterschiedlichen Vorgaben in Bezug auf technische Spezifikationen, Umweltverträglichkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit weitestgehend automatisiert. Da für diesen Prozess kein Sprachmodell trainiert werden muss, sondern die einzelnen Vorschläge der KI regelbasiert mit den Inhalten der in der CCU hinterlegten Anforderungen abgeglichen werden, benötigt die Denkmaschine erheblich weniger Rechenkapazitäten als ein großes Sprachmodell.<br /><br />„Das ist vorrangig keine Frage der Umweltverträglichkeit oder Wirtschaftlichkeit, sondern schlicht der Machbarkeit“, betont Gilcher. Schließlich verfügten Unternehmen in Europa kaum über die technischen Mittel, um große Sprachmodelle mit allen relevanten Vorschriften, technischen Spezifikationen, Kundenanforderungen und bestehender Intellectual Property zu trainieren. Genau das aber ist erforderlich, damit KI-Modelle wie GPT zum Reasoning in der Lage sind. So nennen Expert:innen die Fähigkeit, Antworten durch logisches Denken, Schlussfolgern und das Verknüpfen von Informationen zu generieren. Wichtig dabei: Auch bei einem auf Reasoning trainierten Sprachmodell basieren</p>
<p>die Ergebnisse letztlich auf Wahrscheinlichkeiten – anders als bei dem neuen Ansatz von Gilcher und seinem Team.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Benchmark belegt: Logik schlägt Training</h2>
<p>Doch kann die Denkmaschine aus Karlsruhe tatsächlich mit der Leistung von KI-Giganten wie Open AIs GPT mithalten? Um das herauszufindenden, entwickelte das Team von embraceableAI den HardReasoning-DE Benchmark, bei dem KI-Systeme ein Set aus 80 Logik-Rätseln unterschiedlicher Komplexität lösen müssen. Dabei erreichte die Denkmaschine mit dem futuristisch anmutenden Namen e2-research#2 eine Erfolgsquote von 88 Prozent in der höchsten Komplexitätsstufe. Open GPT o4-mini schaffte 85 Prozent Lösungsquote. Doch während das GPT-Modell mit Millionen-Dollar-Aufwand für Reasoning-Aufgaben in KI-Factories trainiert wurde, läuft die Denkmaschine von Gilcher und seinem Team auf einem handelsüblichen Linux-Server. „Damit versetzen wir Unternehmen in die Lage, ihre Denkmaschine auf einer eigenen Hardware zu vertretbaren Kosten zu betreiben, wenn sie sich nicht für das SaaS-Modell entscheiden wollen“, erklärt Gilcher. So sollen Unternehmen auch die Beschaffung der KI-Systeme an ihre eigenen Anforderungen anpassen können.</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/11-11-2025-ki-systeme-neu-gedacht-7912]]></guid>
      <pubDate>Tue, 11 Nov 2025 16:45:00 +0100</pubDate>
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      <author>Uwe Küll</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Künstliche Intelligenz: Vom Hype zur echten Transformation]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/05-11-2025-kuenstliche-intelligenz-vom-hype-zur-echten-transformation-7891]]></link>
      <description><![CDATA[Wie gelingt der Wandel mit KI? Im Interview geben Sebastian Wagener und Till Saßmannshausen Einblicke in FERCHAUs AI-Journey: von ersten Use Cases bis zu strategischen Weichenstellungen. Ein Gespräch über Chancen, Verantwortung und den richtigen Umgang mit KI im Unternehmenskontext.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>05.11.2025 | Lesezeit ca.: 8 Minuten | Lisa Quarg</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251104-ferchau-ki_s-t_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© sam richter, stock.adobe.com</span><h2>Interview</h2><p><b>Wie gelingt der Wandel mit KI? Im Interview geben Sebastian Wagener und Till Saßmannshausen Einblicke in FERCHAUs AI-Journey: von ersten Use Cases bis zu strategischen Weichenstellungen. Ein Gespräch über Chancen, Verantwortung und den richtigen Umgang mit KI im Unternehmenskontext.</b></p><p>KI verändert nicht nur Technologien; sie verändert, wie Unternehmen arbeiten, entscheiden und wachsen. Ob in der Prozessautomatisierung, Analyse großer Datenmengen oder Entwicklung neuer Geschäftsmodelle: Neben Chancen entstehen völlig neue Anforderungen an Organisationen und Mitarbeitende.&nbsp;<br />Wie geht man diesen Wandel konkret an? Im Interview geben unser CIO Sebastian Wagener und AI Manager Till Saßmannshausen Einblicke in die AI-Journey unseres Unternehmens – und sprechen über Chancen und Herausforderungen, über Geschwindigkeit versus Sicherheit, über Verantwortung und den richtigen Umgang mit Autonomie: Wertvolle Insights von zweien, die nicht nur darüber reden, sondern als Experten mittendrin sind.</p>
<p><strong>Sebastian, Till, wir sprechen bei FERCHAU von einer gemeinsamen AI-Journey. Was war der Moment, an dem euch als Experten klar wurde: „Wir müssen jetzt anfangen“?</strong></p>
<p><strong>Sebastian:</strong> „Ich denke, das war bei uns ähnlich wie in vielen anderen Unternehmen: Als ChatGPT im November 2022 öffentlich wurde und für alle zugänglich war, hat das Thema KI richtig Fahrt aufgenommen. Klar, vorher war KI schon präsent – aber eher im wissenschaftlichen Umfeld oder bei Fachleuten, die sich mit Machine Learning beschäftigt haben. Selbst die typischen Software-User im Unternehmen, hatten mit KI nichts am Hut. Mit dem Einzug von Generativer KI war für uns klar: Das ist der Startschuss, das Thema intensiv nach innen und außen zu tragen und sich damit proaktiv auseinander zu setzen.”</p>
<p><strong>Wie sahen die ersten Etappen dieser Reise aus?</strong></p>
<p><strong>Till: </strong>„Relativ früh standen wir vor der Frage, in welcher Form wir uns dem Thema KI nähern wollen. Also gehen wir strategisch vor und entwickeln erst ein Konzept für die gesamte Unternehmensgruppe? Oder starten wir direkt mit konkreten Use Cases, auch ohne fertige Strategie?<br />Für uns war schnell klar: Wir machen beides. Mir war besonders wichtig, dass wir nicht nur theoretisch über KI sprechen, sondern sehr früh echte Mehrwerte schaffen. Wir haben mit offensichtlichen Use Cases begonnen, bei denen wir sicher waren, dass sie unabhängig von der späteren Strategie sinnvoll sind – weil sie klar auf Effizienz und Qualität einzahlen. Gleichzeitig konnten wir daran lernen, wie KI in unsere bestehende Produktlandschaft integriert werden kann.<br />Parallel dazu haben wir Workshops mit Fachbereichen und dem Management durchgeführt, um strategische Schwerpunkte zu identifizieren. Daraus ist nach etwa einem Jahr unsere KI-Roadmap entstanden – und die Erfahrungen aus den Use Cases sind direkt in die Strategie eingeflossen.“</p>
<p><strong>Gab es unter den ersten Use Cases Überraschungen – positiv oder negativ?</strong></p>
<p><strong>Till:</strong> „Ein besonders positiver Use Case war die KI-gestützte Erstellung und Überarbeitung von Jobbeschreibungen. Wir haben diesen Use Cases über eine ausgedehnte Co-Creation-Phase gemeinsam mit den Usern entwickelt. Das sehr positive Feedback nach dem Rollout hat dieses Vorgehen bestätigt.&nbsp;<br />Bei anderen Use Cases lagen die Herausforderungen weniger in der Anwendung selbst, sondern eher im Vorfeld – etwa bei der Frage, ob und wie bestimmte Daten verarbeitet werden dürfen. Für mich steht bei jedem KI-Projekt die Balance zwischen Innovation und Sicherheit im Mittelpunkt.”</p>
<p><strong>Ein großes Thema. Wie seid ihr mit dem Thema Datensicherheit im weiteren Verlauf umgegangen?</strong></p>
<p><strong>Sebastian:</strong> „Das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Geschwindigkeit begleitet uns konstant. Daran führt kein Weg vorbei, wenn man sich verantwortungsvoll mit KI beschäftigt. Natürlich wünscht man sich manchmal mehr Tempo, aber Sicherheit hat für uns Priorität. Es geht hier nicht nur um Datenschutz im Sinne gesetzlicher Vorgaben, sondern auch um IT-Sicherheit.<br />Wir integrieren KI tief in unsere Geschäftsprozesse, zum Beispiel auf unserer CRM-Plattform. Deshalb müssen wir sicherstellen, dass die eingesetzten Lösungen stabil und sicher sind.<br />Als bekannt wurde, dass öffentliche KI-Modelle wie ChatGPT Daten über US-Clouds verarbeiten und damit trainieren, stand für uns fest: Das passt nicht zu unserer Philosophie. Als hochzertifiziertes Unternehmen ist der souveräne Umgang mit Daten eine Voraussetzung für uns.“</p><p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/Sebastian.jpg" alt="Sebastian Wagener"></p><p><strong>Das heißt, es gibt eine Leitlinie zur Nutzung von KI-Tools für alle Mitarbeitenden?</strong></p>
<p><strong>Sebastian:</strong> „Ja, bei uns gibt es klare Vorgaben zur Nutzung von KI-Tools. Wir arbeiten mit einer White- und Blacklist – also einer Übersicht, welche Tools erlaubt sind und welche nicht. Diese Informationen kommunizieren wir offiziell seitens der Geschäftsführung, um Verbindlichkeit herzustellen.<br />Wichtig ist uns, dass die eingesetzten Tools vertraglich und technisch abgesichert sind. Microsoft Copilot ist ein Beispiel dafür: Die Lösung läuft in unserer Unternehmenscloud, sodass keine Daten den internen Rahmen verlassen. Zusätzlich haben wir mit OneReach eine Plattform eingeführt, die als KI-Orchestrierungslösung dient – oder, moderner ausgedrückt als ‚Agent Runtime‘. Damit können wir KI-Anwendungen zentral steuern und sicher in unsere Prozesse integrieren.“</p>
<p><strong>Stichwort Generative AI versus autonome KI-Agenten: wo seht ihr den größeren Impact für die Branche?</strong></p>
<p><strong>Till:</strong> „Ich sehe in autonomen KI-Agenten großes Potenzial, aber auch klare Grenzen. Ob Agenten wirklich sinnvoll sind, hängt stark vom jeweiligen Use Case ab – nicht jeder Prozess braucht diese Komplexität.<br />Bevor wir überhaupt über KI-Einsatz sprechen, stellen wir uns erst die Frage: Wo liegt der eigentliche Pain Point? Brauchen wir diesen Prozessschritt wirklich? Und wenn ja – reicht vielleicht schon klassische Programmierung?<br />KI-Agenten sind aktuell die technisch komplexeste Lösung. Deshalb prüfen wir immer zuerst, ob es nicht auch einfacher geht.“<br /><br /><strong>Sebastian:</strong> „Ein zentraler Punkt ist die Frage nach Autonomie: Wie viel Entscheidungsspielraum geben wir der KI? Und wie viel behalten wir selbst?<br />Wir haben uns klar positioniert: Die KI darf Vorschläge machen, aber die finale Entscheidung liegt beim Menschen. Denn allgemein ist zu beobachten, dass User sehr schnell – für meinen Geschmack zu schnell – Verantwortung abgeben, sobald die KI etwas vorschlägt. Und zwar ohne sich mit den Inhalten wirklich auseinanderzusetzen. Wenn man Autonomie zu weit treibt, fördert man genau dieses Verhalten. Das kann dazu führen, dass Prozesse nur noch durchgereicht werden, ohne dass jemand wirklich inhaltlich involviert ist. Genau das wollen wir bewusst vermeiden. “</p>
<p><strong>Werfen wir einen Blick nach vorn: Wohin führt die weitere KI-Reise bei FERCHAU? Was sind die nächsten großen Schritte?</strong></p>
<p><strong>Till:</strong> „Wir treiben die KI-Unterstützung in unseren Kernprozessen weiter voran. Vor allem durch Assistenzfunktionen, die wir bereits gestartet haben und nun ausbauen. Ein wichtiger Schritt ist, dass wir ab dem Jahreswechsel nochmal mehr Man- bzw. Womanpower ins Thema bringen. Unser Team wird deutlich wachsen.<br />Parallel dazu beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie KI den Arbeitsmarkt verändert. Für FERCHAU ist das zentral, denn wir sind stark an Jobprofilen und Rollen im Engineering und IT-Bereich orientiert. Wenn sich diese durch KI wandeln – etwa durch hybride Rollen oder Automatisierung – müssen wir unser Angebot entsprechend anpassen. Das ist ein strategisches Thema, das wir strukturiert angehen.“</p>
<p><br /><strong>Sebastian: </strong>„Aus CIO-Perspektive sehe ich zwei Richtungen: Bisher lag der Fokus stark auf dem internen Einsatz von KI, also wie wir sie in unseren eigenen Prozessen nutzen. Jetzt richten wir den Blick zunehmend nach außen.<br />Die Frage ist: Wie können wir KI auch in unserem Dienstleistungsportfolio einsetzen? Wie können wir sie unseren Kunden für deren Projekte anbieten? Das war bisher weniger im Fokus, wird aber jetzt konkret.<br />Die Entwicklung geht schnell – und wir ziehen mit. Das ist kein Zukunftsthema für in drei Jahren, sondern etwas, das wir jetzt aktiv gestalten.“</p><p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/Till.jpg" alt="Till Saßmannshausen"></p><p><strong>Zum Abschluss noch ein etwas persönlicherer Blick auf das Thema. Welche Entwicklungen in der KI-Welt begeistern euch gerade am meisten – eventuell auch unabhängig vom eigenen Berufsalltag?</strong></p>
<p><strong>Till:</strong> „Besonders spannend finde ich aktuell die Entwicklungen rund um autonome KI-Agenten – etwa den Agent Mode von OpenAI. Dabei kann sich ein KI-Modell wie ChatGPT selbstständig eine virtuelle Umgebung mit Dateiablage und Browser eröffnen und diese aktiv bedienen. Ich habe das selbst getestet: Die KI hat meinen Lebenslauf analysiert, passende Stellen bei FERCHAU recherchiert und sich eigenständig über ein Online-Formular beworben – inklusive vollständiger Eingabe aller Daten. Das ist wie ein digitaler Assistent, der Aufgaben übernimmt, ohne dass ich selbst aktiv werden muss.<br />Noch weiter geht das kürzlich veröffentlichte Konzept des Agent Commerce. Hier kann die KI nicht nur Produkte vorschlagen, sondern auch eigenständig Käufe abschließen mitsamt Zahlungsabwicklung. Das verändert die Interaktion mit dem Internet grundlegend. Für Unternehmen stellt sich damit natürlich die Frage: Wie bleibt man in solchen Systemen sichtbar und relevant? Klassische SEO greift hier nicht mehr. Es braucht neue Mechanismen, um von KI-Agenten überhaupt als Option vorgeschlagen zu werden.“</p>
<p><strong>Sebastian:</strong> „Mich fasziniert generell, welches extreme Veränderungspotenzial der KI zukommt. Unternehmerisch, aber auch ganz konkret bezogen auf unseren privaten Alltag. Ein Beispiel: Früher haben Unternehmen viel in Portale und Vergleichsplattformen investiert, etwa für Flugbuchungen. Heute aber geben gerade junge Menschen einfach eine Anfrage in einen KI-Chatbot ein. Zum Beispiel: ‚Buche mir den günstigsten Flug von Hannover nach London‘ – der KI-Chatbot recherchiert, vergleicht, bucht und bezahlt. Diese Art der Interaktion macht klassische Vergleichsportale und Onlineshops zunehmend überflüssig. Für Unternehmen entsteht dadurch die reale Gefahr, dass sie an Sichtbarkeit und Kundenzugang verlieren, wenn KI-Systeme als Gatekeeper agieren.<br />Für mich ist das Ausdruck einer tiefgreifenden Veränderung, die weit über technologische Weiterentwicklung hinausgeht. Anders formuliert: Wir haben einen ersten Schritt in diesen Raum künstlicher Intelligenz gemacht, aber wir stehen ganz am Anfang der Reise. Vieles ist noch experimentell, aber die Geschwindigkeit ist enorm. Das betrifft nicht nur Unternehmen, sondern auch uns als Menschen. Aus meiner Sicht ist es extrem wichtig, sich aktiv mit diesen Entwicklungen auseinanderzusetzen – beruflich wie privat – um den Anschluss nicht zu verlieren. Und letztlich: die Welt weiterhin zu verstehen.“</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/05-11-2025-kuenstliche-intelligenz-vom-hype-zur-echten-transformation-7891]]></guid>
      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 13:28:24 +0100</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Lisa Quarg</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Künstliche Jurisprudenz]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/28-10-2025-kuenstliche-jurisprudenz-7888]]></link>
      <description><![CDATA[Drei Jurist:innen, vier Meinungen? Das war einmal. Dank Legal Tech wissen Missetäter und Kläger vielleicht bald schon vorher, auf welches Glatteis ihr Weg führt.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>28.10.2025 | Lesezeit ca.: 3 Minuten | Ulf J. Froitzheim</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251028-ferchau-kolumne_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© MDMASUD, stock.adobe.com</span><h2>Kolumne</h2><p><b>Drei Jurist:innen, vier Meinungen? Das war einmal. Dank Legal Tech wissen Missetäter und Kläger vielleicht bald schon vorher, auf welches Glatteis ihr Weg führt.</b></p><p>Haben Sie schon mal gelesen, dass sich ein echter Esel auf einen zugefrorenen See gewagt hätte und dort aufs Maul gefallen oder eingebrochen wäre? Nein? Vielleicht verhindern die Haltungsbedingungen dieser Huftiere, dass es ihnen zu wohl wird. Oder es liegt am Gletscherschwund.</p>
<p>Noch nicht knapp ist das sprichwörtliche Glatteis, auf das sich menschliche Esel begeben. Die einen finden sich schlauer als sie sind. Manche leiden an Interpunktionsschwäche: „Unwissenheit schützt vor Strafe, nicht?“ Andere vertrauen ihrem „gesunden“ Menschenverstand und fallen aus allen Wolken, wenn ihre Unbedarftheit sie teuer zu stehen kommt. Dann müssen sie (noch so ein Kalenderspruch) „Lehrgeld“ zahlen; soundsoviele Tagessätze, ersatzweise Haft.</p>
<p>Vor fatalen Mausrutschern könnte uns künftig eine Innovation bewahren, mit der „Athene“ experimentiert, also das „Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit“ der Fraunhofer-Gesellschaft in Darmstadt. Dort tagt zum zweiten Mal ein „Si-mu-la-tionsgericht“; für nächstes und übernächstes Jahr werden noch spannende Fälle gesucht. Das Prinzip kennen wir von den Fernsehgrößen Barbara Salesch oder Alexander Hold, nur verzichtet Athene auf Unterhaltungswert sowie Trash-TV-Publikum und setzt stattdessen auf Anspruch. Menschen mit Zweitem Juristischem Staatsexamen spielen mit akademischem Ernst Fälle durch, die es ohne Computer und Netze nicht gäbe.</p>
<p>Nicht nur die IT selbst ist nämlich oft unsicher, sondern auch die Rechtslage im vermeintlich rechtsfreien Raum. Die einschlägigen Gesetze verhindern auch nicht, dass im Gerichtssaal juristische Spitzfindigkeit auf technisches Halbwissen prallt. Da gibt es gestandene Staats- und Rechtsanwält:innen, die sich bezüglich per Tastatur begangener Straftaten oder von digitalen Zäunen gebrochener Zivilstreitigkeiten für urteilsfähig halten, weil sie gelernt haben, statt des lange Zeit obligatorischen Faxgeräts nun beA zu benutzen, das „besondere elektronische Anwaltspostfach“. Oder Richter:innen, die ungeniert Social-Media-Accounts unterhalten, was Anlass zu begründetem Zweifel daran gibt, wenigstens sie hätten die AGB gelesen und verstanden.</p>
<p>Wer sich aber bitte schön auskennen soll mit den von Legislative und Jurisprudenz im Netz ausgelegten Fallstricken, sind die potenziellen Be- oder Angeklagten. Um ein Haftungsrisiko ging es denn auch beim ersten simulierten Prozess vor dem Athene-Gericht. Der fiktive Fall war aus dem Leben der Forschenden gegriffen: Jemand stöbert im Darknet nach neuen Methoden für Cyberangriffe und landet selbst auf der Anklagebank, weil derjenige das gefundene Tool testet, ohne die gehackten Firmen informiert zu haben.</p>
<p>Aber wenn man schon Prozesse simuliert, um Gesetze klarer zu formulieren und der Justiz echte Verfahren zu ersparen, könnte man dann nicht gleich einen Schritt weitergehen? IT-fitte Anwält:innen arbeiten doch schon mit „Legal Tech“-Algorithmen. Könnten wir bei allem, was wir online anzustellen gedenken, nicht vorher eine KI-Pythia orakeln lassen, wie legal das wäre oder welche Strafe uns droht? Eine bessere Prävention von Straftaten kann man sich kaum vorstellen.</p>
<p>Nun, große Sprachmodelle beherrschen zwar Juristendeutsch, sind aber noch ausbaufähig. Ein kalifornischer Anwalt, dem zu wohl gewesen war, ist auf juristischem Glatteis böse gestürzt. Der technikgläubige Esel hatte einen Schriftsatz per ChatGPT erstellt und das Resultat nicht einmal gelesen. So übersah er, dass fast alle Zitate konfabuliert waren, also reine Fiktion. Jetzt brummte der Kadi dem Faulpelz ein Bußgeld von 10.000 Dollar auf. Im Zweifel schützt eben doch nur Wissen vor Strafe.</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/28-10-2025-kuenstliche-jurisprudenz-7888]]></guid>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 15:12:29 +0100</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Ulf J. Froitzheim</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wie Roboter lernen]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/21-10-2025-interview-wie-roboter-lernen-7885]]></link>
      <description><![CDATA[Laufen, streicheln, operieren – fast täglich berichten Medien über spektakuläre Fähigkeiten von Robotern. Prof. Achim J. Lilienthal von der TU München, Leiter der KI-Fabrik im Deutschen Museum, erklärt, wie es dazu kommt und warum es in der KI-Fabrik einen Kindergarten und eine Schule gibt.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>21.10.2025 | Lesezeit ca.: 5 Minuten | Uwe Küll</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251021-ferchau-robotik_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© Lazy_Bear, stock.adobe.com</span><h2>Robotik</h2><p><b>Laufen, streicheln, operieren – fast täglich berichten Medien über spektakuläre Fähigkeiten von Robotern. Prof. Achim J. Lilienthal von der TU München, Leiter der KI-Fabrik im Deutschen Museum, erklärt, wie es dazu kommt und warum es in der KI-Fabrik einen Kindergarten und eine Schule gibt.</b></p><h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Warum ist Lernen so wichtig für die Zukunft von Robotern?</h2>
<p>Die Lernfähigkeit ist für die Robotik von zentraler Bedeutung, weil es im Alltag viele Aufgaben gibt, die uns als Menschen relativ leichtfallen, bei denen es aber sehr schwierig ist, genau anzugeben, wie ein Roboter diese Aufgabe ausführen kann. Wir haben lange gedacht, Schachspielen ist diffizil und Gehen ist einfach. Aber es ist umgekehrt. Wenn ein Roboter laufen soll, sind viel mehr Faktoren zu berücksichtigen als auf einem Schachbrett. Wie ist das Terrain beschaffen, welche Kräfte können auftreten und wie muss der Roboter seine Aktuatoren ansteuern, um diese Einflüsse zu kompensieren? So etwas zu programmieren, ist hochkomplex, erst recht für einen Vorgang wie das Riechen – das Spezialgebiet meines Lehrstuhls <a href="https://www.ce.cit.tum.de/pins/startseite/" title="Übersicht des Lehrstuhls Perception for Intelligent Systems" target="_blank">Perception for Intelligent Systems</a> an der TU München. Da geht‘s um das Detektieren von Gasen und ihrer Ausbreitung beispielsweise bei Bränden. Wie vielschichtig dieser Vorgang je nach Gasbeschaffenheit und Umgebungssituation verläuft, kann man sich gut anhand einer Rauchwolke vorstellen. Das lässt sich kaum abschließend beschreiben und daher schlecht programmieren. Hier ist Lernen gefragt.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">In der KI-Fabrik der TU München (TUM) unterscheiden Sie zwischen „Kindergarten“ und „Schule“ für die Roboter. Welche Lernmethoden stehen dahinter?</h2>
<p>Die Begriffe sind Kodierungen für unterschiedliche Klassen von Lernalgorithmen. Am Anfang, im Kindergarten, stehen Reinforcement-Learning-Ansätze – also bestärkendes oder verstärkendes Lernen. Damit lernen Roboter hauptsächlich durch Trial-and-Error. Hier üben bei uns aktuell 35 Roboter im Kollektiv, zum Beispiel Gegenstände präzise in eine Vorrichtung einzufügen: HDMI-Stecker, USB-Stecker, Schlüssel und entsprechende Dinge. Das passiert zunächst ohne Vorgaben, damit die Roboter möglichst viele unterschiedliche Parameter ausprobieren – Ausgangssituation, Drehwinkel, Tempo und Ähnliches. Jedes Mal, wenn das gewünschte Ergebnis erreicht wird, gibt es einen Verstärker, eine Belohnung, für die damit verbundenen Parameter. Aus den zahlreichen Erfahrungen, die sie so machen, entsteht in einem zentralen Gehirn, an das alle Roboter angeschlossen sind, ein generelles Modell des Einsteckens. Darauf kann später jeder Roboter zugreifen. So wird er auch mit Situationen schneller fertig, mit denen er noch nicht konfrontiert war.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Soweit der Kindergarten. Was passiert dann in der Schule?</h2>
<p>Auf den so erworbenen Basisfähigkeiten setzen wir in der Schule mit Teaching by Demonstration auf: Expert:innen zeigen den einzelnen Systemen die konkret auszuführende Aufgabe. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden. So können Menschen Tätigkeiten wie das Eindrehen einer Schraube mit den eigenen Händen vorführen. Die muss das lernende System dann mit Kameras erfassen und in einen für die eigene Physiognomie optimierten Bewegungsablauf übersetzen. Alternativ wird der Roboter manuell gesteuert und zeichnet die Bewegungen auf. Das klingt einfach. Aber mit der Greifzange eines Roboterarms einen Schraubdeckel zu schließen, ist alles andere als das, denn dabei müssen Sie die Mechanik und Kinematik des Roboters berücksichtigen. In der Regel gelingt es nicht auf Anhieb. In beiden Fällen muss es also nach der Demonstration eine Optimierungsphase geben, in der die Roboter ihre Grundlagenfähigkeit anwenden, von einer geeigneten zu einer optimierten Lösung zu finden.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Sie sind nicht nur Leiter der KI-Fabrik, sondern waren auch Koordinator des kürzlich abgeschlossenen EU-Projekts Dynamic Agile Production Robots that Learn and Optimise Knowledge and Operations, kurz: DARKO. Was mussten sie Robotern dort beibringen?</h2>
<p>In dem Projekt <a href="https://darko-project.eu/" title="Webseite des DARKO-Projekts" target="_blank">DARKO</a> haben die beteiligten Partner:innen den Prototyp einer neuen Generation von Produktionsrobotern geschaffen. Sie sollen unter anderem dynamische Aufgaben erfüllen, wie das Greifen von Objekten im Fahren und gezieltes Werfen. Die Schwierigkeit ist, dass die Objekte nicht immer gleich gegriffen werden, was die Flugbahn beim Wurf verändert. Es reicht also nicht, dass der Roboter nur für eine optimale Greifposition den perfekten Wurf ausführen kann. Er muss für die Vielzahl unterschiedlicher Griffpositionen die Parameter für eine geeignete Wurfaktion berechnen und auszuführen können oder das Werfen so lernen, dass es auch bei verschiedenen Greifpositionen gelingt. Letzteres hat die dafür zuständige Gruppe an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (<a href="https://www.epfl.ch/research/de/" title="Webseite der EPFL" target="_blank">EPFL</a>) durch die Kombination der beschriebenen Lernformen erreicht. Mit einem an der TUM entwickelten flexiblen Roboterarm kann der DARKO-Roboter Objekte über eine Entfernung von fünf Metern gezielt in die richtige Box befördern. Diesen Use-Case hat <a href="https://www.bosch.com/de/stories/darko-werfende-roboter-mit-menschenkenntnis/" title="Bosch über DARKO" target="_blank">Bosch Siemens Hausgeräte</a> in das Projekt eingebracht.</p>

<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Wo liegen die Herausforderungen für das Lernen von Robotern?</h2>
<p>Das Problem liegt in der Menge der Daten, die für das Trainieren der steuernden KI erforderlich sind. Für die Macher von ChatGPT und anderer Large-Language-Models war es relativ einfach, Trainingsdaten zu beschaffen – im Internet. Daten für die Robotik hingegen werden in der realen Welt generiert. Das kostet mehr und dauert länger. Zwar gibt es auch andere Lösungsansätze. Man könnte beispielsweise die vielen Videos im Internet scannen und daraus Bewegungsmuster für Roboter ableiten. Training in Simulationsumgebungen wäre eine weitere Option. Dabei bleibt jedoch ein bedeutender Unterschied zwischen Simulation und Realität, der „Sim-to-Real-Gap“. Große Trainingszentren nach dem Vorbild unserer KI-Fabrik sind deshalb meiner Meinung nach unverzichtbar. Wichtig wäre dabei, dass nicht jede Uni und jedes Forschungsinstitut für sich arbeitet, sondern dass wir unsere Daten gemeinsam erheben und teilen, auch mit der Industrie. Zum Beispiel im <a href="https://robotics-institute-germany.de/" title="Webseite RIG" target="_blank">Robotics Institute Germany (RIG)</a> oder in großen EU-Projekten. Und das dann idealerweise systematischer und auf Dauer angelegt.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Welche Skills braucht man, um Roboter zu trainieren?</h2>
<p>Perspektivisch braucht es dazu nicht unbedingt viel Robotik-Wissen. Derzeit ist eher wichtig, dass Robotiker:innen die Grundlagen legen, aber auf Dauer wird es wichtiger sein, dass die Roboter-Trainer:innen ihr Handwerk – im wahrsten Sinne des Wortes – wirklich gut verstehen. Heißt: den richtigen Handgriff vormachen und Geduld bewahren, wenn es mehr Versuche braucht als gedacht. Gleichzeitig muss an Algorithmen gearbeitet werden, mit denen Roboter auch aus wenigen und weniger guten Demonstrationen möglichst schnell und effizient lernen. Dann ist jeder Wurf ein Treffer – wie bei DARKO.</p><p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251021-ferchau-prof-lilienthal.jpg" alt=""><br><span>Prof. Dr. Achim J. Lilienthal ist Leiter der KI-Fabrik im Deutschen Museum und stellvertretender Direktor des Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der TUM.</span><span style="color:#CECECE;"> | © Astrid Eckert/TUM</span></p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/21-10-2025-interview-wie-roboter-lernen-7885]]></guid>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 13:55:44 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Uwe Küll</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wenn die Natur den Bauplan schreibt]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/16-10-2025-wenn-die-natur-den-bauplan-schreibt-7882]]></link>
      <description><![CDATA[Ob Flugzeuge mit Haifischhaut, Prothesen, die wieder fühlen lassen, oder Roboterantilopen – die Bionik ist dabei, Hightech und Natur endgültig zu verschmelzen. Was heute in Labors und Pilotprojekten entsteht, ist morgen schon Alltag in Mobilität, Medizin und Forschung. Ein Streifzug.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>16.10.2025 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Bernd Seidel</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251016-ferchau-bionik_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© RaeLi, stock.adobe.com</span><h2>Bionik</h2><p><b>Ob Flugzeuge mit Haifischhaut, Prothesen, die wieder fühlen lassen, oder Roboterantilopen – die Bionik ist dabei, Hightech und Natur endgültig zu verschmelzen. Was heute in Labors und Pilotprojekten entsteht, ist morgen schon Alltag in Mobilität, Medizin und Forschung. Ein Streifzug.</b></p><p>Wer glaubt, die Natur sei ein romantisches Vorbild, das Ingenieur:innen und Architekt:innen nur poetisch inspiriert, irrt. In Wahrheit ist sie eine gnadenlose Effizienzmaschine, die über Millionen Jahre Lösungen optimiert hat, derer wir uns jetzt bedienen. Beispiele kennt man: Der Klettverschluss entstand, weil ein Schweizer Ingenieur die Haken der Kletten im Hundefell untersuchte. Die Nase des japanischen Shinkansen-Schnellzuges wurde nach dem Eisvogel geformt, um den sogenannten <a href="https://www.google.com/search?client=safari&amp;sca_esv=c280e7663ee8d6fe&amp;cs=0&amp;sxsrf=AE3TifOKFSvcGjjQ1L6PL-MHbePKVR05jQ%3A1758711756372&amp;q=Tunnelknall&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwi1ruPrn_GPAxWVVfEDHZCUL-IQxccNegQIBBAD&amp;mstk=AUtExfDv_m3C-J1ZpWOuyzXem5lDTC6Kdijb2_LRT4p3QgwlpPfs4zXcbIIH0U-4i74j1K0CtRIHFTKVln_P59do8sGAFxhlbaXFbcw2gARh__1HV-pryozO3Nv12laqSYYtP189MGkI75e1xPA4KKNspSKodB7fLz0IOMNea_8iOylGp1PtsyKMrLZ4zYCQpAwnjse45RDJG7XjnIECNGjJ4z6tADreovahYeP2t8Qqhxp32Ai-XNdZR1YY7NXQ2CW-dQta75GUUdnK9c7GWZXvLrUa&amp;csui=3&quot; \t &quot;_blank" target="_blank" title="Was ist Tunnelknall?">Tunnelknall </a>zu reduzieren. Und die Haut des Hais stand Pate für Riblet-Folien, die Strömungswiderstände verringern und Sprit sparen. Genau hier setzt moderne Bionik an – mit Projekten, die inzwischen so marktreif sind, dass sie kurz vor der Einführung stehen.</p>
<p>Ein Beispiel für die Nähe zur Serienreife ist die bionische Batteriekühlung von MAHLE Batterien sind die Achillesferse der Elektromobilität: Zu viel Hitze reduziert Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Lebensdauer. Klassische Kühlplatten arbeiten mit geraden Kanälen, die Flüssigkeit hindurchleiten. MAHLE jedoch setzt auf korallenähnlich verästelte Kanäle, die generativ am Computer nach Naturprinzipien entworfen und additiv gefertigt werden. Das Ergebnis ist beeindruckend: Die Kühlleistung steigt um rund zehn Prozent, während der Druckverlust im System um zwanzig Prozent sinkt. Bedeutet: weniger Energieverbrauch für Pumpen. Gleichzeitig sinkt der Materialeinsatz um bis zu 15 Prozent. Damit werden Batterien homogener temperiert, können schneller laden und halten länger. &nbsp;</p>
<p>Sichtbarer wird das Vorbild aus der Natur in der Luftfahrt. BASF und Lufthansa Technik haben mit <a href="https://www.hamburg-aviation.de/themen/nachhaltige-luftfahrt/lufthansa-technik-aeroshark/" target="_blank" title="Hamburg Aviation">„AeroSHARK“</a> eine Folie entwickelt, die Flugzeugen eine Haut wie die des Hais verpasst (wir haben bereits berichtet: https://www.ferchau.com/de/de/blog/09-07-2024-hightech-aus-der-natur-6502). Winzige Rippen, gerade einmal 50 bis 70 Mikrometer hoch, ordnen den Luftstrom an der Oberfläche, reduzieren Turbulenzen und damit den Reibungswiderstand. Das klingt nach wenig, spart aber messbar Kerosin: ein bis eineinhalb Prozent auf einem Langstreckenflug. Bei einer Boeing 777 summiert sich das auf mehrere hundert Tonnen CO₂ pro Jahr. Rund 19 Tonnen Kerosin und rund 60 Tonnen CO2 vermeidet die AeroSHARK-Flotte der Lufthansa Group jeden Tag, heißt es auf der LH-Unternehmenswebsite. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit hat die Zulassung erteilt, SWISS und Lufthansa Cargo rüsten ihre Flotten um. Damit ist AeroSHARK ein prominentes Exempel, wie ein bionisches Prinzip direkt in die Serienluftfahrt einzieht.</p>
<p>Auch in der Medizin liefert die Natur Vorlagen, die heute in realen Produkten einfließen. Das österreichische Start-up Saphenus Medical Technology bringt mit seiner Prothesenlösung <a href="https://www.devicemed.de/prothese-mit-gefuehl-a-f7c1c83654dc48e5c32ee9054b05fc51/" target="_blank" title="Devicemed">„Suralis“</a> das Fühlen zurück. Sensoren im künstlichen Fuß messen Druck und Abrollbewegung, übertragen die Daten drahtlos an ein Cuff (Manschette) am Oberschenkel, das gezielt Nerven stimuliert. Nutzerinnen und Nutzer können damit zwischen Untergründen unterscheiden, gewinnen an Gangsicherheit und berichten von weniger Phantomschmerzen. Die Intensität des Feedbacks lässt sich über eine App anpassen. Das System ist laut Saphenius herstellerunabhängig nachrüstbar und bereits in das Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen, die Erstattung durch Krankenkassen steht bevor, die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat das System bereits freigegeben. &nbsp;</p>
<p>Noch tiefer in den Körper zielt ein Projekt aus den USA. Forscher des <a href="https://news.mit.edu/2025/bionic-knee-integrated-into-tissue-can-restore-natural-movement-0710" target="_blank" title="MIT">MIT</a> entwickelten ein bionisches Knie, das direkt mit Knochen und Nerven verbunden ist. Ein Titanstab verankert die Prothese fest im Femur, Elektroden leiten Muskel- und Nervensignale in Echtzeit weiter. Anders als herkömmliche Systeme, die über Manschetten oder Saugsockel gesteuert werden, reagiert dieses Knie unmittelbar auf die natürliche Muskulatur. Erste Studien zeigen, dass Probanden damit sicherer Treppen steigen und Hindernisse überwinden, während sich die Prothese „wie ein Teil des Körpers“ anfühlt. Klinische Studien und Zulassungen sind in Vorbereitung – ein Meilenstein auf dem Weg zur vollkommen integrierten Neuroprothese.</p>
<p>Auch international sind spannende Projekte am Start. In China testet die Akademie der Wissenschaften einen <a href="https://winfuture.de/news,152891.html" target="_blank" title="WinFuture">robotischen Antilopen-Doppelgänger</a>, ausgestattet mit 5G, KI und Sensorik, um unauffällig in Herden tibetischer Antilopen mitzulaufen. Ziel ist es, das Verhalten der Tiere in extremer Höhe zu beobachten, ohne sie zu stören – eine bionischer Mix aus Feldforschung und Robotik. &nbsp;</p>
<p>Wie geht es weiter? In den kommenden fünf Jahren dürften Bionik-Oberflächen ihren Weg in Autos, Züge und Windräder finden. Prothesen mit Nervenfeedback könnten Standard im Premiumsegment werden. Additiv gefertigte Wärmetauscher senken den Energieverbrauch von Industrieanlagen, während bionische Fassaden mit Algen oder lebenden Pflanzen zur Energiegewinnung beitragen. Eine exakte Zahl, wie viel Umsatz die Bionik in Deutschland macht, gibt es nicht – zu stark verteilt sich das Feld über Branchen von der Medizintechnik bis zur Luftfahrt. Klar ist aber: Projekte wie AeroSHARK oder Suralis bewegen bereits heute Millionenbeträge, in fünf Jahren dürfte der Markt im hohen zweistelligen Millionen- bis niedrigen Milliardenbereich liegen schätzen Expert:innen.</p>
<p>Die Bionik ist damit nicht länger ein Forschungsgebiet für Exoten, sondern ein ernsthafter Wirtschaftsfaktor. Die Natur ist ihr Labor – und ihre Blaupause. Wer genau hinschaut, erkennt: Das nächste technische Wunder könnte bereits im Flügelschlag einer Libelle, im Muster eines Blattes oder in der Bewegung einer Antilope verborgen sein.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/16-10-2025-wenn-die-natur-den-bauplan-schreibt-7882]]></guid>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 06:17:00 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Bernd Seidel</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Green Jobs: Wie die Energiewende neue Karriere-Perspektiven schafft]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/15-10-2025-green-jobs-wie-die-energiewende-neue-karriere-perspektiven-schafft-7879]]></link>
      <description><![CDATA[Windparks, Solarfelder, Wasserstoff-Pipelines – die Energiewende ist sichtbar wie nie. Doch was sie wirklich vorantreibt, sind die Menschen dahinter. Ingenieur:innen, Techniker:innen und IT-Spezialist:innen, die mit ihrem Wissen den Wandel möglich machen. Genau sie standen im Mittelpunkt des TenneT Campus-Tags in Lehrte, auf dem FERCHAU vertreten war.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>15.10.2025 | Lesezeit ca.: 2 Minuten | Verena Butler</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251015-ferchau-tennet_small.jpg"><h2>Zukunftsfeld Energie</h2><p><b>Windparks, Solarfelder, Wasserstoff-Pipelines – die Energiewende ist sichtbar wie nie. Doch was sie wirklich vorantreibt, sind die Menschen dahinter. Ingenieur:innen, Techniker:innen und IT-Spezialist:innen, die mit ihrem Wissen den Wandel möglich machen. Genau sie standen im Mittelpunkt des TenneT Campus-Tags in Lehrte, auf dem FERCHAU vertreten war.</b></p><p>Zwischen Projektgesprächen, Netzskizzen und ersten Kontakten mit Nachwuchstalenten wurde deutlich: <strong>Die Energiewende ist nicht nur eine technologische Herausforderung, sondern ein enormer Jobmotor.</strong></p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Zukunft gestalten – mit den wichtigsten Akteuren der Branche</h2>
<p>In der Energiebranche entstehen derzeit spannende Aufgaben, die es vor wenigen Jahren noch gar nicht gab: Stromnetze wasserstofffähig machen, smarte Steuerungssysteme entwickeln oder zum Beispiel die digitale Sicherheitsstrukturen für Versorgungsnetze aufbauen.<br /><br />FERCHAU sucht dabei die passenden Expert:innen für die vielfältigen Aufgaben der Branche und bringt diese mit den Unternehmen zusammen. Wir suchen immer Menschen, die die Energiewende nicht nur begleiten, sondern mitgestalten wollen.<br />„Gesucht werden Persönlichkeiten, die Lust haben, Neues zu denken – und die Energiewende nicht als Buzzword sehen, sondern als echte Herausforderung!<br />Gefragt sind Offenheit für neue Technologien, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, komplexe Systeme zu verstehen. Wer das mitbringt, findet in der Energiebranche eine sichere und sinnstiftende Zukunftsperspektive.“ - Mirjana Arth, Talent Acquisition Expert</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Job-Chancen sind vielseitig</h2>
<p>Die Projekte unserer Kunden zeigen, wie variantenreich die Karrierewege im Energiesektor sind: vom Netzplanungs-Engineering über Softwareentwicklung bis zur Automatisierungstechnik.<br />Gerade für Berufseinsteiger:innen und Young Professionals eröffnen sich hier sehr gute Einstiegsmöglichkeiten in sogenannte <strong>„Green Jobs“</strong> – also Tätigkeiten, die unmittelbar zum Erfolg der Energiewende beitragen.<br />Wir begleiten Unternehmen der Energiebranche dabei, die passenden Expert:innen für ihre Schlüsselprojekte zu gewinnen. Denn eines steht fest: <strong>Die Energiewende gelingt nur mit Menschen, die sie anpacken</strong>.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Jetzt mehr entdecken:</h2>
<p class="colorbox colorbox--red">In unserem Job- und Projektportal findest du aktuelle Projekte und offene Positionen in der Energiebranche.<a href="https://touch.ferchau.com/de/de?tag%5B0%5D=2&amp;sortingType=actuality&amp;sortingDirection=DESC" title="FERCHAU Touch" target="_blank"> Schau direkt mal rein und bewirb dich noch heute.&nbsp;</a></p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/15-10-2025-green-jobs-wie-die-energiewende-neue-karriere-perspektiven-schafft-7879]]></guid>
      <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 17:01:20 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Verena Butler</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Alltagsfrust mit dem E-Auto]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/30-09-2025-alltagsfrust-mit-dem-e-auto-7876]]></link>
      <description><![CDATA[Unser Kolumnist fährt sehr gerne elektrisch. Beim Laden seines Vehikels kommt er sich allerdings manchmal blöd vor oder für dumm verkauft.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>30.09.2025 | Lesezeit ca.: 3 Minuten | Ulf J. Froitzheim</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20251007-ferchau-kolumne_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© BJ Day Stock, stock.adobe.com</span><h2>Vom Laden und Verladen</h2><p><b>Unser Kolumnist fährt sehr gerne elektrisch. Beim Laden seines Vehikels kommt er sich allerdings manchmal blöd vor oder für dumm verkauft.</b></p><p>Es ist ein schönes Gefühl, an allen Tankstellen achtlos vorbeifahren und die Achterbahnfahrten des Spritpreises ignorieren zu können. Weniger schön ist, dass ich vor dem Kauf meines wunderbar agilen Elektroflitzers so naiv war zu glauben, Ladesäulenbetreiber seien weniger geldgierig als Bosse von Mineralölkonzernen.<br /><br />Dabei ist es genau umgekehrt. Kaum war das Wägelchen auf mich zugelassen, präsentierte mir Googles News-Algorithmus auch schon einen Bericht über Beutelschneidereien an Ladesäulen. Wer nicht aufpasse, verbrenne mit dem Stromer pro Kilometer mehr Geld für Energie als mit dem Benziner. Zum Glück fahre ich vor allem Kurzstrecken, sodass ich eher selten in einer fernen Provinz in eine Notlage gerate, die der örtliche E-Raubritter schamlos ausnutzen kann und mir einen Euro pro Kilowattstunde abpressen.<br /><br />Ganz ohne ist die Aufladerei allerdings auch zu Hause nicht. Als Mieter in einem Mehrfamilienhaus, das nicht mit einer Tiefgarage unterkellert ist, komme ich nicht für Geld und gute Worte an eine eigene Wallbox. Deshalb habe ich mein batterieelektrisches Vehikel auch erst gekauft, als ich plötzlich überall öffentliche Ladesäulen entdeckte. Die neuesten zwei stehen in fußläufiger Entfernung auf dem Parkplatz eines Discounters, zwei weitere einen Kilometer weiter vor der Filiale der Konkurrenz und noch zwei neue gegenüber an der Tankstelle. Nutzen kann ich von den sechs ... genau eine! Und sie führt nur müden Wechselstrom.<br /><br />Die vier Gleichstrom-Schnellladesäulen sind seit Monaten einladend grün und blau beleuchtet, aber die Farben täuschen. Weder im Supermarkt noch an der Tankstelle weiß das Personal, wann sie ans Netz gehen: „Sie sind der Erste, der fragt.“ Im jeweiligen Callcenter arbeiten leider auch keine Bescheidwissenden. Schließlich lud ich mir mit dem gebotenen Widerwillen die App eines texanischen Autoherstellers aufs Handy. Ja genau: Es ist die Marke, deren Kunden per Bumpersticker beteuern, ihre Karre gekauft zu haben, bevor sie wussten, dass der Boss crazy ist.<br />Technisch klappt das wunderbar. Das ist aber nur Plan D, falls ich wirklich mal ganz schnell den Akku vollmachen muss: Mr. M. verlangt gut das Dreifache verglichen mit dem Großmarkt in der Kreisstadt. Dort ist der Solarstrom vom Dach mit 19 Cent spottbilligst, dafür dauert das Laden mindestens dreimal so lange. Vom sparsamen Besitzer eines gebrauchten Model Y lernte ich, was man tut, um nicht zum Zeitvertreib den halben Laden leerzukaufen: etwas zum Lesen mitnehmen oder in Ruhe einen Podcast hören!<br /><br />Ja, so könnte das mein Plan A werden. Plan B für sonnige Tage: Ich frage befreundete E-Fahrer im Viertel, ob oder wann ich bei ihnen für ein paar Euro Einfamilienhausdach-Solarstrom zapfen darf. Plan C funktioniert nur außerhalb der Heizsaison. Dann warte ich, bis einer der Stellplätze vor dem Haus frei wird, stelle das Esszimmerfenster auf Kipp, werfe das Kabel durch den Vorgarten und tanke gemächlich über Nacht an der Schukosteckdose.<br /><br />Der Rest – das Laden auf Reisen – ist Hirnleistungstraining auf Level 10. Wer den Tarifdschungel der Lade-Apps durchdrungen hat, erlebt das Durchforsten von Vergleichsportalen für Mobilfunk oder Haushaltsstrom wie einen erholsamen Spaziergang durch den Nymphenburger Schlosspark. Der Ehrgeiz der Anbieter scheint zu sein, die Handhabung der App maximal umständlich und Preisvergleiche unmöglich zu machen. Aber wir learnen ja by doing: Billige Kilowattstunden bekomme ich am ehesten mit einem Kundenkonto – wenn ich achtgebe, dass keine Abogebühr die Ersparnis schneller auffrisst, als ich unterwegs passende Ladepunkte finde. Will ich per Girocard zahlen, bestrafen mich die Betreibenden – für meine Weigerung, ihnen Daten zu schenken – mit Preisaufschlägen, dass mir Hören und Sehen vergeht.<br /><br />Inzwischen komme ich mit gerade einmal fünf Apps fast überall an Strom. Für den Fall, dass sich App und Säule nicht verstehen, habe ich die Nummern menschbesetzter Hotlines dabei, denn die üblichen Sprachbots sind mit Künstlicher Blödheit geschlagen. Mit diesen fünfen habe ich sogar dann eine Alternative, wenn meine Lieblingsapp – sie stammt aus Finnland, wo man mit Euro zahlt – wieder mal in der Schweiz den Preis in schwedischen Kronen anzeigt.<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/30-09-2025-alltagsfrust-mit-dem-e-auto-7876]]></guid>
      <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Ulf J. Froitzheim</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[FERCHAU gestaltet die Zukunft der Branche]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/19-09-2025-ferchau-gestaltet-die-zukunft-der-branche-7873]]></link>
      <description><![CDATA[Er gehört zu den 100 einflussreichsten Köpfen Europas – und prägt mit FERCHAU die Zukunft der Technologiedienstleistung: Christoph Sedlmeir. Der COO von FERCHAU und Vorstandsvorsitzender der top itservices AG  wurde von der Analystenorganisation Staffing Industry Analysts (SIA)  in die Liste der Top 100 European Leaders aufgenommen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>23.09.2025 | Lesezeit ca.: 2 Minuten | Verena Butler</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20250922-ferchau-christoph_small.jpg"><h2>Führung mit Zukunftsblick</h2><p><b>Er gehört zu den 100 einflussreichsten Köpfen Europas – und prägt mit FERCHAU die Zukunft der Technologiedienstleistung: Christoph Sedlmeir. Der COO von FERCHAU und Vorstandsvorsitzender der top itservices AG  wurde von der Analystenorganisation Staffing Industry Analysts (SIA)  in die Liste der Top 100 European Leaders aufgenommen.</b></p><p>Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die den europäischen Markt für Technologie- und Personaldienstleistungsmarkt aktiv, innovativ und zukunftsorientiert mitgestalten.<br /><br /><i>„Was mich an dieser Auszeichnung besonders freut: Sie steht für den Gestaltungswillen, den wir bei FERCHAU in allen Bereichen unserer Dienstleistung leben. Möglich wird das insbesondere durch das tief verankerte Bekenntnis zum Full-Service und das tägliche Commitment unserer Teams.“ - Christoph Sedlmeir, COO/Geschäftsführer</i></p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Exzellenz im Freelance- und Projektgeschäft</h2>
<p>In verschiedenen Rollen treibt Christoph Sedlmeir schon seit vielen Jahren den Ausbau von FERCHAU in den zentralen Produktbereichen <a href="https://www.ferchau.com/de/de/kunden/contract" title="Flexibility with Freelancers" target="_blank">CONTRACT</a> (Freelance), <a href="https://www.ferchau.com/de/de/kunden/direct/unsere-leistungen" title="Professional &amp; Executive Search" target="_blank">DIRECT</a> (Personalberatung) und Managed Service Providing voran. Sein Credo: „FERCHAU ist nicht nur Dienstleister – wir sind strategischer Partner.“<br />Vor dem Wechsel in die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe entwickelte er als CEO die <a href="https://www.ferchau.com/de/de/kunden/direct/unsere-leistungen" title="prime-ing" target="_blank">prime-ing GmbH</a> &nbsp;zu einem führenden MSP-Anbieter in Deutschland, die mit der Plattform relaX neue Standards für Compliance und Workforce Management setzt.Mit Blick auf den Jahreswechsel 2026 führt Christoph Sedlmeir die Zusammenführung von FERCHAU und <a href="https://top-itservices.com/en/" title="top-itservices" target="_blank">top itservices AG</a> &nbsp;an, um gezielt die Stärken im Contracting unter einem Dach zu bündeln.<br />Zudem gestaltet Sedlmeir als Chairman des Representative Committee bei APSCo OutSource Europe die Rahmenbedingungen für Managed Service Provider und RPO-Anbieter europaweit aktiv mit. So positionieren Christoph und unsere Kolleg:innen, FERCHAU an der Spitze der europäischen Technologiedienstleistung.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Blick nach vorn</h2>
<p>Die Aufnahme in die Liste der Top 100 European Leaders ist nicht nur persönliche Auszeichnung, sondern auch eine Bestätigung für den eingeschlagenen Kurs von FERCHAU in den zentralen Produktsegmenten CONTRACT, DIRECT und SERVICES: Innovation, Compliance und nachhaltige Workforce-Lösungen stehen im Zentrum der strategischen Ausrichtung.<br />&nbsp;</p>
<p class="blog-quote"><i>„Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Unsere Aufgabe ist es, nicht nur mitzuhalten, sondern vorauszudenken – mit Lösungen, die Menschen und Technologien optimal verbinden.“ – Christoph Sedlmeir, COO/Geschäftsführer</i></p>
<p><i>Denn eines ist klar:<strong> Die Zukunft der Arbeit ist vernetzt, flexibel und technologiegetrieben und FERCHAU gestaltet sie aktiv mit.</strong></i><br /><i><strong>&nbsp;</strong></i></p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/19-09-2025-ferchau-gestaltet-die-zukunft-der-branche-7873]]></guid>
      <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Verena Butler</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Windenergie in neuer Dimension]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/15-09-2025-windenergie-in-neuer-dimension-7870]]></link>
      <description><![CDATA[Immer größer, immer höher. Windräder sprengen alle paar Jahre bislang gewohnte Dimensionen. Doch beliebig lässt sich dieser Weg nicht fortsetzen. Neue Anlagendesigns sind gefragt. Multirotoranlagen können eine innovative Weiterentwicklung sein, wie Studien und Pilotprojekte zeigen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>15.09.2025 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Hans-Jörg Munke</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20250915-ferchau-multirotoranlagen_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© Wind Catching, https://www.windcatching.com/</span><h2>Multirotoranlagen</h2><p><b>Immer größer, immer höher. Windräder sprengen alle paar Jahre bislang gewohnte Dimensionen. Doch beliebig lässt sich dieser Weg nicht fortsetzen. Neue Anlagendesigns sind gefragt. Multirotoranlagen können eine innovative Weiterentwicklung sein, wie Studien und Pilotprojekte zeigen.</b></p><p>„Bei Multirotoranlagen werden viele kleine Rotoren über einen Tragrahmen miteinander verbunden. Wir haben Konzept-Analysen für 20 Megawatt-Anlagen erstellt mit verschiedenen Anzahlen von Rotoren und unterschiedlichen Anordnungen“, sagt Sven Störtenbecker, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg. „In den ersten Modellen war der Rahmen drehbar an einen Turm befestigt, damit er dem Wind nachgeführt werden kann. Jetzt gibt es auch Designs ohne Turm, die direkt auf einem Floater montiert sind, der sich dann komplett nach dem Wind ausrichtet.“</p>
<p>Der spannendste Aspekt dieser Konzepte liegt im günstigen Verhältnis der vom Wind überstrichenen Oberfläche zum Anlagenvolumen. „Bezogen auf den Rotordurchmesser wächst bei klassischen Anlagen die Fläche quadratisch, das Volumen des benötigten Materials nimmt dagegen kubisch zu, also mit der dritten Potenz des Rotordurchmessers. Eigentlich möchte man ja nur die Fläche vergrößern, denn das Volumen geht in die Masse und damit in die Kosten“, führt Störtenbecker aus.</p>
<p>Technische Innovationen klassischer Anlagen, etwa bei der Auslegung, in der Materialentwicklung oder bei der Bauart, sorgten für einen kleineren Exponenten als 3. Je nach Komponente liege dieser aber immer noch zwischen 2,4 und 2,6. Bei einem Multirotor ist die Masse aller Rotor-Gondel-Baugruppen (RGB) dagegen kleiner als bei einer vergleichbaren Einzelanlage.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Grenze des Machbaren rückt näher</h2>
<p>Windräder wachsen heute aber auch in die Höhe, um dort – aufgrund des Höhenwindgradienten – in Regionen mit stabilerem Wind mit höheren Windgeschwindigkeiten zu reichen. Die Entwicklung stößt allerdings an Grenzen. Die wachsenden Kräfte und Momente am Turmfuß und an den Blattwurzeln durch steigendes Flügelgewicht und immer größere Biegemomente lassen sich nur noch schwierig beherrschen. Verbundwerkstoffe aus Kohle- und Glasfaser können das teilweise kompensieren, aber das ist teuer. Aktuelle Offshore-Prototypen schaffen derzeit bis zu 26 Megawatt Leistung bei einem Rotordurchmesser von 310 Metern. Die Standard-Modelle auf See liegen derzeit bei 16 Megawatt.</p>
<p>Das ständige Größenwachstum von Komponenten ließe sich umgehen, indem man die Gesamtleistung eines Parks über die Anzahl und die Konfiguration von Standard-Rotoren, etwa in der Größenordnung von einem Megawatt, am Multirotor steuert. Diese kleineren Komponenten wären viel besser in Serie produzierbar, durch die geringere Größe leichter zu transportieren und für Wartung oder Reparatur auch einfacher auszutauschen.</p>
<p>Die ersten Ideen für Multirotoranlagen stammen bereits aus den 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts. 2017/18 führte der dänische Windanlagenbauer Vestas dann einen Test einer Multirotoranlage mit vier Rotoren durch. Nach zweijähriger Testphase gab es einige sehr positive Veröffentlichungen. Es folgten zahlreiche weitere Untersuchungen unter anderem über Strukturanalyse, Nachlaufströmungen und Aerodynamik durch diverse Forschungseinrichtungen.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Viele Vorteile im Detail</h2>
<p>Durch die Gewichtsersparnis bei den RGB benötigt man im Verhältnis weniger seltene Erden in den Generatoren, ebenso spart man bei Verbundwerkstoffen in den Blättern. „Kritisches Material wird reduziert“, so Störtenbecker und ergänzt einen weiteren Aspekt: „Der Wind verlangsamt sich hinter den Rotoren, da er kinetische Energie abgibt. Bei der Vermischung mit dem Umgebungswind kommt es zu einer Erhöhung von Turbulenzen. Für stromabwärts gelegenen Anlagen muss sich dieser Wind wieder beruhigen, was die Anlagendichte bestimmt. Dieser Effekt fällt bei Multirotoranlagen geringer aus und ermöglicht kleinere Abstände zwischen den Anlagen.“</p>
<p>Am Ende werden die Kosten pro Kilowattstunde sinken, ist sich der Wissenschaftler sicher: „Die Stromentstehungskosten sind von zahlreichen Faktoren abhängig. Material, Betriebsweise, Wartung, Ertrag – da kann man momentan noch keine konkrete Aussage treffen. Es gibt aber auf allen Seiten positive Aspekte.“</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Interesse weltweit</h2>
<p>Derzeit zeigen eine schwimmende 16,6-Megawatt-Doppelturbinen-Windplattform von Mingyang in China oder ein staatlicher Zuschuss Norwegens in Höhe von rund 100 Millionen Euro an das norwegische Start-up Wind Catching Systems für eine Offshore-Demonstrationsanlage die Bedeutung dieser Systeme für die Zukunft.</p>
<p>Die Planungen von Wind Catching Systems umfassen insgesamt vier Einheiten mit einer Gesamtleistung von bis zu 250 Megawatt. Das Demoprojekt wird eine Gesamtkapazität von 40 Megawatt haben und aus Windcatchern mit 40 Turbinen zu jeweils einem Megawatt Leistung bestehen. Die Anlage soll 2029 in Betrieb gehen, 50 Jahre laufen und den Flächenverbrauch um mehr als 80 Prozent reduzieren.</p>
<p>OceanX von Mingyang Smart Energy ging im September 2024 auf dem Offshore-Windpark Qingzhou IV in Yangjiang, China, in Betrieb. „Das Design der Anlage ist in Deutschland von aerodyn in Büdelsdorf entwickelt worden“, sagt Störtenbecker. Sie habe kurz nach Inbetriebnahme sogar einem Taifun standgehalten. Der zweiarmige, 219 Meter hohe und 369 Meter breite Floater verfügt über zwei Turbinen mit einer Kapazität von je 8,3 Megawatt. Die Rotoren laufen gegenläufig, was die Stromerzeugung nach Aussage des Unternehmens um 4,29 Prozent erhöht. Mit jährlich 54 Gigawattstunden kann die kompakte Anlage rund 30.000 Haushalte mit Strom versorgen.</p>
<p>Noch sind allerdings nicht alle Fragen der innovativen Anlagentechnik geklärt. „Bei Onshore-Anlagen müssten die Akzeptanz, die Geräuschentwicklung und auch der Vogelschutz noch wissenschaftlich untersucht werden“, so Störtenbecker. Man erwarte aber auch hier positive Ergebnisse. Gut möglich also, dass zukünftige Windparks ein ganz anderes Gesicht bekommen.</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/15-09-2025-windenergie-in-neuer-dimension-7870]]></guid>
      <pubDate>Mon, 15 Sep 2025 10:05:19 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Hans-Jörg Munke</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wie Photonik die Zukunft der Industrie erhellt]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/04-09-2025-wie-photonik-die-zukunft-der-industrie-erhellt-7867]]></link>
      <description><![CDATA[Photonik verspricht Lösungen für drängende Probleme der Industrie. Mit so unterschiedlichen Ansätzen wie photonischen Chips, die mit Licht rechnen, und Laserfusionskraftwerken, die sauberen Strom erzeugen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>04.09.2025 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Uwe Küll</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20250904-ferchau-photonics_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© Jian Fan, istockphoto.com</span><h2>Laser – mehr als Licht</h2><p><b>Photonik verspricht Lösungen für drängende Probleme der Industrie. Mit so unterschiedlichen Ansätzen wie photonischen Chips, die mit Licht rechnen, und Laserfusionskraftwerken, die sauberen Strom erzeugen.</b></p><p>Photonenantriebe und Laserschwerter – in der Fantasie der Science-Fiction-Autoren helfen Licht-Technologien, neue, ferne Welten zu entdecken und die eigene vor fremden Mächten zu schützen. Weniger heroisch, doch dafür sehr konkret erscheint daneben das Potenzial der aktuellen Entwicklungen in der Photonik. So konkret, dass die Mitglieder der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Laser und Lasersysteme für die Materialbearbeitung laut einer aktuellen Umfrage zu 44 Prozent eine <a href="https://www.vdma.eu/viewer/-/v2article/render/145565007" title="VDMA" target="_blank">Umsatzsteigerung im laufenden Jahr</a> erwarten. Doch es geht um mehr als um Geld.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Photonic Computing: mehr Leistung aus weniger Energie</h2>
<p>So meldete das <a href="https://www.lrz.de/" title="Lrz" target="_blank">Leibniz-Rechenzentrum</a> der Bayerischen Akademie der Wissenschaften kürzlich die weltweit erste Inbetriebnahme eines photonischen Co-Prozessors in einer Höchstleistungsrechnerumgebung. Geliefert wurde der „Native Processing Server (NPS)“ vom deutschen Start-up <a href="https://qant.com/de/" title="Q.ANT" target="_blank">Q.ANT</a>. Da im photonischen Chip des Herstellers, der Native Processing Unit (NPU), im Unterschied zu den bislang hauptsächlich in KI-Servern genutzten GPUs nur Photonen statt Elektronen durch den Schaltkreis fließen, entsteht signifikant weniger Wärme; energieintensive Kühlmaßnahmen entfallen, der Stromverbrauch sinkt rapide. Gleichzeitig ermöglichen photonische Prozessoren eine Taktfrequenz von einigen Dutzend GHz im Vergleich zu wenigen GHz bei digitalen Prozessoren. So können sie deutlich mehr Rechenoperationen pro Sekunde ausführen. Und weil sie Licht unterschiedlicher Wellenlängen gleichzeitig verarbeiten, lassen sich mehr Berechnungen auf einem Chip parallel vornehmen. Die Rechendichte steigt drastisch. Die Folgen in Zahlen: 100-fache Steigerung der Rechenzentrumskapazität bei 90-fach geringerem Stromverbrauch pro Anwendung.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Bis 2030 Mainstream</h2>
<p>Mit diesen Eigenschaften soll der Photonen-Rechner am LRZ helfen, neue Benchmarks und praxisnahe Anwendungsfälle wie Klimamodellierung, medizinische Echtzeitbildgebung oder Materialsimulation für die Fusionsforschung zu etablieren. Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller, Vorsitzender des Direktoriums des LRZ, betonte anlässlich der Inbetriebnahme: „Der NPS von Q.ANT lässt sich leicht in unsere bestehende Infrastruktur integrieren, wir können ihn sofort in praktischen Szenarien bewerten.“ Und Dr. Michael Förtsch, Gründer und CEO von Q.ANT, erklärte: „Dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg, Photonic Computing bis 2030 in den Mainstream der Computerarchitektur der nächsten Generation zu integrieren.“ Damit ist das Potenzial der Lasertechnologie jedoch bei weitem nicht erschöpft.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Laserfusion: sauberer Sonnen-Strom für alle</h2>
<p>Sicher, sauber und unabhängig von Wind oder Sonnenschein – Laserfusionskraftwerke gelten als nachhaltige Lösung für den wachsenden Energiehunger von Industrie und Privathaushalten. Dabei komprimieren und erhitzen extrem starke Laserpulse einen kleinen Kraftstoffkörper – zumeist aus Wasserstoffisotopen – so stark, dass dessen Atomkerne miteinander verschmelzen. Das deutsch-amerikanische Start-up Focused Energy, gegründet als Spin-off der TU Darmstadt, plant jetzt den <a href="https://www.1e9.community/magazin/das-deutsche-start-up-focused-energy-will-bis-2037-das-erste-fusionskraftwerk-bauen" title="1e9" target="_blank">Bau des weltweit ersten Laserfusionskraftwerks</a> am Standort Biblis. Eine Allianz aus Industrieunternehmen wie Siemens Energy, Trumpf und Schott sowie dem Energieversorger RWE unterstützt das Vorhaben ebenso wie die Landesregierung Hessen. Bis 2037 soll der erste Reaktor stehen, eine Testanlage ist für Anfang der 2030er-Jahre geplant. Zwar wird es bis zur Lieferung größerer Energiemengen aus der Laserfusion noch dauern. Doch der Bedarf an den dafür benötigten Laserdioden und optischen Elementen wie Linsen und Spiegeln eröffnet der Laserindustrie perspektivisch einen wichtigen Zukunftsmarkt. Projekte wie <a href="https://info.bmbf-fusionsforschung.de/-lp/8PD6032543/Cc8w693" title="Bmbf" target="_blank">PriFUSIO</a> und <a href="https://info.bmbf-fusionsforschung.de/-lp/8PD6032543/b2BN9126" title="Bmbf" target="_blank">DioHELIOS</a> entwickeln bereits heute die Technologien dafür – und werden im Rahmen des Programms Fusion 2040 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (<a href="https://www.bmftr.bund.de/DE/Home/home_node.html" title="bmftr" target="_blank">BMFTR</a>) gefördert.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Mehr als Zukunftsvisionen</h2>
<p>Die Beispiele zeigen: Das Potenzial zukünftiger Lasertechnologien für Unternehmen ist groß, jedoch weitgehend unerschlossen. Gleichzeitig sind viele Laseranwendungen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dazu gehören etwa das Messen und Kontrollieren in der Qualitätssicherung: Beim Sortieren von Kaffeebohnen, Chiasamen oder Recyclingmaterialien sind Laser mittlerweile ebenso allgegenwärtig wie beim Prüfen der Form und Größe von Backwaren oder bei der Füllstandskontrolle in der Getränkeindustrie. Die Maschinen dafür bauen spezialisierte Unternehmen wie <a href="https://z-laser.com/" title="Z-Laser" target="_blank">Z-Laser</a> oder <a href="https://meyer-corp.eu/article/the-growing-role-of-optical-sorting-in-specialty-crop-processing-focus-on-quinoa-and-chia-seeds/" title="Meyer" target="_blank">Meyer</a>. Daneben gehören vor allem Markieren, Schneiden und Schweißen zu den klassischen Laser-Disziplinen. Was auf den ersten Blick wenig spektakulär wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Basis für die Fertigung der Hightechprodukte von heute: Smartphones, respektive ihre Bestandteile, werden in ihrem Entstehungsprozess mit sieben verschiedenen Laserarten bearbeitet. Vom Schneiden des Touchscreens mit Ultrakurzpulslaser über das Schweißen des Batteriegehäuses mit Solid-State-Laser bis hin zur Markierung mit Logo und Seriennummer mittels CO2-Laser.</p>
<p>Präzision und Zuverlässigkeit sind dabei ebenso erfolgskritisch wie beim Schweißen der Hair-Pins im stationären Teil von Motoren für Elektroautos und andere Fahrzeuge. Und das Schneiden per Laser statt herkömmlicher Zerspanung beschleunigt in Maschinenbau und anderen Produktionsunternehmen nicht nur die Herstellungsprozesse; es spart auch Material und wirkt dadurch ökonomisch und ökologisch nachhaltig. Grund genug also, heute in die laserbasierte Hightech von morgen zu investieren.</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/04-09-2025-wie-photonik-die-zukunft-der-industrie-erhellt-7867]]></guid>
      <pubDate>Thu, 04 Sep 2025 12:17:32 +0200</pubDate>
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      <author>Uwe Küll</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Own the Future: Technologien verstehen und mit Vision gestalten]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/20-08-2025-own-the-future-technologien-verstehen-und-mit-vision-gestalten-7846]]></link>
      <description><![CDATA[Im September 2025 starten die FERCHAU Live Talks in die nächste Runde – diesmal unter dem Motto: “Own the Future: Technologien verstehen und mit Vision gestalten”. Drei spannende Live Talks, drei Perspektiven auf den technologischen Wandel – und ein Ziel: die Zukunft aktiv mitgestalten.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>20.08.2025 | Lesezeit ca.: eine Minute | Verena Butler</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20250820-ferchau-live-talks_small.jpg"><h2>FERCHAU Live Talks</h2><p><b>Im September 2025 starten die FERCHAU Live Talks in die nächste Runde – diesmal unter dem Motto: “Own the Future: Technologien verstehen und mit Vision gestalten”. Drei spannende Live Talks, drei Perspektiven auf den technologischen Wandel – und ein Ziel: die Zukunft aktiv mitgestalten.</b></p><p>Den Auftakt macht Microsoft-Managerin <a href="https://www.ferchau.com/de/de/kunden/ferchau-live-talks/registrierung/07-09-2025-digital-mindset-machen-sie-ihre-teams-ai-ready-7816" title="Anna Kopp" target="_blank">Anna Kopp</a>. Sie beleuchtet, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz erfolgreich implementieren können. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Qualifizierung und nachhaltige Unternehmensstrategien. Anna Kopp zeigt praxisnah, warum schnelles Handeln jetzt entscheidend ist – und welche Erfolgsfaktoren für die Umsetzung wichtig sind.</p>
<p>Über Technologie, Werte und Verantwortung im digitalen Zeitalter diskutieren <a href="https://www.ferchau.com/de/de/kunden/ferchau-live-talks/registrierung/17-09-2025-zwei-generationen-eine-zukunft-technologie-verantwortung-im-wandel-7819" title="Ranga Yogeshwa &amp; Julian " target="_blank">Ranga Yogeshwar</a> und sein Sohn <a href="https://statics.teams.cdn.office.net/evergreen-assets/safelinks/2/atp-safelinks.html" title="Ranga Yogeshwa &amp; Julian " target="_blank">Julian</a>. In einem persönlichen Dialog bringen sie unterschiedliche Perspektiven zusammen – inspirierend, pointiert und ohne Fachjargon. Ein Vortrag über Chancen, Verantwortung und den Mut zur Veränderung.</p>
<p>Last but not least öffnet White-Hat-Hacker <a href="https://www.ferchau.com/de/de/kunden/ferchau-live-talks/registrierung/23-09-2025-inside-hacker-minds-cyberresilienz-und-die-macht-der-sicherheitskultur-7822" title="Immanuel Bär" target="_blank">Immanuel Bär</a> die Tür hinter die Kulissen moderner Cyberangriffe. An realen Fallbeispielen zeigt er, wie professionelle Attacken ablaufen und wie Unternehmen ihre Cyberresilienz gezielt stärken können. Praxisnah, verständlich und mit sofort umsetzbaren Impulsen. &nbsp;</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Warum Sie dabei sein sollten</h2>
<p>Die FERCHAU Live Talks sind mehr als Vorträge: Sie sind Impulsgeber, Ideenlabor und Networking-Plattform in einem. Lernen Sie, wie Sie technologische Potenziale erkennen, Chancen nutzen und Verantwortung übernehmen.</p>
<p class="colorbox colorbox--red">Seien Sie live dabei – exklusiv, kostenlos und online. Wir freuen uns auf Sie!&nbsp;<br /><a href="https://www.ferchau.com/de/de/kunden/ferchau-live-talks/registrierung" title="FERCHAU Live Talks" target="_blank">Hier anmelden!</a></p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/20-08-2025-own-the-future-technologien-verstehen-und-mit-vision-gestalten-7846]]></guid>
      <pubDate>Wed, 20 Aug 2025 13:38:05 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Verena Butler</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Garantiert ohne Gewähr]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/19-08-2025-garantiert-ohne-gewaehr-7843]]></link>
      <description><![CDATA[Es gibt nichts Wertvolleres als Software, die immer tut, was sie soll. Aber was sind Algorithmen wert, von denen eigentlich niemand genau weiß, was sie tun?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>19.08.2025 | Lesezeit ca.: 3 Minuten | Ulf J. Froitzheim</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20250819-ferchau-kolumne_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© ec0de, stock.adobe.com</span><h2>Kolumne</h2><p><b>Es gibt nichts Wertvolleres als Software, die immer tut, was sie soll. Aber was sind Algorithmen wert, von denen eigentlich niemand genau weiß, was sie tun?</b></p><p>Meine tägliche Social-Media-Flut spülte mir vor einigen Wochen eine interessante Schimpftirade auf den Bildschirm, befeuert von frustrierenden Erfahrungen des Verfassers mit Künstlicher Intelligenz. Ich kann den Rant nur grob aus dem Gedächtnis wiedergeben, denn ich habe vergessen, wer der Autor war. Und ohne den Namen hilft mir leider kein noch so intelligenter künstlicher Assistent, den Beitrag aus Tausenden Texten herauszufiltern. Der Gesetzgeber solle, so jedenfalls die Kernthese, KI-Anwendungen als Produkte behandeln, für deren Eigenschaften der Hersteller haftet. Dann sei das leidige Thema hoffentlich vom Tisch. Niemand würde noch in die Entwicklung von Algorithmen investieren, wenn er dem User gegenüber dafür geradestehen müsste, dass diese tun, was sie sollen – nämlich keinen Stuss fabrizieren.<br /><br />Seither geht mir diese Idee nicht mehr aus dem Kopf. Im Gegenteil, sie füllt ihn sogar noch – mit lauter verdrängten Erinnerungen. An Microsofts legendäre „allgemeine Schutzverletzung“ und meine ständige Angst vor dem „Bluescreen of Death“. An stundenlange Telefonate mit Hotlines, bei denen Hersteller von PC, Software und Peripherie-Geräten einander die Schuld zuwiesen – oder lieber noch mir, dem DAU, dem dümmsten anzunehmenden User. An Abertausende Stunden Lebenszeit, die ich der Installation von „Sicherheitsupdate“ opfern musste, also Flickschustereien an Codes, neben denen ein Emmentaler wie ein solider Felsblock wirkt. An Abstürze aus heiterem Himmel kurz vor Redaktionsschluss, die allzu oft meinem rettenden Druck auf Strg+S zuvorkamen. An die berüchtigte „Bananaware“ – schlampig getestete Software, die erst beim Kunden reift. Und natürlich an all die Bugs, die kurzerhand zu Features verklärt wurden. Ach, wie gerne hätte ich die Lieferanten auf Schmerzensgeld verklagt!<br /><br />Wer sich schon zu Zeiten von Windows 95 die Finger wundgeschrieben hat über die Nutzer(un)freundlichkeit von IT-Systemen, macht sich freilich keine Illusionen mehr über perfekten Code. Er staunt eher, wie passabel inzwischen Manches funktioniert, obwohl doch Macher:innen und Nutzer:innen seit jeher in so unterschiedlichen Kulturkreisen leben wie Vulkanier und Klingonen. Bestimmt trägt sogar KI ein bisschen zum Fortschritt bei, denn auch in einer Programmiersprache kann es nicht schaden, eine automatische Rechtschreibprüfung über die Zeilen laufen zu lassen.<br /><br />Aber träumen darf man ja mal davon, dass man als Software-Kunde gegen murksende Hersteller Garantieansprüche geltend machen könnte. Ach nein, die wären ja freiwillig. Gesetzlich gibt es nur Gewährleistungsansprüche gegen den Verkäufer. Ein halbes Jahr lang muss das Produkt die zugesicherten Eigenschaften aufweisen, sonst darf man es umtauschen oder einen Teil des Kaufpreises zurückfordern. So weit die Theorie. Jetzt die Praxis: Hat Ihnen je ein Mobilfunkshop schwarz auf weiß gegeben, dass Ihr Handy korrekt dolmetscht?<br />Nehmen wir aber mal an, es wäre jemand so leichtsinnig gewesen und Sie hätten auch fristgerecht moniert, dass die Übersetzer-App Wörtergulasch ausspuckt à la „wie immer zuchten die Medien und das Rechtssystem auf Zehenspitzen“ oder „es gab auch uniformierte Schauler“ (Ehrenwort, kein Fake!). Was würden Sie tun? Versuchen, das Handy zurückzugeben? Das hätte ja im Zweifelsfall denselben Bug – es sei denn, Sie wechseln auf das einzige andere Betriebssystem, das es noch gibt. Also Minderung des Kaufpreises. Aber um wieviel? Wieviel ist die Hardware wert, wieviel die Software, wieviel davon wiederum die dumme App? Ach so, man hat Ihnen das Smartphone für ein paar Euro nachgeschmissen, weil Sie so einen schönen teuren Zweijahresvertrag abgeschlossen haben? Tja. Und wenn Sie das Handy online gekauft haben, erklären Sie erstmal dem Bot an der Hotline, was Ihr Problem ist. Viel Spaß!<br /><br />Wahrscheinlich hilft nur, sich an Omas Weisheit zu erinnern, dass alles, was nichts (extra) kostet, nicht viel wert ist. Wenn Ihnen Google also wieder mal ganz oben eine KI-generierte Schnellantwort liefert, denken Sie an die auf Zehenspitzen zuchtenden Schauler und klicken Sie bitte weiter unten auf die Links zu seriösen Quellen, für die noch echte Menschen schreiben. Sonst kann ich wirklich für nichts garantieren.<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/19-08-2025-garantiert-ohne-gewaehr-7843]]></guid>
      <pubDate>Tue, 19 Aug 2025 16:00:44 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Ulf J. Froitzheim</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Neuromorphes Computing – das nächste Paradigma in der IT]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/18-08-2025-neuromorphes-computing-das-naechste-paradigma-in-der-it-7840]]></link>
      <description><![CDATA[Inspiriert von der Struktur des menschlichen Gehirns, werden revolutionäre Chips und Algorithmen erforscht und entwickelt. Dieses „neuromorphe Computing“ verspricht energieeffiziente und schnelle KI-Anwendungen, einen besseren Schutz sensibler Informationen sowie einen Einsatz vor Ort beim Menschen ohne permanente Anbindung an die Cloud.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>18.08.2025 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Alexander Jake Freimark</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20250818-ferchau-neuromorphic-computing_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© SepazWorks, stock.adobe.com</span><h2>Für eine effiziente KI vor Ort</h2><p><b>Inspiriert von der Struktur des menschlichen Gehirns, werden revolutionäre Chips und Algorithmen erforscht und entwickelt. Dieses „neuromorphe Computing“ verspricht energieeffiziente und schnelle KI-Anwendungen, einen besseren Schutz sensibler Informationen sowie einen Einsatz vor Ort beim Menschen ohne permanente Anbindung an die Cloud.</b></p><p>Neuromorphes Computing basiert auf der Entwicklung von Chips und Algorithmen, die neuronale Systeme aus der Biologie nachahmen – allen voran Strukturen des Gehirns. Klassische Architekturen trennen den Prozessor (Compute) vom Speicher (Memory), was ein ständiges Hin- und Herschieben von Daten erfordert. Neuromorphe Chips hingegen integrieren Speicher und Rechenoperationen räumlich dicht beieinander, etwa unter Verwendung neuartiger Bauelemente wie Memristoren, die das synaptische Verhalten des Gehirns nachahmen. Während klassische Chips Daten in festen Taktschritten (synchron) verarbeiten, reagieren neuromorphe Chips nur dann, wenn ein relevantes „Ereignis“ auftritt. Das Eingangssignal – „Spike“ genannt – muss stark genug sein, um den Schwellenwert zu überschreiten. Andernfalls bleiben sie inaktiv und sparen Energie. &nbsp;</p>
<p>Dies spiegelt die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns, wo nicht alle Nervenzellen gleichzeitig mit Informationen feuern. Weil die einzelnen Neuronen und ihre Synapsen unabhängig voneinander und ohne einen zentralen, synchronisierten Taktgeber arbeiten, kommunizieren sie über das Senden und Empfangen von Spikes. Das erlaubt eine hohe Parallelität und Effizienz in der Informationsverarbeitung, da nicht auf den langsamsten Teil des Systems gewartet werden muss und das Gehirn flexibler auf eingehende Stimuli reagieren kann.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Neuromorphes Computing für KI</h2>
<p>Auch Professor Dr. Hussam Amrouch vom Lehrstuhl für KI-Prozessor-Design an der TU München arbeitet daran, die Methoden und Vorteile des Gehirns zu nutzen – und hat als Ergebnis einen Chip-Prototypen entwickelt: den „AI Pro“. Für Amrouch ist klar, dass das neue Computing-Paradigma gerade im Zusammenspiel mit künstlicher Intelligenz (KI) ein immenses wirtschaftliches Veränderungspotenzial hat. Der entscheidende Hebel: „Der Chip ist wie ein kleines Kind, das anders lernt als Machine-Learning-Programme“, erklärt der Wissenschaftler. „Denn Eltern werden ihren Kindern keine 5.000 Bilder mit Katzen zeigen, damit sie sich merken, wie eine Katze aussieht.“ Stattdessen lernt das Gehirn, indem es im Lauf der Zeit aus wenigen Informationen Ähnlichkeiten ermittelt: Zuerst sieht alles wie eine Katze aus, dann fächert sich das Wissen über Vierbeiner auf. „Das Gehirn“, so Amrouch, „ist in der Lage, kontinuierlich durch Ähnlichkeiten weiter zu lernen“.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Neues Paradigma, viele Vorteile</h2>
<p>Zudem kann neuromorphe Hardware auch mit kleinen Fehlern – Errors – oder mit Näherungswerten umgehen, berichtet der Wissenschaftler: „Normale Prozessoren rechnen alles präzise bis ins Detail durch, während das Gehirn auch mit nicht-perfekten Informationen in einem Datenrauschen nahezu perfekte Entscheidungen treffen kann.“ Dies alles führt wiederum dazu, dass der Energiebedarf neuromorpher Chips – im Mikrojoule-Bereich – deutlich geringer ist als der von GPUs, die in KI-Rechenzentren eingesetzt werden. Was auch daran liegt, dass es nicht das Ziel ist, ein komplettes Gehirn nachzubauen: „Der Chip beherrscht nur eine Aufgabe wie die Spracherkennung, Bildererkennung oder die Vitaldaten-Überwachung – dafür aber supereffizient.“</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Autonome Chips ohne Cloud-Verbindung &nbsp;</h2>
<p>Doch der Clou ist: Der AI Pro braucht keine permanente Verbindung in die Cloud. Gerade beim Einsatz von KI ist dies zurzeit noch unverzichtbar, weil die Berechnungen remote ausgeführt werden. Der Münchner Professor Amrouch verweist dabei auf einen neuralgischen Punkt: „Die Art und Weise, wie wir heute KI einsetzen, zwingt uns zum Verzicht auf Privatsphäre.“ Das Thema reicht deutlich weiter als die schnelle ChatGPT-Abfrage am Handy, denn in Zukunft werden viele Geräte mit einer eigenen KI ausgestattet sein. „Die Menschen müssen begreifen, dass es sehr gefährlich sein kann, persönliche Informationen in die KI-Cloud zu schicken.“ Etwa, wenn die Espresso-Maschine alles weiterleitet, was zuhause, in der Teeküche der Forschungsabteilung oder in einem Ministerium gesprochen wird. &nbsp;</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Use Cases für neuromorphe Chips</h2>
<p>Dass die Nachfrage nach neuromorphen KI-Chips für persönliche Maschinen steigen wird, ist laut Amrouch sicher. Schließlich können die Schaltkreise leisten, was mit herkömmlichen Computing-Methoden unmöglich ist. Ein einfacher Use Case: „Wir brauchen simple Geräte, um die Gesundheit und die Vitaldaten älterer oder kranker Menschen zu überwachen.“ Hier komme es neben dem Schutz sensibler Informationen auf die Energieeffizienz an: „Denn wenn man das Gerät alle paar Stunden aufladen muss, wird es nicht mehr genutzt.“ Ein anderer Anwendungsfall ist das autonome Fahren, wo Funklöcher und der Energiehunger traditioneller Prozessoren für Probleme sorgen können. Neuromorphe Chips werden aber auch für robotische Anwendungen wichtig – etwa auf dem Mars, unter Wasser oder in Gefahrenzonen, wo man nicht mit der Cloud arbeiten kann.</p>
<p>Dass durch Neuromorphic Computing eines Tages Hersteller wie Nvidia vom Markt verdrängen, glaubt Professor Amrouch hingegen nicht. „Wir brauchen weiterhin die starken KI-Chips in den Cloud-Rechenzentren, die sehr komplexe Probleme in der Pharmaforschung oder Simulationen für uns berechnen.“ Hier seien KI-Chips lediglich eine Ergänzung an der Edge. Für den Wissenschaftler liegt der Fokus jedoch ohnehin auf der Privatsphäre: „Wir müssen das Bewusstsein der Menschen zur Wahrung der Privatsphäre stärken, denn als Gesellschaft sind wir noch nicht auf die KI-Ära vorbereitet.“ Auch wenn es um scheinbar belanglose, isolierte Daten einer Espressomaschine gehe, könne es in der Masse zum Problem werden. „Die sichere Lösung ist: Sende deine Daten nicht nach außen in die Infrastruktur, denn KI saugt sehr viele sensible Informationen sehr schnell ab.“</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/18-08-2025-neuromorphes-computing-das-naechste-paradigma-in-der-it-7840]]></guid>
      <pubDate>Mon, 18 Aug 2025 15:05:56 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Alexander Jake Freimark</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[„Vertrieb ist für mich nicht nur Arbeit – es ist eine Einstellung“]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/07-08-2025-vertrieb-ist-fuer-mich-nicht-nur-arbeit-es-ist-eine-einstellung-7837]]></link>
      <description><![CDATA[Wenn Sergej über seinen Job spricht, merkt man sofort: Hier ist jemand mit Leidenschaft bei der Sache. Das zeigt auch seine Doppelrolle bei FERCHAU. Der Senior Account Manager in der Niederlassung Kassel bildet sich derzeit im Zuge eines Deputy-Business-Manager-Programms fort. Damit besteht sein Job aus einer spannenden Mischung aus operativem Vertriebsalltag und mittelfristiger, strategischer Unternehmensentwicklung.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>14.08.2025 | Lesezeit ca.: 3 Minuten | Ingo Neuling</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20250814-ferchau-leidenschaft-vertrieb-sergej-chworow_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© https://fotostudio-baer.de/, Fotostudio Bär</span><h2>Sergej Chworow, Deputy Business Manager und Senior Account Manager FERCHAU Kassel</h2><p><b>Wenn Sergej über seinen Job spricht, merkt man sofort: Hier ist jemand mit Leidenschaft bei der Sache. Das zeigt auch seine Doppelrolle bei FERCHAU. Der Senior Account Manager in der Niederlassung Kassel bildet sich derzeit im Zuge eines Deputy-Business-Manager-Programms fort. Damit besteht sein Job aus einer spannenden Mischung aus operativem Vertriebsalltag und mittelfristiger, strategischer Unternehmensentwicklung.</b></p><p>„Derzeit erlebe ich eine ganz neue Facette von Vertriebsarbeit“, erklärt Sergej seine derzeitige Situation bei FERCHAU. „Die Hälfte meiner Arbeitszeit arbeite ich als Senior Account Manager, bin also operativ mit Kunden und Kandidat:innen in Kontakt. Hier spiele ich die gesamte Klaviatur des FERCHAU-Vertriebs – von der Auftragsakquise über das Management der Kandidat:innen bis hin zur Betreuung nach der Vermittlung. Gleichzeitig habe ich übergangsweise die Rolle als Deputy Business Manager inne. Hier liegt mein Fokus auf unternehmensstrategischen Fragen, etwa: Welche Kunden oder Branchen können wir künftig erschließen? Wo steckt noch Potenzial im Markt?“</p>
<p>Diese Doppelrolle ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen ihm und seinem Niederlassungsleiter. „Wir haben uns über meine Möglichkeiten innerhalb des Unternehmens ausgetauscht, als die Sprache auf die Position des Deputy Business Managers kam“, erinnert Sergej sich. „Die Aussicht, mich mit strategischer Unternehmensentwicklung auseinanderzusetzen, fand ich von Anfang an spannend.“</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Werkstudentenjob weckte die Lust am Vertrieb</h2>
<p>Lange Zeit war der berufliche Werdegang des heute 31-Jährigen nicht eindeutig vorgezeichnet. Zuerst studierte Sergej Wirtschaftsingenieurwesen in Kassel und hatte sich dabei bewusst für ein breites Spektrum an Themen entschieden. Im Zuge eines Werkstudentenjobs im Vertriebscontrolling kam er zum ersten Mal intensiv mit dem Vertrieb in Berührung und war gleich Feuer und Flamme: „Ich habe gesehen, wie stark man über Zahlen den Unternehmenserfolg beeinflussen kann. Das hat mich fasziniert.“</p>
<p>Nach dem Studium wagte Sergej zusammen mit einem Geschäftspartner den Sprung in die Selbstständigkeit und eröffnete eine eigene Marketingagentur. Dort vermittelte er unter anderem qualifizierte Bewerber:innen an Unternehmen, die über bezahlte Werbeanzeigen im Internet die jeweiligen Kundenunternehmen beworben haben. „Hier sammelte ich intensive Erfahrungen in allen Phasen des Vertriebs – von der Kaltakquise bis zum Closing. Vor allem habe ich gelernt, dass in meinem Job drei Dinge sehr wichtig sind: Ehrgeiz, Disziplin sowie ein guter Umgang mit Zahlen, Daten und Fakten. Ich habe zum Teil täglich mehr als 100 Kaltakquise-Telefonate geführt und natürlich führten nicht alle zum Erfolg. Das hat etwas mit einem gemacht, klar. Aber es hat mich auch motiviert. Ich wollte zeigen, dass ich es kann – und habe es durchgezogen.“</p>
<p>Die Selbstständigkeit war für Sergej eine spannende und erfolgreiche Zeit, jedoch hat sie zu viel Zeit in Anspruch genommen. „Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht. Aber ich wollte wieder mehr Zeit mit meiner Familie verbringen. Daher habe ich entschieden, auf lange Sicht nicht selbstständig zu arbeiten. Dabei war es mir wichtig, in einem größeren, professionellen Umfeld zu arbeiten, aber die vertrieblichen Elemente beizubehalten. Bei FERCHAU habe ich genau das gefunden – plus ein tolles Team und eine faire Unternehmenskultur.“</p>
<p>Besonders gefällt ihm, dass die Arbeit abwechslungsreich ist: „Kein Tag ist wie der andere. Jeder Kunde ist anders. Ich verkaufe nicht einfach nur eine Dienstleistung – ich baue Beziehungen auf, entwickle Vertrauen. Das gefällt mir sehr.“ Besonders spannend findet Sergej aktuell die Kombination aus operativer und strategischer Arbeit: „Ich entwickle als Deputy Business Manager Wachstumsstrategien – und setze sie dann als Senior Account Manager gemeinsam mit meinem Team um. Das gibt mir tiefe Einblicke in beide Welten und hilft mir auch dabei, neue Kolleginnen und Kollegen in Zukunft einzuarbeiten.“</p>
<p>Sein Fazit? „Vertrieb ist für mich nicht nur Arbeit – es ist eine Einstellung. Wenn man liebt, was man tut, dann wird man auch erfolgreich sein.“<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/07-08-2025-vertrieb-ist-fuer-mich-nicht-nur-arbeit-es-ist-eine-einstellung-7837]]></guid>
      <pubDate>Thu, 14 Aug 2025 12:50:56 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Ingo Neuling</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Damit das Schiff den Hafen findet]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/12-08-2025-damit-das-schiff-den-hafen-findet-7813]]></link>
      <description><![CDATA[Navigation per Satellit ist nicht nur im Auto, sondern auch in Schiffen und Flugzeugen die Technik der Wahl. Doch in bestimmten Weltregionen sind die Signale der Navigationssatelliten regelmäßig gestört, etwa in Teilen der Ostsee. Das liegt nicht etwa an ungünstigen Empfangsverhältnissen – sondern an gezielten militärischen Störaktionen. Jetzt hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit Partnern eine System entwickelt, die dem destruktiven Treiben einen Riegel vorschieben soll.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>12.08.2025 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Christoph Hammerschmidt</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/Gestoerte_Satellitennavigation_small.jpg"><h2>Gestörte Satellitennavigation</h2><p><b>Navigation per Satellit ist nicht nur im Auto, sondern auch in Schiffen und Flugzeugen die Technik der Wahl. Doch in bestimmten Weltregionen sind die Signale der Navigationssatelliten regelmäßig gestört, etwa in Teilen der Ostsee. Das liegt nicht etwa an ungünstigen Empfangsverhältnissen – sondern an gezielten militärischen Störaktionen. Jetzt hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit Partnern eine System entwickelt, die dem destruktiven Treiben einen Riegel vorschieben soll.</b></p><p>Seit 2022 kommt es im Ostseeraum regelmäßig zu Störungen der Navigationssignale. Allein zwischen Dezember 2023 und April 2024 verzeichneten die Behörden mehr als 1000 Störungsmeldungen von zivilen und militärischen Flugzeugen. Meist handelt es sich um das Überlagern der Signale („GPS-Jamming“), wodurch diese unbrauchbar werden. Gefährlicher ist das sogenannte „GPS-Spoofing“: Dabei werden manipulierte Signale gesendet, die Flugzeuge und Schiffe auf einen falschen Kurs bringen können. Letzteres ist nicht nur schwerer zu erkennen, es birgt auch ein erhöhtes Risiko von Kollisionen oder von Grundberührung mit sich. Ausweichen auf die europäische GPS-Alternative Galileo, das russische GLONASS oder das chinesische Beidou- System ist nicht möglich: Weil deren Sendefrequenzen dicht beieinander liegen, sind sämtliche GNSS-Systeme von den Interferenzen betroffen.&nbsp;<br />Fachleuten sind diese Vorgänge bestens bekannt; der größte Störsender hat sogar einen Namen: Der „Baltic Jammer“ wird im Raum Kaliningrad verortet, wobei Position und Sendeschemata zeitlich variieren. Andere Störsender tauchen kurzfristig auf und verschwinden wieder. Betroffen von diesen Aktionen sind große Bereiche der Ostsee, vor allem zwischen Mecklenburg-Vorpommern, Polen und Schweden.&nbsp;</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Gezielte Störungen – ein wachsendes Problem</h2>
<p>Fällt die Satellitennavigation aus, sind die Kapitäne zu Wasser und in der Luft zwar nicht völlig blind. Sie können dann auch noch auf althergebrachte Verfahren zur Ortsbestimmung zugreifen, wie Seezeichen oder UKW-Drehfunkfeuer. Dennoch sind die Störungen gefährlich. Daher will man dem Spuk nun ein Ende bereiten. Das DLR hat dazu ein Verfahren ersonnen, das wie bei GNSS auf der Laufzeitmessung von Funksignalen beruht und damit die Positionierung ermöglicht, wenn auch mit einer Genauigkeit von nur 10 m bis 100 m. Das ist weniger genau als GNSS, aber genau genug, um Schiffe sicher zum Hafen zu führen. Daher soll dieses System nur als Rückfallebene dienen. Gleichzeitig soll es aber die Schwächen der GNSS vermeiden und eine stabile, weitgehend störsichere Navigation sicherstellen. R-Mode (Ranging Mode) nutzt dazu bestehende Funkbaken im Mittelwellenbereich (MW) sowie maritime Funkinfrastrukturen im Ultrakurzwellenbereich (UKW). Auch wenn sich ein solches Verfahren theoretisch auch für die Flugnavigation eignen würde, lag das im konkreten Fall nicht in der Absicht der Entwickler. Die spezifischen Funkfrequenzen und die Infrastruktur von R-Mode sind auf den maritimen Einsatz zugeschnitten, ließ das DLR wissen. Die Flieger bekommen ihr eigenes Verfahren, davon wird später noch die Rede sein.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">R-Mode: Rückfallebene für die Seefahrt</h2>
<p>Weshalb soll denn nun R-Mode störsicherer sein als GPS &amp; Co? Da ist erst einmal die kürzere Distanz zwischen Sender und Empfänger: Navigationssatelliten sausen in Umlaufbahnen von mehr als 20.000 Kilometer Höhe um die Erde; damit kommen ihre Funksignale entsprechend schwach auf der Erde an. Bei R-Mode hingegen geht man von Entfernungen in der Größenordnung von rund 250 Kilometer für die MW-Sender bei vergleichbarer Sendeleistung aus; bei UKW-Sendern ist eine Reichweite von wenigen 10 km bei einem Zehntel der GNSS-Sendeleistung vorgesehen, erläutert Stefan Gewies vom Institut für Kommunikation und Navigation des DLR. Damit ist die Signalstärke am Empfänger deutlich höher als bei Satellitennavigation, der Empfang ist dann nicht so leicht zu stören. Zudem nutzen die R-Mode-Navigationsempfänger mehrere Frequenzbänder gleichzeitig, deshalb ist R-Mode redundanter und stabiler; Signalverfälschungen können leichter erkannt werden. „Zwar ist die Reichweite der MW- und UKW-Sender für R-Mode geringer als bei der Satellitennavigation, aber für den Einsatz in der Ostsee ist sie hervorragend,“ so Gewies.</p>
<p>R-Mode befindet sich mittlerweile in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. In den letzten Jahren haben die R-Mode-Stakeholder ein Testgebiet eingerichtet, das aktuell im Rahmen des Projekts ORMOBASS (Operational R-Mode Baltic Sea System) auf den Ostseeraum zwischen Schweden, Finnland und Estland ausgeweitet wird. Beteiligt sind maritime Behörden in Deutschland, Schweden, Finnland und Estland sowie auf der Forschungsseite das polnische National Institute of Telecommunications und die RISE Research Institutes of Sweden. Die Fäden für die technologische Entwicklung mit System- und Empfängerdesign sowie Systemprüfung laufen beim DLR in Neustrelitz zusammen. Der nächste Schritt ist die Standardisierung, um die Spezifikationen und Sendedienste auf internationaler Ebene kompatibel zu machen. Die standardisierten Signale sollen ab Anfang 2026 verfügbar sein.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Störsichere Navigation auch für Flugzeuge</h2>
<p>Für die fliegenden Kapitäne ist ebenfalls eine neue, robuste Technik in der Mache. Sie heißt Mode N und nutzt, ähnlich wie R-Mode, die Laufzeitdifferenz zwischen verschiedenen Bodenstationen und einer Referenzstation. Die Technik ist rückwärtskompatibel zu den vorhandenen Funkstationen des DME-Dienstes (zivil) und TACAN (militärisch), soll mittelfristig aber diese Infrastrukturen ersetzen und einige zusätzliche Features bieten. Beispielsweise soll Mode N moderne Drohnensteuerungskonzepte wie U-Space oder die integrierte Kommunikation, Navigation und Überwachung (iCNS) unterstützen. Berührungspunkte mit R-Mode bestehen bei den gegenwärtigen Versuchen im Rahmen des ORMOBASS-Projekts. Mode N durchläuft aktuell den Standardisierungsprozess, anschließend soll die Zertifizierung für den kommerziellen Betrieb starten.&nbsp;<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/12-08-2025-damit-das-schiff-den-hafen-findet-7813]]></guid>
      <pubDate>Tue, 12 Aug 2025 15:33:37 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Christoph Hammerschmidt</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Verkehrszeichenverkennung]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/31-07-2025-verkehrszeichenverkennung-7798]]></link>
      <description><![CDATA[Drei Augen sehen mehr als zwei. Deshalb ist es gut, wenn das Auto den Schilderwald scannt aber bitte keinen Knick in der Optik hat.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>31.07.2025 | Lesezeit ca.: 3 Minuten | Ulf J. Froitzheim</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20250731-ferchau-kolumne_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© Stefan, stock.adobe.com</span><h2>Kolumne</h2><p><b>Drei Augen sehen mehr als zwei. Deshalb ist es gut, wenn das Auto den Schilderwald scannt aber bitte keinen Knick in der Optik hat.</b></p><p>Als ich neulich sah, dass endlich in fußläufiger Entfernung Schnellladesäulen aufgestellt wurden, habe ich mir einen Wunsch erfüllt, den ich als Eigenheim-Nichtbesitzer mangels Wallbox-Montage-Möglichkeit bisher für illusorisch hielt: Ich bin jetzt e-mobil unterwegs. Unser neues Wägelchen macht richtig Freude beim Fahren. Vor allem hat es jede Menge Helferlein an Bord, was einem Silver Ager wie mir ein Gefühl zusätzlicher Sicherheit gibt. Unsereiner wird ja nicht jünger und reaktionsschneller.<br />Als Angehöriger der Zielgruppe „präsenile Nerds“ freute ich mich darauf, den versprochenen Zoo digitaler Assistenten auszuprobieren. Erster Schritt: die Settings so wählen, dass die Aktivierung der Bots während der Fahrt nicht in ein Hirnleistungstraining ausartet. Abgelenkte Autolenker, die die Straßen unsicher machen, gibt es ja schon mehr als genug.<br /><br />Beim aufgemotzten Lichtassistenten passt alles. Auch die Müdigkeitserkennung scheint an zu sein. Trotz Vollkasko-Police schrecke ich aber davor zurück, mir für eine Probefahrt aufs Exempel den Wecker auf zwei Uhr nachts zu stellen. Limiter und Tempomat folgen neuerdings dem Motto: Warum so simpel wie bisher, wenn’s auch umständlicher geht? Der eigenmächtige Wischerassistent meint vor jeder Fahrt, meine Sicht durch die saharatrockene Windschutzscheibe ohne Zuschaltung der Waschdüsen optimieren zu müssen. Aber einem IT-Veteranen raubt auch das nicht den Schlaf.<br /><br />Das mit dem Blick auf die Kontostände bei Sparkasse und Kraftfahrtbundesamt spannendste Feature war freilich die so genannte Verkehrszeichenerkennung. Ich war es echt leid, dass mein Navi immer die 120 – 100 – 80 im roten Ring dort anzeigte, wo die Wanderbaustelle vorige Woche gewesen war, und freute mich auf die schlauen Algorithmen der Bordkamera.<br />Schritt zwei, die praktische Erprobung, wirft mich auf den harten Boden der Realität: Ich passiere das blaue Richtzeichen 330.2 alias „Ende der Autobahn“ und die Ortstafel, doch mein digitaler Freund und Helfer bleibt stur bei 120. Liest man etwa wegen sowas immer öfter Schlagzeilen über geblitzte Extrem-Raser in der Stadt? Sind das einfach nur Typen mit mehr blindem Vertrauen in die Technik als Kenntnis der StVO? Jedenfalls überrascht mich mein drittes Auge immer wieder. Mal erkennt es zeitweilige Tempolimits als solche, mal nicht. Mal sieht es, dass ein Schild nur für Trucks, für Motorräder oder bei Nässe gilt, mal nicht. Es erfindet Tempo 10 und zeigt in der 30er-Zone eine 40. Womöglich hat es ja einen Knick in der Optik, der seinen Blick auf diese runden Aufkleber am Heck von Treckern oder Baufahrzeugen lenkt.<br /><br />Dummerweise kann sich der Bordcomputer Dinge nicht merken, die ein alter Mann im Schlaf wüsste. Auch seine serienmäßige Sprachsteuerung hilft mir nicht dabei, ihn darauf zu trainieren, dass wir in einer Tempo-30-Zone leben, er also bitte beim Start nicht immer 50 anzeigen soll.<br /><br />Natürlich könnte ich mich jetzt beschweren. Vielleicht kommt sogar irgendwann ein Update, das mir erlaubt, den Assi schlauer zu machen. Aber eigentlich finde ich es beruhigend, dass mir mein Auto keine Perfektion vorgaukelt, die mich in falscher Sicherheit wöge. Und ist es etwa nicht schmeichelhaft, über Assistenten gebieten zu dürfen? Das erhebt mich zum Profi oder zum Professor.<br />Und was lehrt uns die Verkehrszeichen-Verkennung oder Verkehrt-Zeichenerkennung? Sich wie ein texanischer Hersteller auf Kameras zu verlassen, wenn man Autos autonom durch die Städte fahren lassen will, wäre kein sehr smarter Move. Zumindest so lange, bis auch bei uns alle Straßen so breit und übersichtlich sind wie in Dallas.<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/31-07-2025-verkehrszeichenverkennung-7798]]></guid>
      <pubDate>Thu, 31 Jul 2025 15:29:00 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Ulf J. Froitzheim</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Unser FERCHAU Job- und Projektportal ist live]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/24-07-2025-neu-smart-einfach-das-ferchau-job-und-projektportal-ist-live-7795]]></link>
      <description><![CDATA[Unser FERCHAU Job- und Projektportal ist live – von uns entwickelt mit dem klaren Ziel, dich als Talent oder Freelancer bestmöglich auf deinem beruflichen Weg zu begleiten.
Jetzt entdecken, registrieren und durchstarten!]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>24.07.2025 | Lesezeit ca.: eine Minute | Verena Butler</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20250724-ferchau-touch_small.jpg"><h2>Karrierechancen neu gedacht</h2><p><b>Unser FERCHAU Job- und Projektportal ist live – von uns entwickelt mit dem klaren Ziel, dich als Talent oder Freelancer bestmöglich auf deinem beruflichen Weg zu begleiten.
Jetzt entdecken, registrieren und durchstarten!</b></p><p>Mit unserem neuen FERCHAU Job- und Projektportal schlagen wir ein neues Kapitel auf:<br /><strong>Ein digitales Angebot, das Karrierewege erleichtert, Projekte zugänglich macht – und Menschen mit Möglichkeiten verbindet.</strong> Für dich. Für alle, die mehr wollen.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Was dich erwartet</h2>
<p>Unser Portal bündelt den Zugang zu Jobs und Projekten weltweit – ganz gleich, ob du in Tech, Sales, HR oder Management unterwegs bist. Du findest dort Ausschreibungen für alle Karrierelevel und Fachbereiche – übersichtlich, transparent und an einem Ort.</p>
<p>Mit deinem persönlichen FERCHAU-Account kannst du dich direkt online bewerben, dein Profil pflegen, Dokumente hochladen und jederzeit den Status deiner Bewerbung einsehen – inklusive Terminübersicht und direkten Ansprechpartner:innen.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Dein Vorteil: Klarheit und Kontrolle</h2>
<p>Du entscheidest, wie aktiv du sein möchtest: Lass dir passende Angebote automatisiert vorschlagen oder geh gezielt auf die Suche nach neuen Projekten und Herausforderungen.</p>
<p>Intuitiv, effizient, transparent.<br />Unser internes Produktteam hat das Portal genau dafür entwickelt – aus der Praxis heraus, mit viel Herzblut und einem klaren Ziel: dir den Bewerbungsprozess so einfach wie möglich zu machen.</p>
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      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/24-07-2025-neu-smart-einfach-das-ferchau-job-und-projektportal-ist-live-7795]]></guid>
      <pubDate>Thu, 24 Jul 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Verena Butler</author>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Europa auf dem Weg zu neuen Rechensphären]]></title>
      <link><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/17-07-2025-europa-auf-dem-weg-zu-neuen-rechensphaeren-7792]]></link>
      <description><![CDATA[Noch schafft der schnellste Supercomputer Europas nicht die versprochene, magische Trillion an Rechenoperationen pro Sekunde. Dennoch feiern die Macher des JUPITER, der vom Forschungszentrum Jülich betreiben wird, die bisher erreichte Leistung als Erfolg. Zu Recht? Eine Analyse.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>18.07.2025 | Lesezeit ca.: 4 Minuten | Annette Link</p><img src="https://www.ferchau.com/cdn/fe/images/blog/2025/20250718-ferchau-supercomputer_small.jpg"><span style="color:#CECECE;">© Wattana, stock.adobe.com</span><h2>Supercomputer JUPITER</h2><p><b>Noch schafft der schnellste Supercomputer Europas nicht die versprochene, magische Trillion an Rechenoperationen pro Sekunde. Dennoch feiern die Macher des JUPITER, der vom Forschungszentrum Jülich betreiben wird, die bisher erreichte Leistung als Erfolg. Zu Recht? Eine Analyse.</b></p><p>Theoretisch hätte JUPITER fast an der magischen Marke von einem Exaflop pro Sekunde gekratzt, im Juni war dann doch bei 793,4 Petaflops erst einmal Schluss. Knapp 800 Billiarden Berechnungen pro Sekunde, statt der anvisierten Trillion? Eine „1“ mit 18 Nullen – <a href="https://par-tec.com/first-exascale-jupiter/" title="Par Tec" target="_blank">eigentlich war das schon für 2024</a> geplant. Ausschreibungen für Rechenkapazitäten auf Europas erstem Exascale-System, wie das <a href="https://www.fz-juelich.de/de/ias/jsc/aktuelles/meldungen/kurznachrichten/2024/jureap-gestartet" title="Jülich" target="_blank">JUPITER Research and Early Access Program</a> die <a href="https://www.bmbf.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2025/01/gauss-ai-wettbewerb.html" title="Bmbf" target="_blank">Gauss AI Compute Competition</a>, ließen deutsche Wissenschaftsteams schon gehörig mit den Füßen scharren.&nbsp;<br />Das Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) jedenfalls freute sich schon Anfang 2025 sehr darauf, einer der Ersten zu sein, die „auf dieser außergewöhnlichen Infrastruktur rechnen dürfen“. Eigentlich wollten die Forschenden schon ab Mai das Klima der Erde mit einer Auflösung von nur einem Kilometer für ein komplettes Jahr simulieren – inklusive aller wichtigen Erdsystemkomponenten. Neben Atmosphäre, Ozean, Land und Meereis gehört dazu auch die Simulation des kompletten Kohlenstoffkreislaufes. Nun wird es wohl Spätsommer bis die ersten Rechenoperationen laufen können. Das Team hat erst seit Ende Juni Zugang zum System.</p>
<p>So geht es vermutlich auch anderen: Das Institut für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich will mithilfe von JUPITER ein grundlegendes Modell des menschlichen Gehirns erstellen. Für das Institut für Biologische Physik der Universität zu Köln soll der Supercomputer Zellen im Blutkreislauf simulieren. Und die Uni Stuttgart möchte komplexe Strömungsinteraktionen an Flugzeugflügeln berechnen lassen, um den ökologischen Fußabdruck des Flugverkehrs zu senken. Welche Projekte tatsächlich auf JUPITER schon rechnen, darüber herrscht derzeit Schweigen. Die Verantwortlichen vertrösten die Öffentlichkeit auf den Herbst. Dann soll endlich die Trillion gerissen werden.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Mehr technologische Unabhängigkeit?</h2>
<p><br />JUPITER wird vom Jülich Supercomputing Centre betrieben und gehört dem European High Performance Computing Joint Undertaking (EuroHPC JU). Deutsche Forschungsteams erhalten über das Gauss Centre for Supercomputing Zugang zum System. Bezahlt wird der Superrechner je zur Hälfte von der EU und von Deutschland – konkret durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium. 273 Millionen Euro kostet die Hardware, Wartung und Betrieb in den ersten fünf Jahren noch einmal 230 Millionen.</p>
<p>Die Politik erhofft sich durch JUPITER mehr technologische Unabhängigkeit und eine Stärkung der EU als Standort für Wissenschaft und Innovation, vor allem in den Bereichen Klimaforschung, Gesundheit, Energie und Künstliche Intelligenz. Alle drei bisher in Betrieb genommenen Exascale-Systeme stehen in den USA: El Capitan, der mit nachgewiesenen 1,7 Exaflops der leistungsstärkste Supercomputer der Welt ist, operiert in Kalifornien, Frontier in Tennessee (1,3 Exaplops) und Aurora in Illinois ( 1 Exaflop). Stand heute folgt JUPITER auf <a href="https://top500.org/lists/top500/2025/06/" title="Top500" target="_blank">Platz 4 der Supercomputer-Weltrangliste</a>. Für Anders Jensen vom EuroHPC JU ein Erfolg, wie er laut <a href="https://top500.org/lists/top500/2025/06/" title="Jülich" target="_blank">Pressemitteilung</a> verkündet: „JUPITER ist ein historischer Meilenstein, der die Rechenleistung Europas bereits vor seiner endgültigen Abnahme auf ein noch nie dagewesenes Niveau hebt. (…) Ich freue mich darauf, zu sehen, wie er in den kommenden Wochen seine volle Leistung erreicht.“</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Grafikprozessoren aus Übersee</h2>
<p><br />Ob das System die Trillion überhaupt schafft, bleibt abzuwarten. Fest steht: Das deutsch-französische Konsortium aus ParTec und Eviden ist es nicht gelungen, sich vom US-amerikanischen Markt zu lösen. Die so wichtige parallele Rechenpower liefern Grafikprozessoren aus dem Hause NVIDIA mit Sitz in – Kalifornien. Das JUPITER-Boostermodul ist mit rund 24.000 GH200 Grace Hopper Superchips bestückt – optimiert für hochparallele Anwendungen.</p>
<p>Lediglich die ergänzende klassische Clusterpartition für datenintensive, aber sequentielle Berechnungen ist ein kleiner Schritt hin zu mehr technischer Souveränität. Sie basiert auf der ARM-Server‑CPU „Rhea1“ vom französischen Chiphersteller SiPearl – nutzt also Prozessoren mit einer Architektur, die ursprünglich für Smartphones entwickelt wurde, im Rahmen der European Processor Initiative (EPI), finanziert durch EuroHPC.</p>
<h2 class="header__headline header__headline--sub-4">Energieeffizient wie keiner</h2>
<p><br />Zum Vergleich: El Capitan setzt auf eine Architektur, bei der CPU- und GPU-Kerne in einem Package sitzen. Das verringert Datenübertragungsverluste und erhöht die Effizienz. GPUs generell bieten im Vergleich zu CPUs eine hohe Energieeffizienz, also hohe FLOPS-Leistung pro Watt. JUPITER ist mit mehr als 60 Milliarden Rechenoperationen pro Watt der energieeffizienteste unter den fünf leistungsfähigsten Rechnern der Welt. Immerhin – diesen Superlativ kann sich die EU nun auf die Fahnen schreiben.</p>
<p>Wissenschaftliche Durchbrüche auf einem europäischen System, das höchste Anforderungen an Leistungsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Datenschutz erfüllt, sind das Eine: Exascale-Computing ist auch für die Industrie von Relevanz. Superrechner können auch helfen, Produktionsprozesse effizienter, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten. Sie unterstützen Vorhersagen zu Energieerzeugung und -verbrauch, ermöglichen Medikamente, maßgeschneidert aufs Individuum. Die Zielmarken sind also gesetzt – bleibt zu hoffen, dass JUPITER bald seinen Exascale-Orbit erreicht.<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      <guid><![CDATA[https://www.ferchau.com/at/de/blog/17-07-2025-europa-auf-dem-weg-zu-neuen-rechensphaeren-7792]]></guid>
      <pubDate>Fri, 18 Jul 2025 12:17:00 +0200</pubDate>
      <source url="https://www.ferchau.com/at/de/api/rss/blog">FERCHAU Blog</source>
      <author>Annette Link</author>
    </item>
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